Jobrad schmälert Rente – bis zu 5 Millionen Menschen betroffen

Wer mit dem Fahrrad statt dem Auto zur Arbeit kommt, der tut der Umwelt etwas Gutes. Die eigene Rente kann dadurch jedoch geringer ausfallen.
Dortmund – E-Bikes, die man über den Arbeitgeber least, haben einige Vorteile. Man bekommt das gewünschte Fahrrad zu einem erschwinglicheren Preis und schont zusätzlich die Umwelt, wenn man durch das Jobbike häufiger auf das Auto verzichtet. Doch Vorsicht: Spätestens wenn es in den wohlverdienten Ruhestand geht, kann sich so ein Leasing-Fahrrad negativ bei der Rentenauszahlung bemerkbar machen. Wie stark kann die Rente durch ein Jobrad sinken?
Jobrad schmälert Rente – bis zu 5 Millionen Menschen betroffen
Geleaste E-Bikes werden laut efahrer.com häufig über eine Gehaltsumwandlung abgerechnet. Hierdurch verringert sich das monatliche Bruttoeinkommen des Arbeitnehmers und somit sinken auch die Sozialabgaben. Dies sorgt wiederum dafür, dass auch die Beiträge zur Rentenversicherung geringer ausfallen.
Letztlich sinkt also die eigene Rente, wenn man ein Leasing-Fahrrad über diesen Weg finanziert. Doch wie schwer fällt so ein E-Bike von Anbietern wie Jobrad mit fünf Millionen potenziellen Kunden ins Gewicht? Glücklicherweise nicht so sehr, wie die derzeit diskutierte Abschaffung der Mütterrente. Hier drohen Kürzungen von durchschnittlich 107 Euro pro Monat.
Jobfahrrad wirkt sich auf Rente aus: Fahrrad für 3.000 Euro führt zu Verlust von 468 Euro
Least man ein 3.000 Euro teures E-Bike über 36 Monate, dann verliert man laut efahrer.com monatlich lediglich zwei Euro seines Rentenanspruchs. Rechnet man dies auf die durchschnittliche Rentenbezugsdauer von 19,5 Jahren hoch, dann gehen einem insgesamt 468 Euro Rente durch das E-Bike-Leasing verloren (mehr News zur Rente bei RUHR24
Die Kosten sind also überschaubar, können bei einem teureren Fahrrad allerdings auch höher ausfallen. Möchte man ein geleastes E-Bike nach dem Ende der Laufzeit kaufen, lauert eine weitere Kostenfalle, berichtet der Merkur. Rentenverluste lassen sich jedoch mit einem bestimmten Kniff vermeiden.
Keine Rentenverluste durch Jobfahrrad: Arbeitnehmer müssen E-Bike als Gehaltsextra erhalten
Denn wenn man das Dienstrad in Form eines Gehaltsextras erhält, dann bleiben efahrer.com zufolge auch die Sozialabgaben unangetastet und verringern sich nicht. Folglich fällt auch die Rente, bei der BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht jetzt einer Berufsgruppe an den Kragen will, nicht geringer aus.
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Wer Rentenverluste – auch wenn diese gering ausfallen – umgehen will, der sollte dementsprechend bei seinem Arbeitgeber nachhaken, um das Jobrad als Gehaltsextra abrechnen zu lassen. Insgesamt betrachtet schont man mit einem geleasten E-Bike neben der Umwelt aber in jedem Fall den Geldbeutel und ist zeitgleich noch gesünder unterwegs. Arbeitnehmer kommen laut efahrer.com bis zu 40 Prozent günstiger weg.