Nicht zu verachtendes Risiko

Rückruf von Reiswaffeln: Gift kann zu Leberschäden und sogar Krebs führen

Es gibt einen neuen Rückruf: Der betroffene Snack enthält ein Schimmelpilzgift, das nicht nur krebserregend ist, sondern auch genverändernd wirken kann.

Dortmund – Schon wieder ein Rückruf. Und schon wieder birgt der Verzehr des Produkts gesundheitliche Gefahren für den Verbraucher. Dieses Mal ist ein Snack betroffen.

GiftAflatoxine (Mykotoxine)
ArtSchimmelpilzgift
VorkommenNüsse, Reis, getrockenteete Früchte, Mais, u.v.m.

Snack-Rückruf: Enthaltenes Gift kann zu Leberschäden und sogar Krebs führen

Zwar handelt es sich nicht – wie zuletzt häufiger – um einen Chips-Rückruf. Dieses Mal werden Reiswaffeln der Marke Lima vom Hersteller Hain Celestial Group, Inc. zurückbeordert. Sie können ein Schimmelpilzgift enthalten.

Der Hersteller warnt vor einem „möglichen Risiko für Verbraucher“. Der Grund: Einige Reiswaffeln gelten aufgrund der hohen Aflatoxingehalte im Rohmaterial Reis als verdächtig. Aflatoxine sind Schimmelpilzgifte, sogenannte Mykotoxine (mehr Rückrufe und Warnungen bei RUHR24).

Snack-Rückruf von Reiswaffeln: Aflatoxine in einer Charge nachgewiesen

Betroffen sind die „Lima Reiswaffeln Dünn 130 g“. Die Marke wird in verschiedenen Bio-Läden verkauft, unter anderem bei Reformhaus. Lediglich die Charge mit der Losnummer R22182B und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 02. Juli 2023 ist vom Rückruf betroffen:

  • Produkt: Lima Reiswaffeln Dünn 130 g
  • Hersteller: Hain Celestial Group, Inc.
  • Losnummer: R22182B
  • Mindesthaltbarkeitsdatum: 02. Juli 2023

Rückruf wegen Aflatoxinen in Reiswaffeln: So sollen sich Käufer verhalten

Der Hersteller teilt mit, dass die betroffenen Produkte bereits aus dem Verkauf genommen worden seien. Wer die Reiswaffeln zuvor schon gekauft hat, kann sie an der jeweiligen Verkaufsstelle auch ohne Vorlage des Kassenbons zurückgeben.

Aflatoxine entstehen durch einen vor oder nach der Ernte auftretenden Pilzbefall. Häufig treten sie bei Nüssen, Mais, Reis oder ähnlichen Lebensmitteln auf.

Reiswaffeln werden zurückgerufen. Ein Gift wurde nachgewiesen.

Reiswaffel-Rückruf: Gift ist krebserregend und kann zu Leberschäden führen

Aflatoxine sind nachweislich genotoxisch und karzinogen. Heißt, sie können eine „reversible oder irreversible Schädigung des Erbguts“ verursachen und sind krebserregend, wie der Warenprüfkonzern SGS Analytics die Fachbegriffe erklärt. Aflatoxine greifen oft die Leber an und können zu Leberschäden oder Leberkrebs führen.

Die am häufigsten auftretende Variante in Lebensmitteln ist Aflatoxin B1. Sie zählt auch zu den giftigsten Aflatoxinen. Erst kürzlich wurde das Gift auch in Nüssen im Supermarkt nachgewiesen. Um welche Variante des Gifts es sich bei den vom Rückruf betroffenen Reiswaffeln handelt, ist nicht bekannt.

Rubriklistenbild: © Niehoff/Imago; Westend61/Imago; Collage:RUHR24

Mehr zum Thema