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Öko-Test prüft Reiswaffeln und findet giftiges Arsen – und einmal „sehr gut“

Knusprig und luftig – so schmecken Reiswaffeln Kindern und Erwachsenen. Doch neben den angegebenen Zutaten können laut Öko-Test Schadstoffe enthalten sein.

Deutschland – Vor allem bei Kleinkindern und Schülern als Alternative zum Brot sind die runden Snacks beliebt. Schließlich lassen sie sich sowohl mit Schokocreme bestreichen als auch mit Käse oder Obst belegen. Doch mit den Reiswaffeln nehmen die Sprösslinge auch zahlreiche Schadstoffe zu sich, wie die schockierenden Ergebnisse von Öko-Test zeigen.

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VerlagÖko-Test Verlag GmbH & Co. KG (Deutschland)
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Reiswaffeln bei Öko-Test: Experten finden zahlreiche Schadstoffe in Snack

Schon für die ganz jungen Familienmitglieder gibt es Reiswaffeln – bunte Gesichter auf Früchten lachen auf der Verpackung und verlocken die Eltern nicht selten zum Kauf. Doch dabei ist Vorsicht geboten. Bei den Untersuchungen von Öko-Test wiesen die meisten Produkte zu große Mengen an Schadstoffen auf.

Unter die Lupe genommen wurden reguläre Produkte ohne zusätzlichen Geschmack, sowie Artikel speziell für Säuglinge und Kleinkinder, die meist einen süßlichen Fruchtgeschmack haben. Dabei kann lediglich ein Kinder-Produkt in den Untersuchungen überzeugen – dreimal hagelte es die Note „mangelhaft“ (weitere News zu Testberichten bei RUHR24).

Öko-Test untersucht Reiswaffeln: Eine Sorte schafft „sehr gut“

Immerhin eine Sorte schaffte es im Öko-Test zur Bestnote „sehr gut“. Bei den ohne Geschmack angebotenen Artikeln ist das Urteil noch drastischer: Acht Produkte erhielten „mangelhaft“ oder „ungenügend“, keines war besser als „befriedigend“. Und das ist nicht das erste Mal, dass Reiswaffeln aufgrund von Schadstoffen in der Kritik stehen.

Erst kürzlich ließ der Rückruf von Bio-Reiswaffeln aus den Filialen von Rewe aufgrund von Gift die Verbraucher aufhorchen. Nun folgt die nächste Ernüchterung. Denn auch bei anderen Marken und Sorten sind giftige Stoffe enthalten. Ein Problem, das es schon seit mehreren Jahren gibt: Arsen.

Das giftige Halbmetall entsteht bei der Gewinnung von Kupfer und Blei und sickert dann in den Boden und das Grundwasser. Auch in Schädlingsbekämpfungsmitteln, wie Rattengift, ist Arsen enthalten.

Öko-Test findet Arsen in Reiswaffeln – Verzehr kann schlimme Folgen haben

Gelangt sogenanntes anorganisches Arsen durch Reiswaffeln in den Körper von Kindern, kann etwa das Gehirn Schaden nehmen. Zudem steht das Halbmetall auch im Verdacht, Krebs auszulösen. Ist die aufgenommene Menge innerhalb von kurzer Zeit zu hoch, kann sogar eine Arsenvergiftung die Folge sein, die tödlich enden kann. Und die Experten von Öko-Test haben nach der Überprüfung von Nutella nun auch bei Reiswaffeln Mineralölbestandteile und andere Schadstoffe gefunden.

So haben die Tester selbst bei einigen Bio-Produkten für Erwachsene Cadmium oder auch Acrylamid festgestellt. Dazu gehören die „Naturgut Bio Reiswaffeln ohne Salzzugabe“ von Discounter Penny, die „Bio Sonne Bio-Reiswaffeln mit Meersalz“ von Norma und die „Reiswaffeln Natur“ von Bio Zentrale.

Reiswaffeln lassen sich wie Brot belegen, doch der Snack enthält oft Schadstoffe.

Bei den Artikeln „Naturgut Bio Reiswaffeln ohne Salzzugabe“ und den „Dennree Reiswaffeln ungesalzen, Bio“ wurde das Schimmelpilzgift Aflatoxin B1 nachgewiesen, das das Erbgut schädigen kann. Allerdings handele es sich in den Produkten nicht um „akut giftige Konzentrationen“. Alle Testergebnisse gibt es bei Öko-Test (Bezahlartikel).

Schadstoffe in Reiswaffeln entdeckt – Öko-Test warnt vor zu häufigem Verzehr

Der größte Verlierer ist die Sorte „Reiswaffeln ohne Salzzusatz, Bio“ der Marke Lima. Dort fanden die Experten einen Cocktail an Schadstoffen bestehend aus Cadmium, Acrylamid, Blei und Arsen. Bei mehreren Artikeln waren zudem Spuren von Mineralölbestandteilen zu finden. Lima hat derzeit auch einen Rückruf der Reiswaffeln veranlasst. Ob der Öko-Test den Anlass dazu gab, ist jedoch nicht bekannt.

Rubriklistenbild: © J. Pfeiffer/imageBROKER/Imago

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