Gefahr für Kunden

Rückruf von Reis: Gesundheitsgefahr durch krebserregenden Schimmelpilz

Basmatireis Reis
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Wegen eines Giftes muss der Reis eines schleswig-holsteinischen Unternehmens zurückgerufen werden.

In einem aktuellen Rückruf warnt eine Naturkost-Firma vor Basmatireis, der in Deutschland verkauft wurde. Der Reis kann Schäden bei Organen hervorrufen.

Kaltenkirchen/Schleswig-Holstein – Der Grund für den Rückruf des Basmatireises ist schockierend. Denn in dem Reis ist ein giftiger Inhaltsstoff enthalten, der bleibende Schäden an Organen verursachen kann.

UnternehmenC.F. Grell Nachf. Naturkost GmbH & Co. KG
OrtKaltenkirchen
ProdukteBasmatireis, Trockenfrüchte, etc.

Grenzwert von Gift überschritten: Basmatireis zurückgerufen

Bei dem Reis handelt es sich um den Basmatireis des schleswig-holsteinischen Unternehmen „Grell Nachf. Naturkost“. Grund dafür ist die Grenzüberschreitung eines Giftes im Reis (weitere Rückrufe und Warnungen bei RUHR24.de).

In dem Basmatireis wurde eine höhere Menge an Aflatoxinen gefunden. Das berichtet das Bundesportal lebensmittelwarnung.de. Sie gelten als eines der stärksten Gifte der Natur und gehören zu der Gruppe der Schimmelpilzgifte. Das Bundesamt für Risikobewertung beschreibt das Gift als „Stoffwechselprodukte, die von verschiedenen Schimmelpilzen wie Aspergillus flavus und Aspergillus parasiticus gebildet werden.“ 

Rückruf von Reis: Schimmelpilz befällt Naturprodukte

Solche Schimmelpilze können bei naturbelassenen Produkten häufig vorkommen, da sie nicht behandelt wurden. Besonders Trockenfrüchte, Pistazien, Nüsse, Erdnüsse und Maiskörner werden von den Pilzen befallen. Aber nicht nur auf dem Feld kommt es vor, dass das Produkt befallen wird.

Auch bei der Lagerung kann es zu der Bildung des Schimmelpilzes kommen. Jedoch passiert es eher selten, dass in Deutschland Produkte von dem Pilz befallen werden. Wie es letztendlich zu dem Befall und der Grenzüberschreitung des Giftes bei dem Basmatireis kommen konnte, ist nicht bekannt. Das berichtet auch merkur.de*.

Langfristige Schäden: Reis mit Gift wird zurückgerufen

Das Gift kann langfristige und gesundheitliche Schäden in der Niere, Leber und auch bei ungeborenen Kindern hervorrufen. Das Bundesamt für Risikobewertung schreibt zu dem Gift des Schimmelpilzes: „Sie weisen ein hohes krebserzeugendes Potenzial auf. Bei oraler Aufnahme können sie in höheren Konzentrationen in erster Linie Nieren, Leber und das ungeborene Leben schädigen. Außerdem können Aflatoxine das Erbgut schädigen, das heißt sie wirken genotoxisch.“ 

Deshalb wird dringend vom Verzehr der betroffenen Produkte abgeraten, da es zu gesundheitsbedrohlichen Zuständen kommen kann. Betroffen ist der braune Basmatireis der Firma „Grell“. Das sind die Eckdaten zu dem betroffenen Produkt:

  • „Basmatireis, echter Basmatireis, braun“
  • 500-Gramm-Beutel
  • Mindesthaltbarkeitsdatum: 15. November 2021
  • Los-Kennzeichnungen: 901584, 901665 und 901722

Bundesweiter Rückruf: Reis enthält Gift

Besonders betroffen sollen die fünf Bundesländer Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein gewesen sein. Da das Unternehmen Grell jedoch auch einen Online-Shop hat, kann der Reis auch in anderen Bundesländern im Umlauf sein.

Das betroffene Produkt wurde bereits aus dem Verkauf zurückgezogen. Verbraucher, die den Basmatireis bereits gekauft haben, können das Produkt im Geschäft zurückgeben. Der Kaufpreis sollte in der Regel erstattet werden.

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks