Lebensmittel mit Arsen belastet

Achtung, krebserregend: Reis richtig kochen – was viele falsch machen

Reis: lecker, sättigend – und mit Arsen belastet. Es muss zwar nicht auf das Getreide verzichtet werden, doch es kommt es auf die Zubereitung an.

Dortmund – Eigentlich ist es doch ganz einfach: Wasser und Reis in einem Topf aufkochen, warten, fertig. Zwar ist der Reis dann fertig gekocht, aber nicht gesund, denn in den Körnchen verbergen sich krebserregende Stoffe, die weder durch Kochen noch abwaschen, entfernt werden können. Mit einem Trick wird der Reis-Genuss sicher.

GetreideReis
Pflanzenarten (unter anderem)Oryza sativa und Oryza glaberrima
NährstoffeEiweiß, Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe

Gefahr im Korn: Reis häufig mit krebserregendem Arsen belastet

Kulinarisch betrachtet gehören natürlich auch Faktoren wie Zeit und Wassermenge zur perfekten Zubereitung von Reis. Medizinisch und wissenschaftlich betrachtet, sollte jedoch unbedingt noch ein weiterer Faktor beachtet werden: Mit welcher Methode bekomme ich das Arsen aus dem Reis?

In den vergangenen Jahren haben mehrere Studien und Berichte ergeben, dass sich Arsen-Rückstände in Reis befinden, wie das Verbraucherportal Utopia berichtet. Arsen ist ein natürliches Halbmetall, das im Boden vorkommt. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) hat Arsen als krebserregend für den Menschen eingestuft. Auch andere Lebensmittel können mit Arsen belastet sein, wie etwa Nori-Blätter in Sushi oder Brot, allerdings ist Reis besonders davon betroffen. Während des Reisanbaus werden die Felder geflutet, so kann sich das gefährliche Arsen aus dem Boden lösen und in den Reis übergehen.

Arsen im Reis: Naturreis und Parboiled Reis besonders betroffen – waschen allein reicht nicht

Zwar gehört Reis zu den Grundnahrungsmitteln, allerdings sollte er aufgrund der Arsenbelastung nicht jeden Tag auf dem Speiseplan stehen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung betont zwar, dass Reis viele wichtige Nährstoffe wie Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe enthält. Allerdings weist es auch darauf hin, dass Verbraucher und Verbraucherinnen die Getreidearten nach Möglichkeit variieren sollten. Auch kann einfach mal die Reissorte gewechselt werden. Denn: besonders seien laut Utopia Naturreis und Parboiled Reis betroffen.

Also muss nicht auf die leckere Reismahlzeit verzichtet werden, allerdings sollten Verbraucher und Verbraucherinnen bestimmte Maßnahmen ergreifen, damit der Reis-Genuss wirklich sicher und gesund ist. Dass Reis vor dem Kochen gewaschen werden sollte, dürfe bekannt sein, immerhin findet dieser Zubereitungsschritt in einigen Rezepten Erwähnung. Doch das allein reicht nicht aus. Um möglichst viel Arsen aus dem Reis herauszuwaschen, sollte das Getreide eingeweicht werden – und das für einige Stunden.

Reis kochen und Arsen ausspülen: So geht es richtig und sicher

Um herauszufinden, wie man den sichersten und gesündesten Reis zubereiten kann, haben Forscher sogar eine Studie durchgeführt, wie Utopia berichtet. Demnach reicht das Waschen allen nicht aus – dabei wird nur etwas Arsen aus dem Reis gelöst. Indem der Reis für mehrere Stunden – am besten über Nacht – eingeweicht wird, lässt sich der Arsengehalt noch mehr reduzieren (mehr Lifehacks bei RUHR24.de).

Es muss nicht ganz auf Reis verzichtet werden – allerdings sollte das Getreide gut gewaschen und am besten auch eingeweicht werden.

Anschließend sollte der Reis gründlich gewaschen werden, solange bis das Wasser klar ist. Dann könne der Reis laut Studie gekocht werden, allerdings bitte in ausreichend Wasser. Die besten Ergebnisse seien bei einem Wasser-Reis-Verhältnis von 12:1 erzielt worden. Mit diesem Vorgehen könne bis zu 80 Prozent des Arsens ausgespült werden.

Utopia weist allerdings darauf hin, dass bei dieser Methode relativ viel Wasser verbraucht wird, und empfiehlt daher ein Verhältnis von Wasser zu Reis von 5:1 – das würde einen guten Kompromiss darstellen und immer noch genügend Arsen aus dem Reis waschen. Nach der Kochzeit kann das überflüssige Wasser abgegossen werden.

Rubriklistenbild: © Alex Hofford/dpa; Collage: RUHR24

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