Vielseitig nutzbar

Geld sparen mit Regenwasser: Tipps, wie man Regen im Garten und auf dem Balkon sammeln kann

Nicht nur in einem Garten, auch auf dem Balkon kann man Regenwasser sammeln und sinnvoll nutzen. 
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Nicht nur in einem Garten, auch auf dem Balkon kann man Regenwasser sammeln und sinnvoll nutzen. 

Beim Regen sollte man nicht nur Trübsal blasen, sondern die Wetterlage nutzen. Regenwasser kann im Sommer noch für Balkon und Garten nützlich sein. 

  • Wer Regenwasser sammelt, tut seinen Pflanzen etwas Gutes und kann Geld dabei sparen.
  • Dabei gibt es verschiedene Methoden.
  • Beispielsweise eignet sich eine Wetterplane, um das Wasser auf dem Balkon zu sammeln.

NRW - Der Sommer verläuft in diesem Jahr wettertechnisch für viele noch nicht, wie erhofft. Doch auch der Regen kann genutzt werden: Wer das Regenwasser von oben im Garten oder auf dem Balkon sammelt, profitiert an heißeren Tagen davon und spart auch noch Geld dabei.

Chemische Verbindung

Wasser

Dichte

997 kg/m³

Formel

H²O

Siedepunkt

100 °C

Regenwasser für Balkon und Garten sammeln hat viele Vorteile

Doch nicht nur die Tatsache, dass weniger Wasser aus der Leitung benötigt wird, wenn man den Regen im Garten oder auf dem Balkon einfängt ist praktisch, wie Focus berichtet. Regenwasser hat noch weitere Vorteile. So finden sich darin von Natur aus weniger Kalkrückstände, als im Leistungswasser.

Viele Pflanzen vertragen Kalk nicht und können langfristig darunter leiden. Da der Härtegrad von Regenwasser milder ist, tut man auch seinen Pflanzen etwas Gutes. Sowohl denen, die draußen blühen, als auch den Zimmerpflanzen. Gerade wenn die Temperaturen wieder steigen, gibt es aber noch andere Dinge, die man beim Gießen beachten sollte.

Regenwasser für Balkon und Garten sammeln: Eine Frage der Technik

Um das Regenwasser aufzufangen, gibt es sowohl im Garten als auch auf dem Balkon mehrere Möglichkeiten. Die wohl bekannteste Sammelstelle für die wertvolle Flüssigkeit ist eine Regentonne, die meist über ein Rohr mit dem Wasser volllaufen kann. Eine direkte Alternative hierzu ist für viele der Wassertank oder das Regenfass, welche ein größeres Fassungsvermögen besitzen.

Doch auch wer keinen Garten und demnach kaum Platz für eine Regentonne hat, kann das Regenwasser sammeln und nutzen. Auf einem Balkon ohne Dach lässt sich durch eine Wetterplane sowie, ein sogenanntes Weithalsfass (in verschiedenen Größen erhältlich) ein Regensammler bauen. Allerdings sollte die Traglast des Balkons dabei beachtet werden (mehr Service-Artikel auf RUHR24.de).

Kein Garten? Regenwasser kann man auch auf einem Balkon sammeln

Und so klappt Regenwasser sammeln auch ohne Garten: Für einen Regensammler sollte die Plane mithilfe von Balkonmöbeln, Türgriffen oder anderen Vorrichtungen auf dem Balkon gespannt werden. Etwa in der Mitte der Plane wird dann ein Gewicht, etwa ein Stein, aufgelegt und darunter ein kleines Loch geöffnet. Hierdurch soll das Wasser in das darunter stehende Weithalsfass laufen.

Der Vorteil dieses Regensammlers für den Balkon: Er lässt sich je nach Wetterlage zügig auf- und abbauen und nimmt nur wenig Platz weg, wenn er verstaut werden muss. Doch auch wer ein Dach über seinen Balkon hat, kann Regenwasser sammeln.

Wer Regenwasser sammelt, kann davon vielseitig profitieren. Nicht nur im Garten ist das möglich, sondern auch auf dem Balkon.

Regenwasser sammeln: Sowohl auf dem Balkon als auch im Garten möglich

Diese Variante ist allerdings beim Auf- und Abbau mit mehr Aufwand verbunden. Hierzu wird ein Trichter an dem jeweiligen Regenfass mit einem Schlauch verbunden. Der Trichter muss dann außerhalb des Dachs platziert werden, etwa mithilfe eines Teleskopstabs.

Das gesammelte Regenwasser kann auch direkt auf dem Balkon sinnvoll verwertet werden. Wer keine Zierpflanzen hat, sondern das Grün gerne nutzt, kann auch auf dem Balkon Gemüse und Kräuter anpflanzen. Für die wenigstens Sorten braucht es extra einen Garten.

Video: Balkon: Grünoase statt Betonwüste

Im Garten und auf dem Balkon: Regenwasser ist nachhaltig und kann eine Menge Geld sparen

Eine Variante kommt allerdings wirklich nur für alle mit Garten infrage: Die Zisterne ist die teuerste, aber gleichzeitig auch vielseitigste Methode, um Regenwasser zu sammeln und zu nutzen. Der Wassertank wird in die Erde gesetzt und über Leitungen mit Wasser gefüllt.

Er ist für einen sehr großen Wasserbedarf gedacht und eignet sich vor allem dann, wenn das Regenwasser auch im Haushalt (beispielsweise zum Wäsche waschen oder für die Klospülung) verwendet werden soll. Dazu braucht es allerdings eine Hauswasserwerkanlage, deren Anschluss ebenfalls mit Aufwand verbunden ist. Diese Methode ist also eher sinnvoll, wenn ein Haus sowieso saniert oder gar erst gebaut wird.