Brandgefahr

Rauchmelder prüfen: Regelmäßiger Check kann Leben retten

Rauchmelder müssen regelmäßig auf ihre Funktionalität überprüft werden. Dank fünf einfacher Schritte wird der Rauchmelder-Check zum Kinderspiel.

NRW – Rauchmelder können Leben retten! Deshalb ist es sehr wichtig, regelmäßig den Zustand der in der Wohnung oder im Haus verteilten Rauchmelder, fachlich korrekt als „Rauchwarnmelder“ bezeichnet, zu überprüfen und sie gegebenenfalls auszutauschen. So einfach geht der Rauchmelder-Check (mehr Service auf RUHR24).

Automatische BrandmelderRauch-, Flammen-, Wärme-, Brandgasmelder etc.
FunktionFrühzeitig vor Bränden im Entstehungsprozess warnen
Rauchmelderpflicht seit 22. Juli 2013 (In NRW seit April 2013)

Rauchmelder: Zwei Drittel aller Brandopfer werden im Schlaf überrascht

Wie das Feuerwehrmagazin berichtet, wurde eine Initiative mit dem Slogan „Rauchmelder retten Leben“ im Jahr 2000 gegründet, um die Zahl von Brandopfern zu minimieren. Betrieben wird die Initiative vom Forum Brandrauchprävention e.V.

Die Notwendigkeit der Initiative und der Arbeit des Vereins wird deutlich, wenn man sich eine erschreckende Statistik vor Augen führt: Allein zwei Drittel aller Opfer werden im Schlaf von einem Feuer überrascht.

Rauchmelder: Initiative „Rauchmelder retten Leben“ trägt zur Sicherheit bei

Die Arbeit der letzten zwanzig Jahre hat Früchte getragen. Schließlich habe sich die Anzahl der Brandtoten laut eigener Aussage „seit Beginn der Aufklärungsarbeit der Initiative im Jahr 2000 halbiert.“

Außerdem wurde in allen Bundesländern eine Rauchmelder-Gesetzgebung eingeführt. In NRW besteht seit April 2013 in allen neu gebauten Wohnungen die Pflicht, Rauchmelder in Schlafräumen, Kinderzimmern und Fluren, die als Rettungswege dienen, anzubringen. Somit ist jeder Vermieter in Deutschland (Ausnahme Sachsen, Stand 2021) dazu verpflichtet, das Objekt mit Rauchmeldern auszustatten.

Rauchmelder: Mindestens alle 12 Monate sollte ein Check erfolgen

Um Rauchmelder in der Europäischen Union überhaupt auf den Markt bringen zu dürfen, gelten strenge Regeln: Hersteller müssen die europäische Produktnorm „EN 14604“ befolgen und mit einer entsprechenden Leistungsbeschreibung sowie einer CE-Kennzeichnung versehen.

Um sich die routinemäßige Rauchmelder-Kontrolle zu vereinfachen, empfiehlt die Initiative, den Zeitpunkt und den Aufwand des Checks stets zu dokumentieren. Außerdem legt sie nahe, sich immer an die Herstellerangaben zu halten und die Rauchmelder mindestens „alle 12 Monate plus/minus 3 Monate“ zu prüfen. Chip.de empfiehlt sogar, „sämtliche Rauchmelder einmal im Monat zu überprüfen.“

Rauchmelder: Überprüfung in fünf Schritten ist kinderleicht

Rauchmelder können Leben retten.

Die Wartung an sich ist kinderleicht, dauert nur wenige Minuten und bedarf keiner besonderen Werkzeuge oder der Hilfe der Feuerwehr. Diese fünf Schritte sind zu befolgen:

  • 1. Den Rauchmelder über die Prüftaste testen (Funktions-Check): Sollte der Melder nach ein paar Sekunden keinen Signalton abgeben, ist die Funktion gestört. In diesem Fall muss die Batterie getauscht werden. Sollte auch das nichts bringen, muss der Rauchmelder ausgetauscht werden. Chip.de empfiehlt, den Testknopf „etwa alle sechs Monate“ auszulösen, „um die Batterieleistung zu überprüfen.“
  • 2. Den Rauchmelder generell auf Staub, Insekten oder sonstige Abdeckungen an den Raucheintrittsöffnungen prüfen (Geräte-Check): Verdreckte Rauchmelder können Fehlalarme auslösen, im schlimmsten Fall erkennen sie wegen verschmutzter Sensoren einen Brand nicht. Sollte der Melder stark verschmutzt oder beschädigt sein, muss er ausgetauscht werden. Nach 10 Jahren sollte dies in jedem Fall erfolgen.
  • 3. Die Umgebung des Rauchmelders auf Hindernisse überprüfen (Umgebungs-Check): Sollte er in einem Umkreis von 0,5 Metern von Wänden, Raumteilern oder sonstigen Einrichtungsgegenständen blockiert sein, müssen die Hindernisse entfernt werden.
  • 4. In Schlafzimmern müssen Rauchmelder vorhanden sein (Raum-Check)! In einem kurzen Rundgang sollte daher viertens gecheckt werden, ob Kinder-, Schlaf- und Gästezimmer entsprechen ausgestattet sind.
  • 5. Weisen die Rauchmelder nicht das Zeichen „Q“, laut Hekatron Brandschutz ein „unabhängiges Qualitätszeichen für hochwertige Rauchmelder mit geprüfter Langlebigkeit und höherer Sicherheit vor Fehlalarmen“, auf, müssen die Wechselbatterien in der Regel nach den Angaben des Herstellers ausgetauscht werden.
  • Sofern das Qualitätszeichen „Q“ vorhanden ist, besitzt der Rauchmelder eine fest eingebaute 10-Jahres Batterie, in der Regel handelt es sich dabei um Modelle mit einer Lithiumbatterie. Sollte der Melder nach einiger Zeit eine Störungsmeldung, bzw. einen Signalton abgeben, muss er sofort ausgetauscht werden!

Sofern beim Rundgang durch die einzelnen Zimmer verdreckte Geräte entdeckt werden, eignet sich zur Schmutzbeseitigung ein feuchtes Tuch ohne Reinigungsmittel. Auf gar keinen Fall sollte der Rauchmelder dabei geöffnet werden!

Rubriklistenbild: © Sven Simon/Imago

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