Aufruf zum Entfernen

Gefährliche Pflanze breitet sich in Deutschland aus – sie sieht Nutzpflanze ähnlich

Ein invasives Kraut breitet sich auf Deutschlands Wiesen und Feldern aus. Es ist sogar essbar, für die Umwelt allerdings eine Bedrohung.

Dortmund – Manche Teile davon sind zwar koch- und essbar, allerdings ist das Kraut nicht ganz ungefährlich. Denn für die Umwelt in Deutschland stellt die invasive Pflanzenart eine Bedrohung dar.

PflanzeOrientalisches Zackenschötchen
Wissenschaftlicher NameBunias orientalis
VorkommenUrsprünglich Sibirien bis Ost- und Südosteuropa

Invasive Pflanze breitet sich in Deutschland aus: Bedrohung für heimisches Gewächs

Es verdrängt nicht nur den heimischen Raps – der häufig für Öl verwendet wird und dem Kraut aus der Ferne auch sehr ähnlich sieht – sondern auch den blauen Wiesensalbei, die Margerite und viele weitere heimische Pflanzen. Naturschützer sind alarmiert: Die Ausbreitung des orientalischen Zackenschötchens muss eingedämmt werden.

Naturschützer geben laut SWR an, dass jeder gemeinschaftlich zur Bekämpfung des orientalischen Zackenschötchens beitragen kann und soll: Landwirte, Straßenmeistereien, kommunale Bauhöfe und sogar private Garten-Besitzer – jeder kann das Kraut entfernen.

Orientalisches Zackenschötchen: Aufruf zum Kampf gegen diese Pflanze

Doch das ist gar nicht so einfach: Die Wurzel der Zackenschötchen kann bis zu zwei Meter lang werden und tief in die Erde reichen, wie echo24.de berichtet. „Die Biodiversität leidet, Böschungen und Flächen werden ökologisch wertlos“, so Armin Härting aus dem Naturschutzverein Grünsfeld.

Vollkommen loswerden soll man die Zackenschötchen wohl nicht mehr können, doch ihre Ausbreitung kann und muss eingeschränkt werden, damit sie keine anderen wichtigen Pflanzen oder gar Äcker mit Nutzpflanzen bewuchert und heimische Pflanzen verdrängt. Im 19. Jahrhundert ist das Gewächs in Deutschland sogar mal als Futterpflanze angebaut worden.

Das orientalische Zackenschötchen breitet sich in Deutschland immer weiter aus – mit fatalen Folgen.

Pflanze breitet sich aus – Flächen werden ökologisch wertlos

Zumindest die Blüten des orientalischen Zackenschötchens sind essbar und sollen sogar gesund sein. Empfohlen wird, die jungen geschlossenen Knospen zu pflücken und diese wie Brokkoli zuzubereiten. Die Pflanze soll tatsächlich auch ähnlich wie Brokkoli schmecken, allerdings einen leicht bitteren Beigeschmack haben.

Bei den steigenden Lebensmittelpreisen könnte der Snack aus dem Garten jedoch eine willkommene und vor allem kostengünstige Idee für das nächste Mittagessen sein.

Doch nicht nur invasive Pflanzenarten, sondern auch anhaltende Trockenheit und Hitze, wie es für den kommenden Sommer angekündigt wird, können den Agrarpflanzen schaden. Auch starke Unwetter und Hochwasser sind für manch eine Ernte problematisch.

Rubriklistenbild: © Imagebroker/Imago

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