Wie lange haltbar?

Räucherlachs einfrieren: So wird der Fisch im Gefrierfach nicht zur Keimschleuder

Kann man Räucherlachs einfrieren? Und wenn ja, muss man dabei etwas beachten? RUHR24 kennt die Antwort.

Dortmund – Wenn es mal etwas Besonderes sein darf, landet bei vielen Menschen Räucherlachs auf dem Teller. Vor allem an Weihnachten und Silvester hat der Kauf der Fisch-Delikatesse Hochkonjunktur. Aufgrund von Sparangeboten im Supermarkt oder aus Sorge, manch einer der Festtags-Gäste könnte nichts mehr vom Lachs abbekommen, neigt man dazu, zu viel Fisch zu kaufen. Im Anschluss stellt sich dann die Frage: Kann man Räucherlachs einfrieren?

ZubereitungRäucherlachs oder auch Graved Lachs
Nährwerte pro 100 Gramm4,3 Gramm Fett, 18 Gramm Eiweiß und 117 Kalorien
AufbewahrungUngeöffnet knapp zwei Wochen ab der Herstellung im Kühlschrank (4 bis 6 Grad) haltbar

Räucherlachs einfrieren? Am besten ungeöffnet und in der Originalverpackung

Die kurze Antwort lautet: Ja! Wer nicht noch tagelang nach dem Festessen Lachs essen will, kann den Fisch kurzerhand in die Tiefkühltruhe packen, um ihn dann für die nächste festliche Gelegenheit wieder aufzutauen. Was einfach klingt, birgt allerdings doch das ein oder andere Detail, was man beim Einfrieren von Räucherlachs beachten sollte.

Zunächst gilt: Räucherlachs sollte möglichst frisch eingefroren werden. Das heißt, im Idealfall landet der Fisch noch in der Originalverpackung in der Gefriertruhe. Und das am besten ungeöffnet. Aber: Ist die Packung Räucherlachs noch verschlossen, ist der Fisch in der Regel auch bis zu zwei Wochen nach der Herstellung im Kühlschrank bei Temperaturen zwischen 4 und 6 Grad haltbar.

Räucherlachs einfrieren ist möglich – allerdings muss man diese Details beachten

Das Problem: Ist die Packung Räucherlachs erst einmal geöffnet, können sich schnell Keime bilden und vermehren. Wie das Bundesamt für Verbrauchersicherheit und Lebensmittelsicherheit angibt, sollte Lachs daher möglichst schnell verzehrt werden – am besten schon einige Tage vor Ablauf des Verbrauchs­datums und spätestens einen Tag nachdem man die Packung geöffnet hat.

Wer die Packung schon geöffnet hat, kann aber zur Not auf einen Lifehack zurückgreifen, um den Räucherlachs doch noch einzufrieren. Am besten man verpackt den Fisch wieder möglichst luftdicht, rät Öko-Test, um Gefrierbrand zu vermeiden. Dafür nutzt man entweder einen Zip-Beutel oder man schweißt den Lachs ein – das geht allerdings nur mit einem entsprechenden Gerät, einem sogenannten Vakuumierer.

Ist die Packung erst einmal geöffnet, sollte Räucherlachs schnell gegessen oder eingefroren werden.

Die optimale Temperatur für den Lachs in der Tiefkühltruhe liegt übrigens bei Minus 18 Grad. Das ist allerdings die Standard-Temperatur, die bei den meisten Gefrierschränken ohnehin eingestellt ist. Wärmer sollte die Temperatur nicht sein – das ist nicht nur für Lachs ungünstig, sondern auch für alle anderen Lebensmittel, die man einfrieren möchte. Es lohnt sich daher, die Temperatur im Gefrierschrank regelmäßig zu überprüfen, um die Haltbarkeit der tiefgekühlten Lebensmittel zu garantieren.

Lachs einfrieren: Wie lange ist Räucherlachs in der Gefriertruhe haltbar?

Liegt der Räucherlachs erst einmal in der Gefriertruhe, kann er dort laut Öko-Test auch problemlos drei bis vier Monate lang bleiben. Danach büßt der Fisch allerdings deutlich an Qualität und Geschmack ein. Auch wenn man den Lachs wieder auftaut, sollte er nicht mehr unbedingt auf dem Frühstücksbuffet landen.

War Räucherlachs einmal gefroren, eignet er sich besser für die Verwendung in warmen Speisen anstatt für den rohen Verzehr. Aber auch Pasta mit einer Lachs-Sahnesoße kann eine echte Delikatesse sein. Alternativ lohnt sich auch der Blick auf ein Rezept für eine Lachsquiche. Was auch immer man mit dem aufgetauten Räucherlachs anstellt, erneut einfrieren sollte man ihn aufgrund der veränderten Oberfläche definitiv nicht mehr.

Rubriklistenbild: © Joël Saget/ AFP

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