Beliebtes Silvester-Gericht

Raclettekäse einfrieren: Bei blödem Fehler kann Gefrierbrand entstehen

Raclette gehört für viele von uns zu einem gelungenen Silvesterabend unbedingt dazu. Käsereste, die danach übrig bleiben, lassen sich einfrieren – allerdings gibt es einiges zu beachten.

Deutschland – Die meisten von uns kennen das: Nach einem geselligen Raclette-Abend bleiben zu viele Reste übrig, um sie in den Tagen danach aufzubrauchen. Einiges davon lässt sich durch Einfrieren haltbar machen und aufbewahren – so auch der Raclettekäse. Wer Käse in der Gefriertruhe aufbewahren möchte, sollte aber gängige Fehler vermeiden – sonst droht beim Auftauen eine böse Überraschung, weiß RUHR24*.

GerichtRaclette
UrsprungSchweiz
beliebte ZutatenRaclettekäse, Fleisch, Kartoffeln, Schinken, sauer Eingelegtes wie Gürkchen oder Silberzwiebeln

Raclettekäse nach dem Silvesteressen einfrieren – diese Sorten eignen sich

Grundsätzlich gilt beim Einfrieren von Käse: Je höher ihr Wassergehalt, desto schlechter ist eine Käsesorte dafür geeignet. Denn wie Öko-Test erklärt, kristallisiert das Wasser in der Tiefkühltruhe und der Käse wird schmierig. Weichkäse eignet sich gar nicht – Sorten wie Camembert oder Brie werden matschig.

Nur bedingt geeignet sind auch Hartkäse wie Parmesan, der bröckelig werden kann, sowie Frischkäse, der beim Auftauen flockig wird. Schnittkäse mit einem hohen Fettgehalt wie Gouda, Emmentaler oder Edamer lässt sich hingegen gut einfrieren. Ebenso auch Cheddar und Raclettekäse. Da er nach dem Auftauen beim nächsten Raclette erhitzt wird, eignet sich Raclettekäse sogar besonders gut zum Aufbewahren in der Tiefkühltruhe.

Raclettekäse einfrieren – das ist zu beachten

Wer für das Silvester-Essen mal wieder viel zu viel eingekauft hat und den Raclettekäse später einfrieren will, sollte aber Folgendes beachten:

  • Käse am besten am Stück einfrieren. Wer verzehrfertig geschnittene Scheiben einfrieren möchte, sollte sie mit Butterbrotpapier trennen, damit sie nicht zusammenkleben, rät Öko-Test.
  • Der Käse sollte in einem gefriergeeigneten und luftdichten Behälter aufbewahrt werden – andernfalls droht Gefrierbrand.
  • Auf dem Behälter das Einfrierdatum notieren, sodass erkennbar ist, wie lange der Raclettekäse bereits im Gefrierfach liegt.
  • Grundsätzlich sollte der Käse nicht erst kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums eingefroren werden.
  • Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) erklärt außerdem, dass Lebensmittel bei mindestens -18 Grad gelagert werden müssen.
  • Zum Auftauen sollte man die Lebensmittel dann in den Kühlschrank legen – und nicht bei Zimmertemperatur auftauen lassen.
  • Ganz wichtig laut BfR: Einmal Aufgetautes nicht wieder einfrieren.

Übrigens: Wer an Neujahr nicht nur Reste einfrieren möchte, sondern auch den fiesen Raclettegeruch loswerden will, findet hier gute Tipps* (weitere Lifehacks* auf RUHR24).

Raclettekäse: Wer ihn einfrieren möchte, muss einiges beachten (Symbolbild).

Raclettekäse: Böse Überraschung beim Auftauen vermeiden – so lange ist der Käse haltbar

Bis zum nächsten Silvester-Fest lässt sich eingefrorener Raclette-Käse natürlich nicht aufbewahren. Selbst ein Vierteljahr ist bereits zu lang. Fachgerecht eingefroren hält sich Raclettekäse laut Utopia lediglich rund zwei Monate.

Das Problem beim Käse-Einfrieren erklärt das Portal ich-liebe-kase.de wie folgt: Bereits ab einer Temperatur von 2 Grad werden die Milchsäurebakterien im Käse inaktiv. Da Käse aber grundsätzlich von der Herstellung bis zu seinem Verzehr reife, wirke sich das Einfrieren immer negativ auf den Geschmack und die Konsistenz des Käses aus.

Selbst Sorten, die sich gut für die Tiefkühltruhe eignen, sollten daher spätestens nach acht Wochen verzehrt werden. Wer länger wartet, riskiert beim Auftauen eine Überraschung: Der Raclettekäse hat seinen Geschmack verloren. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Patrick Seeger/ dpa

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