Plätzchen zu Weihnachten

Achtung: Wie viel Keksteig man beim Backen essen darf

Beim Plätzchen Backen sollte kein roher Teig genascht werden.
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Beim Plätzchen Backen sollte kein roher Teig genascht werden.

Wer beim Plätzchen backen gerne rohen Keksteig nascht, könnte seine Gesundheit gefährden.

NRW - Leckereien wie Plätzchen oder Lebkuchen zu backen, ist für viele Familien ein beliebtes Ritual, das sich vor allem in der Zeit vor Weihnachten großer Beliebtheit erfreut. Doch Naschkatzen sollten lieber aufpassen bei der Zubereitung.

Teig von Plätzchen roh naschen - Welche Zutaten gefährlich für die Gesundheit sind

Selbstgemachte Kekse oder Plätzchen zählen an den Feiertagen im Dezember zur Lieblingsnascherei. Mindestens genauso wie das Ausstechen und Verzieren gehört auch das gelegentliche Probieren vom rohen Teig für viele „Hobby-Bäcker“ dazu. Doch dabei ist Vorsicht geboten.

Je nach Zutaten vom Keksteig kann das übermäßige Naschen unschöne gesundheitliche Nebenwirkungen haben. Dabei ist vor allem ein Bestandteil gefährlich.

Besonders problematisch sind rohe Eier in der Masse. Durch sie besteht die Möglichkeit, an Salmonellen zu erkranken. Das ist besonders für Risikogruppen wie Schwangere und Kinder eine Gefahr. Salmonellen sind eine Gattung stäbchenförmiger Bakterienund können bei Verzehr unangenehmen Brechdurchfall auslösen.

Plätzchen backen und naschen: Welche Zutat neben Ei noch gefährlich ist

Dass die gefährlichen Bakterien ausgerechnet durch Eier übertragen werden, liegt daran, dass tierische Lebensmittel besonders empfindlich sind. Dadurch haben die Salmonellen bei ihnen einen guten Nährboden zum Wachsen.

Der Teig von Plätzchen sollte wegen einiger Zutaten nicht roh genascht werden.

Aber nicht nur Eier gehören zu den problematischen Zutaten, wenn es um das Naschen von Keksteig geht. Auch Mehl kann die Gesundheit beeinflussen. In dem Produkt können sich sogenannte Shigatoxin-bildende Escherichia coli (kurz: E-coli.-Bakterien) befinden, warnt die Verbraucherzentrale NRW online.

Teig von Plätzchen roh essen - langfristige Schäden der Gesundheit möglich

Dadurch kann das Naschen in der heimischen Weihnachtsbäckerei schnell schlimme Folgen für die Gesundheit haben. Anfängliche Magen-Darm-Beschwerden können sich sogar bei einem schweren Verlauf der Erkrankung zu Nierenversagen entwickeln.

Im Umgang mit Mehl ist es außerdem wichtig, dass andere Lebensmittel, die roh verzehrt werden, nicht in Kontakt damit kommen. So sollten nach dem Plätzchen ausstechen, die mit Mehl eingestäubten Utensilien und Arbeitsflächen gründlich gereinigt werden.

Wer auf die Zutat verzichten will, kann zu einer anderen Leckerei greifen. Klassische Elisenlebkuchen kommen ohne Mehl aus, allerdings gibt es bei der gekauften Variante der Lebkuchen aktuell einen großen Rückruf.

Lebkuchen kommen je nach Rezept ohne Mehl aus.

Hobby-Bäcker, die auf das Abschmecken trotzdem Wert legen, sollten den Teig der unfertigen Plätzchen nur in ganz geringen Mengen kosten, schreibt die Süddeutsche Zeitung (SZ) und beruft sich dabei auf die Deutsche Presseagentur (dpa).

Zuckerguss ohne Ei - die Alternative zum Plätzchen verzieren überrascht

Außerdem lassen sich auch in gewisser Weise Alternativen finden. So muss der Zuckerguss, der auch gerne als Kleber für Pfefferkuchenhäuser verwendet wird, nicht unbedingt mit Eischnee hergestellt werden. Ebenso gut soll laut der Verbraucherzentrale das abgetropfte Wasser von Kichererbsen funktionieren. Dies kann dann steif geschlagen und mit Puderzucker vermengt werden.

Im Video: Plätzchen nach dem Backen richtig lagern und aufbewahren

Neben der richtigen Zubereitung ist auch die Lagerung wichtig. Damit die Kekse nicht schnell verderben und möglichst lange haltbar sind, gibt es einiges zu beachten. Dazu gehört zum Beispiel, dass die fertig gebackenen Plätzchen in einer passenden Metalldose aufbewahrt werden.