Kurz vor Weihnachten

Warnung vor Keksen: Üble Keime in Plätzchen können krank machen

Zu Weihnachten sind Kekse oder Plätzchen ein Muss. Gerne wird beim Backen auch mal von dem rohen Teig genascht. Das ist keine gute Idee, warnt nun eine Behörde.

Dortmund – Lebkuchen, Glühwein und Plätzchen: Das ist das Beste an der Weihnachtszeit. Nun hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) allerdings für eine der Leckereien eine Warnung herausgegeben. In zahlreichen Produkten wurden Keime gefunden, die eine schwere Darmentzündung hervorrufen können.

BehördeBundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
Hauptsitz Braunschweig, Niedersachsen
Zuständig fürZulassungs- und Managementaufgaben im Bereich der Lebensmittelsicherheit

Bundesamt warnt vor Weihnachtsleckerei: Gefährliche Keime in rohem Teig entdeckt

Wer kennt es nicht: Wer Plätzchen oder Kekse backt, nascht zwischendurch schon mal etwas rohen Teig. Doch in rohem Teig schlummern gefährliche Bakterien und Keime. Das Bundesamt rät daher ab, Keks- oder Plätzchenteig zu naschen. Die Behörde warnt sogar regelrecht davor.

Der Hintergrund der Keksteig-Warnung: Lebensmittelkontrolleure haben in Weizenmehl krankmachende Bakterien nachgewiesen. Isst man den Teig roh, nimmt man die Keime ebenfalls zu sich und kann in Folge krank werden. Die Behörde spricht von einer schweren Darmentzündung, die durch den Verzehr von rohem Teig mit verunreinigtem Mehl auftreten kann.

Aber Plätzchen-Fans können aufatmen: Zwar sollte man auf die Leckerei von rohem Teig verzichten, beim Backen der Kekse werden allerdings alle möglichen Keime abgetötet. Die fertigen Plätzchen können also bedenkenlos geschlemmt werden.

Teig nicht roh essen: Bundesamt warnt vor krankmachender Gefahr im Mehl

Insgesamt wurden in 22 von 242 Mehl-Proben (9,1 Proznt) sogenannte STEC-Bakterien (Shiga-Toxin bildende E. coli) gefunden. Die Keime zählen neben VTEC ( Verotoxin-bildende E. coli) zu den krankmachenden Varianten der E.coli-Bakterien. Andere E.coli-Keime sind für den Menschen in der Regel unproblematisch, sie sind sogar natürlicher Bestandteil der menschlichen und tierischen Darmflora.

Häufig kommen die krankmachenden Keime aber in tierischen Lebensmitteln vor – nicht selten muss deshalb ein Produkt aus dem Verkauf genommen werden. Zuletzt gab es deshalb bei Rewe einen Rückruf von TK-Kräutern, zuvor waren mehrere Käse-Sorten mit STEC-Bakterien verunreinigt und es kam zum Rückruf.

Keksteig roh essen ist keine gute Idee. Das Bundesamt warnt.

Plätzchen backen: Warnung vor rohem Teig – er kann krank machen

Wie die Untersuchung des BVL aber nun zeigt, können die Keime aber eben auch in Mehl vorkommen. Das Problem: STEC-Keime bilden einen bestimmten Giftstoff, gelangt dieser in den Körper, kann das zu einer Darmentzündung führen.

Insbesondere für ältere oder immungeschwächte Menschen sowie kleine Kinder kann das dramatische Folgen haben. „Erst bei vollständiger Erhitzung im Backofen werden mögliche STEC-Bakterien im Mehl abgetötet; vorher sollten Sie Ihre Kinder nicht naschen lassen“, findet Friedel Cramer, Präsident des BVL, mahnende Worte.

Teig-Warnung: Bundesamt entdeckt krankmachende Keime im Mehl – mögliche Symptome

Im schlimmsten Fall kann das mit Nierenversagen enden, warnt die Behörde für Lebensmittelsicherheit weiter. Wer also in letzter Zeit rohen Teig genascht hat und danach mit Fieber und Magen-Darm-Problemen zu kämpfen hat, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen und diesen auf die mögliche Ursache von rohem Teig hinweisen.

Die Infektion ist auch deshalb besonders tückisch, weil sie erst bis zu sieben Tage nach Verzehr der potenziell verunreinigten Kekse auftreten kann. Das BVL gibt weiterhin den Tipp, beim Backen auf eine gute Küchenhygiene zu achten, um eine Übertragung der Erreger auf andere Lebensmittel zu verhindern.

Rubriklistenbild: © Paul Zinken/dpa, Collage: RUHR24

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