Achtung, Vergiftungsgefahr! Diese Pilze solltet ihr im Hebst auf gar keinen Fall sammeln

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Fliegenpilz im Wald. Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Derzeit ist Pilzsaison und während eines Spazierganges können unterschiedlichste Pilze entdeckt werden. Welche ihr ruhig sammeln könnt, erfahrt ihr hier:

Derzeit ist Pilzsaison und während eines Herbstspazierganges könnt ihr viele unterschiedliche Pilze entdecken. Aber welche könnt ihr einfach sammeln und zuhause verarbeiten?

  • Nur sammeln, wenn man zu 100 Prozent sicher ist.
  • Innerhalb von 24 Stunden verzehren.
  • Verwechslungsgefahr bei Speisepilzen und Giftpilzen.

Vorsicht - nicht alle Pilze sammeln!

Jeder Pilzsammler sollte ein gutes Bestimmungsbuch dabei haben. Bei einigen Speisepilzen besteht nämlich die Verwechslungsgefahr mit ähnlich aussehenden Giftpilzen.

Beim Pilze sammeln gibt es wichtige Regeln, die zu beachten sind:

  • Nur ernten, wenn man den Pilz zu 100 Prozent bestimmen kann.
  • Nur so viele Pilze sammeln, wie man verwerten kann.
  • Zu junge und alte Pilze stehen lassen.
  • Pilze nicht herausreißen, sondern herausdrehen oder mit einem scharfen Messer dicht über dem Boden abschneiden.
  • Die Pilze am Fundort reinigen.
  • Pilze in einem luftdurchlässigen Korb transportieren, in Plastiktüten können sie schnell verderben.

Alte und angefressene Exemplare sollten nicht gesammelt werden. Einfach stehen lassen, denn sie werfen weiterhin Sporen zur Vermehrung ab.

Nicht nur in Wäldern, sondern auch in Parks können Pilze gesammelt werden. Am Straßenrand wachsen außerdem auch viele Speisepilze, die sollten jedoch nicht verzehrt werden, da sie die Schadstoffe aufnehmen.

Das sollte beim Verzehr beachtet werden:

  • Kühl und trocken aufbewahren.
  • Innerhalb von 24 Stunden verzehren.
  • Keine rohen und selbstgesammelten Speisepilze essen.
  • Bei Symptomen wie Schweißausbrüche, Durchfall, Benommenheit sofort einen Arzt aufsuchen.

Speisepilze und ihre giftigen Doppelgänger

Ein Pilz mit Verwechslungsgefahr ist das Stockschwämmchen, der dem Gift-Häubling sehr ähnelt. Nur der Stiel unterscheidet die beiden Arten voneinander. Das Stockschwämmchen wächst oft in Büscheln.

Der Schopftintling hat keinen giftigen Doppelgänger. Bei ihm muss man jedoch beim Sammeln von alten Exemplaren vorsichtig sein. Sie lösen sich innerhalb weniger Stunden auf und sind dann ungenießbar.

Der Habichtspilz kommt in Fichtenwäldern vor. In Mitteleuropa ist er eher selten und kann schnell mit dem Gallen-Stacheling verwechselt werden. Der hat einen extrem bitteren Geschmack und eine graugrüne Stielbasis.

Mehr Informationen zu Speisepilzen findet ihr auf der Website der NABU.