Vorsicht geboten

Pilze richtig lagern: Typische Verpackung ist ein Schimmel-Brutkasten

Im Herbst ist Hochsaison für Pilze, jeglicher Art. Bei der Lagerung und dem Verzehr muss aber einiges beachtet werden.

Dortmund – Ob Champignons, Pfifferlinge oder auch Steinpilze: Die kleinen Schwammerl gehören im Herbst einfach dazu und sind echte Allrounder. Aber so beliebt sie sind, so empfindlich sind sie auch. Darum ist beim Kauf, der Lagerung und dem Verzehr Vorsicht geboten. Diese Tipps sollten beherzigt werden.

ArtPilz
Wissenschaftlicher Name Fungi
Menge verschiedener Spezies 3 bis 5 Millionen Spezies

Nur frische Pilze verzehren – Finger weg von alten Pilzen

Am wichtigsten ist die Frische der Pilze. Dabei ist es unwichtig, ob die Pilze selbst im Wald gesammelt oder im Discounter gekauft werden. Aber wie erkennt man überhaupt einen frischen Pilz?

Laut Öko-Test ist in Supermärkten kein einheitliches Haltbarkeitsdatum vorgeschrieben. Es gibt jedoch vier optische Erkennungsmerkmale für die Frische von Pilzen. „Ein prüfender Blick ist deshalb sehr wichtig“, erklärt Ernährungsexpertin Susanne Moritz von der Verbraucherzentrale Bayern gegenüber Öko-Test.

Frische Pilze erkennen – vier Merkmale deuten auf Haltbarkeit hin

Ein frischer Pilz sollte vor allem prall, fest und saftig sein. Druckstellen oder eine glitschige Oberfläche deuten darauf hin, dass der Pilz schon älter und leicht verdorben ist. Um einer Pilzvergiftung zu entgehen, ist auch der Stiel des Pilzes einen Blick wert.

Dieser ist im Idealfall nicht ausgetrocknet und weist auch keine dunklen Verfärbungen auf. Falls der Pilz von Schimmel oder gar Maden befallen ist, gehört er definitiv in den Abfall (mehr Lifehacks bei RUHR24).

Frische Pilze richtig lagern – wichtige Tipps zur Herbstspezialität

Neben den universell geltenden Erkennungsmerkmalen gibt es auch individuelle Kennzeichen für die Frische. Die beliebteste Pilzsorte ist der Champignon. Er muss trocken, frei von dunkelbraunen Stellen und das Stielende hell sein.

Ebenso hell wie der Stiel sollte das Innere und die Lamellen des Pilzes aussehen. Das ist beim Aufschneiden schnell zu erkennen. Pfifferlinge sind dagegen goldgelb. Sind sie braun, fleckig oder matschig, wird vom Verzehr abgeraten.

Ein oder mehrere frische Exemplare sind gefunden? Dann ist es wichtig diese Frische zu konservieren, denn Pilze verderben bei falscher Lagerung schnell. Die Pilze mögen es am liebsten schön kühl, luftig und trocken.

Pilze sind empfindlich und sollten kühl gelagert werden.

Pilze richtig lagern – Supermarkt-Verpackung ist keine gute Idee

Der Kühlschrank ist der perfekte Aufbewahrungsort. Im Supermarkt sind Pilze komplett verpackt, was jedoch sehr ungünstig ist. Denn befinden sich Pilze in einer geschlossenen Verpackung, bildet sich schnell Feuchtigkeit mit einhergehenden Schimmelpilzen.

Entweder greift man direkt zu der losen Variante oder befreit die Schwammerl aus dem Schimmel-Brutkasten. Eine offene Papiertüte oder ein Tuch eignet sich deutlich besser für die Lagerung.

Feuchtigkeit ist also schlecht für Pilze, daher sollten sie auch nicht neben Blattsalat liegen. Pilze ziehen die Feuchtigkeit nämlich auf. Um das erdige Aroma zu erhalten, sollte sie auch nur geputzt und nicht mit Wasser abgewaschen werden.

Pilze einfrieren und trocknen – das ist möglich, das sollte man unterlassen

Falls frische Pilze übrig bleiben, müssen sie nicht direkt in die Tonne wandern. Es ist auch möglich, sie für rund sechs Monate einzufrieren. Vorher lediglich putzen, schneiden, in Salzwasser blanchieren, mit kaltem Wasser abschrecken und abtrocknen. Wer seine Pilze noch länger verwahren will, der kann sie entweder fachgerecht im Backofen oder in einem speziellen Dörrautomaten trocknen. Danach sind sie rund ein Jahr haltbar.

Rubriklistenbild: © PantherMedia/Imago

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