Vorsicht vor Internetbetrug

Phishing-Mails und Ransomware: BKA warnt vor perfider Betrugsmasche

Phishing-Mails mit angehängter Schadsoftware sind gängige Betrugsmaschen im Internet. Ein aktueller Fall dokumentiert die Dreistigkeit der Betrüger.

NRW – Zuerst der Schreck, dann die Angst und am Ende ein panischer, unvorsichtiger Klick. Momentan kursieren Betrugs-Mails durch das Internet, die angebliche Vorladungen beim Bundeskriminalamt (BKA) enthalten. Ein Klick auf einen beigefügten Anhang kann fatale Folgen haben (mehr Warnungen auf RUHR24).

BundeskriminalamtEine dem Innenministerium nachgeordnete Bundesbehörde
HauptsitzWiesbaden
Gründung15. März 1951

Internetbetrug: Immer neue Strategien für Datenklau und Erpressungsmethoden

Phishing-Mails und Ransomware sind eine echte Gefahr für Internet-Nutzer. Insbesondere die Arbeit im Homeoffice erhöht die Gefahr von Cyber- und Phishing-Angriffen, denn die IT-Sicherheit sei hier laut dem Tüv-Verband häufig nicht ausreichend gewährleistet.

Betrüger denken sich immer wieder neue Methoden aus, um an die Daten ihrer Opfer zu gelangen und diese sogar zu erpressen. Die aktuelle Betrugsmasche via Whatsapp, in der Accounts von den Betrügern übernommen werden, ist nur eines von vielen Beispielen dafür.

Internetbetrug: Kriminelle geben sich als BKA-Mitarbeiter aus

Kriminelle scheinen beim Cyberbetrug immer dreister zu werden, die Hemmschwelle wird immer niedriger. Die aktuelle Methode, in der ahnungslose Internet-Nutzer E-Mails mit dem Absender „Generalsekretär des Bundeskriminalamtes“ erhalten, ist ein eindrucksvoller Beleg dafür.

Die darin enthaltene vermeintliche Vorladung beim BKA und die Bitte, die Behörde „so schnell wie möglich“ zu kontaktieren, soll das Opfer in Angst versetzen, gezielt wollen die Betrüger rationales und besonnenes Denken verhindern. Nichts Sehnlicheres wünschen sich die Kriminellen, als einen unbedachten Klick auf die angehängte PDF-Datei oder eine Antwort auf die Mail.

Internetbetrug: Installierte Ransomware führt zu Lösegeld-Forderungen

Denn dann schnappt die Falle zu, wie jüngst bei einem Cyber-Angriff in Bochum. Wie das echte BKA auf seiner Homepage erklärt, könne der Anhang Schadsoftware enthalten, die das genutzte Endgerät, das heißt das Handy, Tablet oder den Laptop infizieren. Das wäre dann die Grundlage, um weitere Straftaten zu begehen.

Phishing-Mails sind für Internetnutzer eine echte Gefahr.

Ein populäres Beispiel für derartigen Betrug ist die Versendung sogenannter Ransomware. Mithilfe dieser Datei, die laut einem Blogeintrag auf emisoft „in zahllosen Formaten (...), etwa als ZIP-Archiv, PDF, Word-Dokument oder Excel-Tabelle“ vorliegen kann, verschlüsseln die Angreifer das System und Dateien des Opfers. Anschließend wird zur Freigabe der Daten ein Lösegeld gefordert.

Internetbetrug: Auf Phishing-Mails sollten Internetnutzer niemals antworten

Auch von einer Antwort auf die angebliche Vorladung rät das BKA dringend ab! Einmal an die Absender der Betrugsmail gewandt, könnten „ihre Daten für die Begehung weiterer Straftaten“ ausgespäht werden, erklärt die Behörde.

Getarnt sind solche Mails häufig hinter einer bedeutenden und bekannten Behörde als vermeintlichem Absender. Erst im Dezember 2021 hatten Betrüger sich als BKA-Präsident Holger Münch ausgegeben und Betrugsmails in dessen Namen versandt.

Eine vermeintliche Vorladung des BKA kursiert gerade per Mail – dahinter steckt eine Menge krimineller Energie.

Internetbetrug: Verbraucher können sich schützen

Ob vor einer Schadsoftware, die Verbraucher mittels Ransomware erpressbar machen kann oder Datenklau – Internetnutzer können sich schützen! Zunächst einmal würde das BKA laut eigener Aussage „nie E-Mails von Konten privater E-Mailanbieter“ versenden.

Die in derartigen E-Mails enthaltenen Links oder Anhänge sollten niemals angeklickt werden, stattdessen sollten Mails von unbekannten Absendern prinzipiell zur eigenen Sicherheit ignoriert und nicht beantwortet werden. Sollten Verbraucher doch einmal Opfer eines Phishing- und Malware-Angriffs werden, empfiehlt das BKA „Anzeige bei der zuständigen Polizei“ zu erstatten.

Über aktuell kursierende Betrugsmaschen im Internet und wie man sich generell besser im World Wide Web schützen kann, informiert die Seite Mimikama.

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