Betrüger wollen Daten klauen

Bank-Betrug: Angst-Mails sollen Kunden von Volksbank und ING verunsichern

Was für ein Jahres-Start: Kunden der Volksbank und der ING sollten momentan besonders vorsichtig sein. Denn aktuell werden gefährliche Mails versendet.

Dortmund – Kaum hat das neue Jahr 2023 begonnen, müssen Verbraucherschützer schon vor der ersten Attacke auf Bank-Kunden warnen. Volksbank-Kunden sollten aktuell skeptisch sein, wenn sie eine E-Mail ihres Geldhauses bekommen.

Warnung vor Bank-Betrug: Passen Volksbank-Kunden nicht auf, ist das Geld weg

Dabei werden die Betrüger im neuen Jahr nicht wirklich kreativer. Sie bedienen sich alter Phishing-Methoden. Doch die sind nicht ohne: Passen Bank-Kunden nicht auf, ist ihr gesamtes Geld in Gefahr.

Dabei bekommen Kunden eine E-Mail im Volksbank-Look zugesandt. Darin heißt es, Kunden müssten Kontoinformationen über einen Link aktualisieren, damit das Konto wieder normal funktioniere. Das angebliche Problem sei zudem in lediglich drei Minuten gelöst (mehr Warnungen bei RUHR24).

Bank-Betrüger wollen Kundendaten abgreifen – diese Mail ist ein Fake

Die Verbraucherzentrale berichtet über den aktuellen Phishing-Versuch und weist zudem auf die relativ typische Drohung am Ende der Betrugs-Mail hin. Demnach droht eine Unterbrechung des Online-Dienstes, kommen Kunden der Aufforderung nicht nach. Damit soll Kunden Angst gemacht werden. Unter Druck sollen sie schnell ihre Daten abgeben.

In der Mail heißt es: „Guten Tag, Sie müssen das neue Web-Sicherheitssystem aktivieren. Sobald Sie Ihre Kontoinformationen aktualisiert haben, funktioniert das Konto normal. Der gesamte Vorgang dauert nur 3 Minuten. Sie sollten jetzt Maßnahmen ergreifen, um das Problem so schnell wie möglich zu lösen. Bitte überprüfen Sie Ihre Kontodaten, indem Sie unten auf den Link klicken.“

Volksbank gibt wichtige Hinweise zu E-Mail-Phishing: Sichere Anzeichen für Betrug

Bei den Mails, die angeblich von der eigenen Bank kommen, ist besonders auffällig, dass Kunden nie direkt angesprochen werden. Die meisten Banken achten hingegen auf eine persönliche Ansprache (mehr digitale News bei RUHR24).

Die Volksbank selbst weist darauf hin, dass sie Kunden „niemals per E-Mail oder SMS nach persönlichen Informationen wie PIN oder Kontonummer fragen, in E-Mails oder SMS einen Link zum Online-Banking einfügen oder Bankkunden dazu auffordern, Test- oder Rücküberweisungen vorzunehmen“. Diese Punkte seien immer sichere Anzeichen für Betrugsversuche.

Achtung: Volksbank-Kunden werden aktuell Opfer von gefährlichen Phishing-Mails.

Gefährlicher Bank-Betrug auch bei ING-Kunden im Umlauf – bloß nicht klicken!

Wer sich dennoch nicht sicher ist, ob es sich bei der E-Mail um einen miesen Betrug oder doch um eine echte Mail der Volksbank handelt, sollte sich direkt an seinen Bank-Berater wenden und einfach nachfragen. Wichtig: Nicht unbedacht auf Links oder sogar Anhänge klicken.

Kurz vor dem Jahreswechsel haben wohl auch einige Kunden der ING-Bank gefährliche Phishing-Mails im digitalen Briefkasten gehabt. Auch mit diesen Mails haben es Betrüger allein auf die Bank-Daten der Kunden abgesehen und letztendlich auf das Geld auf den Konten.

Phishing-Versuch bei Bank-Kunden: Bei Zweifeln direkt die eigene Bank kontaktieren

In dieser Mail werden Kunden angeblich von der ING darauf hingewiesen, dass auf der Karte verdächtige Aktivitäten festgestellt wurden. Dazu werden ein fremdes Gerät genannt, welches angeblich auf das Konto zugegriffen hat, die IP-Adresse und das Datum.

Dabei handelt es sich laut der Verbraucherzentrale allerdings um einen Betrugsversuch. Die Betrüger versuchen, Kundendaten über einen angehängten Link zu stehlen. Auch hier gilt: Wer sich nicht sicher ist, was es mit der Mail auf sich hat, kann sich an seine Bank wenden.

Rubriklistenbild: © stock&people/Imago