Lange aufbewahren

Pflaumen kaufen und einkochen: Tipps, wie Zwetschgen länger halten

Pflaumen und Zwetschgen haben noch bis einschließlich September Saison. Aber welche Früchte schmecken besonders gut? Und wie lagert man sie am besten?

Dortmund – Im Porridge, auf dem Kuchen, in Soßen zu Fleisch oder pur: Zwetschgen und Pflaumen schmecken fast zu allem. Wer besonders leckere Früchte kaufen oder im Garten ernten will, sollte einiges beachten. Außerdem gibt es mehrere Wege, sie haltbar zu machen. Doch die Pflaume ist nicht das einzige Obst, dass in den Herbst hinein Saison hat.

ObstPflaumen und Zwetschgen
HauptsaisonJuli bis September
NebensaisonOktober

Pflaumen und Zwetschgen 2021 ernten: Dann sind die Früchte besonders gut

Grundsätzlich sollten Verbraucher beachten, dass Pflaumen und Zwetschgen nicht nachreifen. Wer die Früchte einkaufen oder selbst ernten möchte, sollte den idealen Zustand der Pflaumen abwarten. Aber wann ist das Steinobst reif?

Laut dem Portal deutsches-obst-und-gemuese.de sollten Pflaumen und Zwetschgen nicht zu hart sein, sondern bei Druck leicht nachgeben und unbedingt ihre jeweils typische Farbe aufweisen. Je nachdem, ob es sich um Mirabellen oder etwa Hauszwetschgen handelt, kann das von gelb bis blau-lila variieren.

Sehr weiche Pflaumen und Zwetschgen sind allerdings wahrscheinlich überreif. Wer sie länger aufbewahren will, sollte in dem Fall besser nicht zugreifen. Wenn die Früchte schnell verzehrt oder verarbeitet werden sollen, spricht aber nichts dagegen auch sie noch zu essen. Außerdem sollte die natürliche Wachsschicht der Früchte nicht beschädigt sein – sie wird auch Bedurftung genannt und schützt das Obst vor dem Austrocknen.

Pflaumen und Zwetschgen haltbar machen: Einfrieren, Kühlschrank und Einkochen

Im besten Fall wird die Bedurftung deshalb erst mit dem Waschen kurz vor dem Verzehr entfernt. Deswegen bewahrt man Pflaumen und Zwetschgen idealerweise ungewaschen im Kühlschrank auf. In einer Papiertüte halten sie sich dort etwa drei bis vier Tage.

Wer die Pflaumen länger haltbar machen will, kann sie auch ganz einfach einfrieren. Dafür eignen sich am besten Zwetschgen, die schon reif aber nicht überreif sein. Bevor sie ins Eisfach kommen, sollten sie gewaschen und abgetrocknet werden. Um die spätere Verarbeitung zu erleichtern, sollte man den Kern vor dem Einfrieren entnehmen. Laut dem Portal lecker.de spricht grundsätzlich aber auch nichts dagegen, sie im Ganzen mit Kern einzufrieren.

Sollen die Pflaumen besonders lange im Gefrierfach halten, ist es empfehlenswert, sie zuerst einzeln auf einem Tablett oder Teller einzufrieren, bevor sie in eine Dose oder einen Gefrierbeutel umgefüllt werden. Mit dieser Methode sind sie noch mehrere Monate gut. Generell sollten Lebensmittel stets richtig gelagert werden.

Einkochen statt Einfrieren: Pflaumen und Zwetschgen haltbar machen

Auch ohne riesigen Gefrierschrank kann man Pflaumen und Zwetschgen ganz einfach haltbar machen. Beim Einkochen müssen die Früchte nämlich nicht immer zur Konfitüre verarbeitet werden. Um 1,5 Kilogramm Pflaumen einzukochen braucht man noch 600 Milliliter Wasser und 200 Gramm Zucker. Wer mag, fügt noch Zimtstangen und Vanille-Zucker hinzu.

Zunächst sollten die Pflaumen gewaschen, halbiert und entkernt werden. Anschließend werden die Früchte eng in Einmachgläser verteilt. Das Wasser dann mit dem Zucker in einen Topf geben und aufkochen lassen, bis sich der Zucker gelöst hat. Dieser Sud wird anschließend in die Gläser befüllt, bis die Pflaumen oder Zwetschgen bedeckt sind.

Pflaumen einkochen: So geht‘s – aber auch als Trockenobst halten sie lange

Die Gläser daraufhin verschlossen und in eine Pfanne oder eine dichte Kuchenform stellen. Diese wird so mit Wasser befüllt, dass die Gläser etwa 2 cm hoch darin stehen. Um die Pflaumen in den Gläsern einzukochen, sollten diese bei 150 Grad Ober-/Unterhitze 60 Minuten lang im Ofen bleiben. Wer einen Einkochautomaten besitzt, kann aber natürlich auch diesen benutzen.

Auch gedörrt halten Pflaumen länger. Trockenpflaumen lassen sich auch ganz einfach selber machen. Zuerst müssten die Pflaumen gewaschen und entkernt auf mehrere Backbleche verteilt werden. Darauf werden sie im Ofen bei 50 bis 60 Grad sechs Stunden lang gedörrt. Dabei sollten sie regelmäßig gewendet werden (mehr Lifehacks bei RUHR24 lesen).

Pflaumen-Saison 2021: Diese Bedürfnisse haben die Bäume der lila Frucht

Große Pflaumenfans denken möglicherweise auch mal darüber nach, einen eigenen Pflaumenbaum zu pflanzen, um so die süßen Fürchte in vollen Zügen genießen, ernten und einkochen zu können. Aber was macht frische Zwetschgen eigentlich besonders süß? Kann man im eigenen Garten nachhelfen? Grundsätzlich kommt der Geschmack auch auf die Sorte der Pflaume oder Zwetschge an.

Laut dem Portal mein-schoener-garten.de gedeihen Pflaumen aber am besten an einem sonnigen, warmen Standort, der zudem windgeschützt ist. Der Boden sollte nährstoffreich und feucht sein. Aber auch die Ansprüche des Baumes können je nach Sorte variieren. Bei der Anschaffung eines Pflaumenbaumes sollte man sich daher genau über die jeweiligen Ansprüche und den besten Standort informieren.

Rubriklistenbild: © Uli Deck/dpa

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