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Hansaplast-Rückruf: Gefahr durch Keime auf Pflaster - Hersteller mit Warnung

Keime auf Pflaster der Marke Hansaplast von Beiersdorf sorgen aktuell für Gefahr. Es gibt daher einen Rückruf mehrerer Produkte.

  • Bei Beiersdorf gibt es derzeit eine Produktwarnung.
  • Von dem Rückruf ist die Tochterfirma Hansaplast betroffen.
  • Das Unternehmen nimmt wegen einer möglichen Verunreinigung vorsorglich mehrere Pflaster aus dem Verkauf.

Hamburg - Pflaster sollen eigentlich Wunden schützen und zur schnelleren Heilung bei Verletzungen beitragen. Bei mehreren Produkten der Beiersdorf AG kann die Wunderversorgung derzeit jedoch nicht garantiert werden. Deshalb wurde ein Rückruf der betroffenen Produkte der Marke Hansaplast in die Wege geleitet.

Unternehmen

Beiersdorf AG

Sitz

Hamburg-Eimsbüttel

Umsatz

7.056 Milliarden Euro

Marken

Tesa, Nivea, Labello, Eucerin und Hansaplast

Rückruf: Pflaster von Hansaplast betroffen

Neben Nivea und Tesa gehört Hansaplast zu den bekanntesten Marken des Mega-Konzerns Beiersdorf. Wie das Unternehmen selbst von seiner Marke behauptet, ist Hansaplast die Pflastermarke Nr. 1 in Europa. Ob das wirklich zutrifft oder ob es sich um einen reinen Marketingslogan handelt, sei dahin gestellt. Sicher ist, das Image hat derzeit mit einem Rückruf zu kämpfen.

Denn wie die Beiersdorf AG mitteilte, wurde bei einer Qualitätskontrolle festgestellt, dass bei einigen Pflastern eine mikrobielle Verunreinigung möglich ist.

Pflaster von Hansaplast: Mikrobielle Verunreinigung möglich

Ist ein Produkt mikrobiell verunreinigt, deutet das darauf hin, dass möglicherweise Keime enthalten sind oder die Grenzwerte bestimmter Keime überschritten wurde.

Solche Mikroorganismen stehen je nach Art im Verdacht, Krankheiten zu verursachen. Wie das Verbraucherportal produktwarnung.eu bekannt gab, hat Beiersdorf jedoch nicht mitgeteilt, um welche Art der mikrobiellen Verunreinigung es sich bei Hansaplast handelt.

Somit kann nicht genau gesagt werden, welches Risiko von den Pflastern ausgeht. Auch Beiersdorf selbst macht zu möglichen Auswirkungen keine Angaben.

Pflaster-Rückruf: Diese Produkte von Hansaplast sind betroffen

Dennoch ruft das Unternehmen gleich vier Produkte zurück. Und rät dazu, die betroffenen Pflaster nicht zu nutzen oder die Verwendung sofort einzustellen.

Diese Pflaster sind vom Rückruf betroffen. Sie könnten möglicherweise mikrobiell verunreinigt sein. 

Die Pflaster, die von dem Rückruf betroffen sind, wurden zwischen dem 30. April und dem 27. Mai verkauft. Insgesamt sind diese vier Meterwarenprodukte von Hansaplast möglicherweise verunreinigt:

  • Hansaplast Classic 1 m x 6 cm und 1 m x 8 cm.
  • Hansaplast Sensitive 1 m x 6 cm
  • Hansaplast Elastic 1 m x 6 cm

Hansaplast: Betroffene Pflaster anhand der Chargennummer erkennen

Bei Hansaplast Meterware-Produkten handelt es sich um Pflaster, das selbstständig individuell zugeschnitten werden muss. Falls Kunden in dem genannten Zeitraum Pflaster von Hansaplast gekauft haben, können sie anhand der Chargennummer und der GTIN-Nummer erkennen, ob das Produkt vom Rückruf betroffen ist. 

  • Classic 1mx6cm: GTIN 4005800001833, Chargennummern 01624321, 01624323, 01664440
  • Classic 1mx8cm: GTIN 4005800452932, Chargennummer 01514290
  • Elastic: GTIN 4005800174612, Chargennummern 01434235, 01624322
  • Sensitive: GTIN 4005800402968, Chargennummern 01624324, 01714443, 01714448

Die Chargennummer befindet sich auf dem Boden der Pflaster-Packung. Die GTIN auf der Seite der Hansaplast-Verpackung. 

Rückruf: Nicht nur Pflaster betroffen

Immer wieder kommt es bei der Herstellung von Produkten zu Verunreinigungen, weshalb Waren dann aus dem Verkauf gezogen werden. Erst kürzlich gab es beispielsweise bei Rewe einen Rückruf

Wegen falscher Kennzeichnung musste ein Smoothie zurückgerufen werden. Insbesondere für Allergiker kann ein solcher Fehler bei der Kennzeichnung fatale Folgen haben. Und der Rückruf bei Hansaplast ist nicht der einzige im medizinischen Bereich. Bei einem weiteren Pharmaunternehmen gab einen Rückruf. Hexal musste ein Medikament für Schilddrüsen-Patienten aus dem Verkauf nehmen, das es mit einer falschen Dosierungsangabe ausgezeichnet war. 

Rubriklistenbild: © Franziska Gabbert / dpa, Collage: RUHR24