Kräuter für Garten und Balkon

Petersilie kraus und glatt ernten und essen: So nutzt man das Kraut richtig

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Petersilie ist eine wahre Wunderwaffe.

Petersilie gehört zu den beliebtesten Gartenkräutern der Deutschen. Das ist auch keine Überraschung, denn sowohl in glatter als auch in krauser Form, sind die Anwendungsbereiche vielseitig.  

Dortmund – Petersilie ist Dank seines intensiven Geschmacks nicht mehr aus deutschen Küchen wegzudenken. Die Küchenzutat ist aber auch eine wahre Allzweckwaffe: Sie wirkt entwässernd, beruhigend und juckreizlindernd. 

GattungKräuter
Botanischer NamePetroselinum crispum
Standortsonnig bis halbschattig; nährstoffreicher und feuchter Boden
Erntezeitganzjährig, sofern die grünen Blätter vorhanden sind

Lifehack: Petersilie bringt uns durch den Sommer  

Mückenstiche können so manchen Sommertag gründlich vermiesen. Zwiebeln und Eiswürfel sind bekannte Helfer – aber auch Petersilie ist ein guter Tipp. Etwas zerhacken und als Krautwickel auf die juckende Stelle auftragen. Damit es gar nicht erst zum Mückenstich kommt, hilft Zitronenmelisse dabei, die Plagegeister fernzuhalten.

Das Kraut hat aber auch heilende Eigenschaften: Petersilie hilft nicht nur gegen Mundgeruch, sondern regt laut dem Bundeszentrum für Ernährung (BzfE) auch die Nierentätigkeit und Harnbildung an. Das sind wertvolle und entwässernde Funktionen für den Körper.  

Verwendung: Diesen Fehler sollte man bei Petersilie unbedingt vermeiden 

Ob in warmen Gerichten, Suppen, Soßen oder Salaten – Petersilie ist in der Küche vielseitig einsetzbar. Zudem harmoniert sie geschmacklich gut mit vielen anderen Kräutern wie Thymian, Rosmarin, Kresse, Schnittlauch und auch Zitronenmelisse. 

Man sollte die Petersilie allerdings nicht zu früh mitkochen. Wenn das satte Aroma nicht verloren gehen soll, dann gibt man die Petersilie besser roh oder erst ganz zum Schluss in das Essen.  

Petersilie lässt sich ganz einfach auch zu Hause anbauen 

Küchenkräuter im eigenen Garten oder auf dem Balkon zu pflanzen ist absolut unproblematisch. Nur wenige Punkte sollte man bei dem Anbau unbedingt beachten: Petersilie hat recht üppige Wurzeln und braucht viel Platz. In einem großen Topf mit ausreichend Feuchtigkeit (Staunässe unbedingt vermeiden) und an einem sonnigen bis halbschattigen Standort fühlt sich der Küchenklassiker am wohlsten.  

Ein oft begangener Fehler bei der Ernte ist das Abzupfen von einzelnen Blättern. Davon ist dringend abzuraten! Die meisten Kräuter in den heimischen Gärten sollte man unten am Stiel abschneiden – so auch die Petersilie. Dies regt das gesunde Wachstum neu an (mehr Lifehacks bei RUHR24 lesen).

Video: So züchtet man Basilikum, Petersilie und Co. auf dem Balkon

Glatte vs. krause Petersilie – das sind die Unterschiede 

In vielen Rezepten wird meist nicht zwischen der glatten beziehungsweise krausen Petersilie unterschieden. Welche der beiden Varianten soll man also verwenden? Hier gibt es in der Regel keine falsche Wahl, denn es ist reine Geschmackssache. 

Die glatte Sorte ist etwas aromatischer und wird daher gern bei warmen Gerichten verwendet, etwa in Kombination mit Kartoffeln. Die krause Petersilie ist zwar milder im Geschmack, behält allerdings länger ihre Form und ist somit optimal für dekorative Zwecke geeignet, so die Süddeutsche Zeitung

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