Nach Komet Neowise

Sternschnuppen: Wie die Perseiden in NRW am besten zu sehen sind

Die Sternschnuppen der Perseiden haben ihren Höhepunkt erreicht. Wir verraten, wie man das Spektakel am Himmel über NRW besonders gut sehen kann.

  • Kaum hat sich Komet Neowise verzogen, steht schon das nächste Himmels-Spektakel ins Haus: die Perseiden.
  • Die Perseiden sind im Juli und August zu sehen – teilweise kann man bis zu 100 Sternschnuppen in einer Stunde erblicken.
  • Besonders an einem Tag stehen die Chancen besonders gut, viele Wünsche loszuwerden. 

Dortmund - Nach Komet Neowise bleibt es nicht lange ruhig am Himmel über NRW, denn die alljährlichen Perseiden stehen bevor. Sie erhellen von Juli bis August den Himmel und Sternegucker können dann regelrechte Sternschnuppenschauer beobachten. 

Name

Perseiden

Was ist das?

Ein jährlich aufkommender Meteorstrom

Geozentrische Geschwindigkeit

59 km/s

Aktivitätsmaximum

12. August

Perseiden 2020 bringen bis zu 100 Sternschnuppen in der Stunde an den Himmel

Die ersten Sternschnuppen sind bereits seit Mitte Juli zu sehen, aber Hobby-Astronomen sollten ihre Wünsche noch ein wenig zurückhalten, denn die Sternschnuppen haben noch längst nicht ihren Höhepunkt erreicht. An einem Tag im August sind am Himmel bis zu 100 Sternschnuppen in der Stunde zu sehen (mehr Service-Nachrichten bei RUHR24.de).
Bei den Sternschnuppen der Perseiden handelt es sich um einen Meteorsturm, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) weiß. Dieses Himmels-Spektakel findet jedes Jahr um dieselbe Zeit statt und zieht uns in seinen Bann. Dabei entstehen die Sternschnuppen aus den Auflösungsprodukten des Kometen 109P/Swift-Tuttle. Beim Eintreten in die Erdatmosphäre verglühen sie und sind als Sternschnuppen am Himmel zu sehen.

Sternschnuppe der Perseiden sind schon seit tausenden Jahren bekannt

Das Phänomen am Himmel ist schon seit einer Ewigkeit bekannt. Wie das RND berichtet, stammen frühe Überlieferungen aus Ostasien, dort haben die Menschen die Sternschnuppen schon um das Jahr 36 vor unserer Zeitrechnung beobachtet. In Europa wurde das Himmels-Ereignis relativ spät schriftlich erwähnt – erst im Jahr 1762.

Der Name Perseiden leitet sich von dem Sternbild Perseus ab, welches sich nahe der Kasiopeia befindet. Das ist der Punkt von dem aus die Sternschnuppen zu kommen scheinen. 

Höhepunkt der Perseiden Mitte August – besonders viele Sternschnuppen in kurzer Zeit

Der Unterschied zwischen Meteoroiden, Meteoren und Meteoriten:

  • Meteoroiden entstehen beim Zusammenstoß von Asteroiden (Steinfragmente, die bei der Entstehung des Sonnensystems übrig geblieben sind).
  • Beim Eintreten eines Meteoroiden in die Erdatmosphäre, verglüht er und wird zu einem Meteor (Sternschnuppe).
  • Schlägt ein Meteor auf die Erde ein, spricht man von einem Meteoriten.

Die Perseiden sind ab dem 17. Juli in Deutschland zu sehen, der absolute Höhepunkt, den sich alle Sternschnuppen-Fans im Kalender rot anstreichen sollten, ist der 12. August. An diesem Tag stehen die Chancen besonders gut, Sternschnuppen zu sehen. Stimmen die Wetterverhältnisse, können es bis zu 100 Sternschnuppen in der Stunde sein.

Die Perseiden erreichen ihr Maximum allerdings zwischen 10 Uhr morgens und 23 Uhr nachts. Also gerade in der Zeit, in der es in Deutschland noch hell ist. Auch wenn der Höhepunkt der Perseiden dann vorüber ist, ist der beste Beobachtungszeitraum zwischen 23 und 4 Uhr morgens, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet.

Die Perseiden sind am besten am 12. August zu sehen – mit bis zu 100 Sternschnuppen in der Stunde.

Sternschnuppen der Perseiden 2020: für das beste Sternen-Erlebnis raus aus der Stadt

Die Perseiden werden auf der gesamten Nordhalbkugel in dieser Zeit zu sehen sein. Die besten Voraussetzungen, um die Sternschnuppen am Himmel zu erspähen, ist absolute Dunkelheit. Dazu lohnt es sich, aus der Stadt herauszufahren und einen Ausflug aufs Land zu machen. 

Dort, wo der Himmel weniger vom Stadtlicht verschmutzt ist, stehen die Chancen gut, einen Blick auf die Perseiden werfen zu können. Wer es besonders dunkel haben möchte, um die volle Sternenladung zu bekommen, könnte dafür auch in den Sternenpark in der Eifel fahren. Dort ist sogar noch die Milchstraße zu sehen. 

Bevor sich Sternengucker aber auf den Weg zur perfekten Sternen-Location machen, sollten sie unbedingt den Wetterbericht checken. Denn auch wenn der Standort noch so perfekt ist, mit Wolken am Himmel hat man wenig von den Sternschnuppen. Stimmt die Uhrzeit, das Wetter und die Umgebung, steht dem Wünschen nichts mehr im Wege.

Wer die Perseiden am Nachthimmel von NRW verpasst hat, hat immer noch die Chance auf einen Asteroiden. Einer von ihnen rast derzeit auf die Erde zu.

Rubriklistenbild: © Jan Eifert/dp