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PayPal schafft bald beliebte Funktion für Freunde und Familie ab

Wegen seiner Vielfalt an Funktionen zählt PayPal zu den beliebtesten Online-Zahldiensten. Doch schon bald ist mit einer ganz bestimmten Funktion Schluss.

Kalifornien/Deutschland – Wegen der einfachen Nutzung und der Vielfalt an finanziellen Möglichkeiten hat sich der US-Bezahldienst PayPal in den vergangenen Jahren immer beliebter gemacht. Mittlerweile hat das Unternehmen mehr als 400 Millionen aktive Accounts weltweit, die Zahl der Transaktionen liegt in Milliardenhöhe. Doch einige der User werden wohl bald in die Röhre gucken, denn eine Funktion wird es ab Herbst nicht mehr geben.

BezahldienstPayPal
SitzSan José, Kalifornien, Vereinigte Staaten
Accountsmehr als 400 Millionen weltweit

PayPal stellt beliebte Funktion für Freunde und Familie ab September komplett ein

Mit der Funktion „Moneypool“ hat PayPal eine Möglichkeit geschaffen, im Internet kostenlos Geld einzusammeln, ohne dass sich die Personen dafür treffen müssen. Gerade in Corona-Zeiten bot sich Moneypool besonders gut an: Kontaktlos konnte über das Tool etwa Geld für Geburtstage gesammelt werden.

Doch damit ist schon bald Schluss: Wie PayPal mitteilte, wird Moneypool zum 30. September eingestellt. Ab dann wird es nicht mehr möglich sein, virtuelle Spardosen anzulegen. Bereits bestehende Geldsammlungen sollen spätestens 30 Tage später auslaufen (mehr digitale News auf RUHR24).

Paypal-Änderung: Bestehende Moneypools werden spätestens am 30. Oktober aufgelöst

Dabei war die Funktionsweise von Moneypool denkbar einfach: So richtete eine Person den Pool ein und jede Person, die Geld beisteuern wollte, konnte dies über die App oder die Website von seinem eigenen PayPal-Konto aus machen. Eingeführt wurde die Funktion erst 2017, dafür aber nicht nur in Deutschland und der Europäischen Union, sondern weltweit. Die Nutzung war kostenlos.

Spätestens am 30. Oktober sollen die letzten Moneypools geschlossen werden. Zum 8. November soll der Dienst komplett deaktiviert werden, teilte das Unternehmen mit Sitz in Kalifornien mit. Schon jetzt sind neue Moneypools nur noch auf eine maximale Nutzungsdauer von 30 Tagen begrenzt.

Paypal schafft Moneypool im Herbst ab: Was passiert mit dem eigenen Geld? Ist es dann weg?

Geld, das zur Deaktivierung am 8. November nicht eigenständig vom Pool aufs eigene PayPal-Konto verschoben wurde, verschiebt PayPal offenbar automatisch dahin. Es verfällt oder verschwindet also nicht. Was aber dennoch nicht optimal ist: User können bei einem alten Moneypool nicht mehr einsehen, wer wie viel Geld eingezahlt hat.

Deswegen empfiehlt es sich, schon jetzt bestehende Pools aufzulösen und erst gar keine neuen Sammlungen mehr anzulegen. Aber haben Kunden überhaupt Alternativen?

Moneypool bei PayPal: Welche Alternativen gibt es, wenn die Funktion deaktiviert ist?

Außerhalb von PayPal gibt es kaum Möglichkeiten, virtuell Geld zu sammeln. Die Leidtragenden des Moneypool-Aus dürften vor allem Freunde und Familien sein, die sich wegen Corona nicht persönlich sehen können, aber dennoch Geld für Geburtstage oder Hochzeiten sammeln wollen.

Über die PayPal-Funktion „Moneypool“ konnte etwa Geld für Hochzeiten gesammelt werden.

Über PayPal selbst bleibt die Möglichkeit, Geld mit der Funktion „Geld an Freunde oder Familie senden“ zu schicken. Dann gibt es aber keine gemeinsame Sammelstelle mehr – das Geld geht dann direkt an eine Person, die die Summe verwaltet. Ob man dazu der jeweiligen Person vertraut, muss man selbst entscheiden. Die Funktion ist jedenfalls genauso wie Moneypool kostenlos.

PayPal hält sich über Gründe für Abschaffung von Moneypool bedeckt

Zu den genauen Beweggründen, warum PayPal seine Moneypool-Funktion nicht länger fortführen will, hält sich das Unternehmen bedeckt. Allerdings ließ PayPal verlauten, dass man sich künftig auf andere Services fürs Geld sammeln konzentrieren wolle. Genaue Pläne stünden bislang aber noch nicht fest.

Darüber hinaus war Moneypool ein einfaches Tool, um möglichst schnell und unkompliziert Geld zu versenden. So wird vermutet, dass die Funktion auch für kriminelle Machenschaften wie etwa Geldwäsche verwendet wurde. Bestätigungen in dieser Richtung gibt es seitens PayPal aber keine.

Rubriklistenbild: © Justin Sullivan/Getty via AFP

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