Online-Bezahldienst

Heftige Preiserhöhung bei Paypal: Wie man sie umgehen kann

Der Online-Bezahldienst PayPal will seine Gebühren für Transaktionen erhöhen. Doch die Preiserhöhung kann mit einem einfachen Trick umgangen werden.

Dortmund – Zwar gibt es inzwischen viele Alternativen zu PayPal, doch kaum ein Online-Bezahldienst wird von so vielen Menschen genutzt wie PayPal. Der Zahlungsanbieter gilt als solide und einfach zu handhaben – und gehört daher nach wie vor zu den beliebtesten und meistgenutzten Anbietern, um online zu bezahlen. Und so kann es sich der Anbieter offenbar auch leisten, seine Gebühren zu erhöhen.

PayPalOnline-Bezahldienst
Umsatz21,45 Milliarden USD (2020)
CEODan Schulman

PayPal erhöht Gebühren: Bestimmte Transaktionen werden ab November teurer

Ende 2020 registrierte PayPal laut dem Handelsblatt allein in Deutschland 29,1 Millionen Kunden. Im Corona-Jahr 2021 dürfte der Beizahldienstleister zusätzlich davon profitiert haben, dass sich der Trend zum Online-Shoppen weiter verstärkt hat: Denn während die Zahl der abgewickelten Transaktionen deutlich gestiegen sind, wechselte kaum ein Nutzer in Deutschland zu einem anderen Anbieter.

So zählt beispielsweise Paydirekt, ein Angebot deutscher Banken, welches 2020 mit Giropay fusionierte, gerade mal 3,7 Millionen Registrierungen. Auch Giropay und selbst Klarna, ebenfalls ein viel genutzter Bezahlservice in Deutschland, kommt laut dem Finanzbusiness gerade mal auf 18 Millionen Nutzer – allerdings weltweit.

Doch nun ändert PayPal seinen Gebührensatz. Bestimmte Transaktionen werden dadurch teurer. Wird jetzt ein Wechsel des Anbieters doch sinnvoll? Immerhin schaffte PayPal schon eine beliebte Funktion für Freunde und Familie ab.

Zahlungen über PayPal werden teurer: Brexit wirkt sich auf Kosten aus

Auf die meisten Transaktionen wird die Preiserhöhung keine Auswirkungen haben, berichtet chip.de. Allerdings: Für Transaktionen zwischen der EU und Großbritannien kommt zukünftig eine Gebühr in Höhe von 1,29 Prozent des jeweiligen Betrags auf die Nutzer zu. Das geht aus einer von PayPal veröffentlichten Zahlungsübersicht hervor.

Es gibt sie, die Alternativen zu PayPal. Doch die meisten Nutzer bleiben dem Anbieter treu.

Damit scheint die Kostenerhöhung eine Konsequenz aus dem am 31. Januar 2020 erfolgten Austritts Großbritanniens aus der EU zu sein, dem Brexit. Seitdem beklagt sich PayPal laut heise online offenbar über hohe Kosten im Zahlungsverkehr zwischen Großbritannien und der EU. Diese sollen nun durch die neuen Gebühren ausgeglichen werden. Die zusätzlichen Kosten treffen dabei nicht nur Händler, sondern auch Kunden.

Keine Gebühren bei PayPal innerhalb der EU

Bislang lag die Gebühr bei 0,5 Prozent des zu zahlenden Preises. Die neue Gebührenordnung soll ab dem 1. November 2021 gelten. Wer die Gebühr umgehen will, sollte zukünftig also darauf achten, wo die Waren herkommen, die online bestellt werden und wohin die Zahlung fließen wird. Innerhalb der EU fallen die zusätzlichen Gebühren nämlich nicht an.

Allerdings: Wer darauf in Zukunft achten will, sollte auch bei Waren aus anderen Länder als denen der EU vorsichtig sein. Denn da verlangt PayPal teilweise sogar noch mehr: Bei einer Transaktion in die USA beispielsweise werden 1,99 Prozent des Betrags als Gebühr erhoben – zusätzlich zu der Verrechnung mit dem aktuellen Wechselkurs.

Rubriklistenbild: © Felix Kästle/dpa

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