Feiertage stehen vor der Tür

Corona-Regeln an Ostern: NRW überrascht mit Ausnahmen trotz Notbremse

Die Hohe Straße in Köln mit Fußgängern, Kunden und Geschäften.
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Über Ostern müssen auch in NRW wegen der Corona-Regeln viele Geschäfte schließen.

Die Corona-Regeln in NRW werden für Ostern 2021 verschärft. Dabei gibt es einige Einschränkungen, die bereits ab Gründonnerstag gelten.

Update, Montag (29. März), 13.30 Uhr: NRW – Die beim letzten Corona-Gipfel beschlossene „Osterruhe“ ist Schnee von gestern, berichtet RUHR24.de.* Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bezeichnete den Beschluss als einen Fehler. Trotzdem ruft die Kanzlerin die Menschen in Deutschland und NRW angesichts der steigenden Inzidenz-Zahlen dazu auf, über die Feiertage zu Hause zu bleiben. Die Kontakte sollen auch an Ostern weiterhin reduziert werden, berichtet wa.de.*

FeiertageOstern
Datum1. bis 5. April 2021
Art der Feiertage\tKirchlich

Corona-Regeln an Ostern 2021: Lockdown gilt auch an den Feiertagen

Nicht nur in Nordrhein-Westfalen herrscht nun bei vielen Bürgern Verunsicherung darüber, was an den Ostertagen erlaubt ist und was nicht. Klar ist, an Gründonnerstag sowie an Karsamstag werden die Supermärkte wie gewohnt geöffnet haben – Einkäufe für Ostern können also auch an diesen Tagen noch getätigt werden.

Beim Bund-Länder-Treffen am 22. März wurde der Corona-Lockdown zudem bis zum 18. April verlängert. An Ostern wird es hierbei keine Ausnahme geben. Die Maßnahme gilt dementsprechend auch in der Zeit vom 2. April (Karfreitag) bis zum 5. April (Ostermontag).

Ostern feiern trotz Corona-Lockdown: Das sind die Regeln in NRW

In NRW gelten außerdem folgende Regeln an Ostern:

  • Kontaktbeschränkungen: An den Feiertagen sind private Treffen im Kreise der Angehörigen des eigenen Hausstandes möglich. Darüber hinaus sind Zusammenkünfte mit maximal fünf Personen aus höchstens zwei Haushalten erlaubt. Kinder bis 14 Jahre werden dabei nicht mitgezählt. Paare gelten als ein Haushalt.
  • Geschäfte, Zoos und Museen: In NRW greift zwar die Notbremse. Doch in vielen Kreisen und Städten gilt eine Ausnahme, die auch an Ostern umgesetzt wird. Mit Vorlage eines tagesaktuellen negativen Corona-Tests können Geschäfte, Zoos und Museen nach einer Terminvereinbarung unter anderem an Gründonnerstag und Karsamstag besucht werden.
  • Gottesdienste: In Nordrhein-Westfalen gibt es kein Verbot der Präsenzgottesdienste. Religiöse Häuser können an den Ostertagen also besucht werden.
  • Osterfeuer: Das NRW-Umweltministerium hat Osterfeuer wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr verboten. Sie fallen unter das bestehende Versammlungs- und Veranstaltungsverbot.
  • Ausflüge: Innerhalb von NRW und Deutschland sind Tagesausflüge sowie das Reisen weiterhin möglich. Bund und Länder raten jedoch davon ab. Denn Hotels und Ferienwohnungen bleiben auch an Ostern in allen Bundesländern für Touristen geschlossen.
  • Gastronomie: Die Restaurants, Kneipen und Cafés in NRW bleiben auch an Ostern geschlossen. Für die Außengastronomie wird an den Feiertagen keine Ausnahme gemacht.

Wichtig: Generell beschränkt die Notbremse in Regionen mit einer Inzidenz über 100 private Treffen derzeit auf maximal zwei Personen aus zwei Haushalten. Im Zeitraum vom 1. bis zum 5. April gilt aufgrund der Ostertage jedoch eine Ausnahmeregelung. Bürger werden dazu aufgerufen, die kostenlosen Testangebote in den Städten und Kreisen in NRW zu nutzen und sich also vor dem Zusammenkommen testen zu lassen.

Ursprungsmeldung, Dienstag (23. März): Bis Ostern 2021 dauert es nicht mehr lange. Doch schon jetzt ist klar, dass es für die Feiertage aufgrund der Corona-Pandemie strengere Regeln geben soll.

Corona-Regeln an Ostern 2021: Änderung für Geschäfte an Gründonnerstag und Karsamstag

Nicht nur das ursprüngliche Coronavirus, sondern auch die Corona-Mutationen breiten sich immer weiter in Deutschland aus. Damit die Infektionszahlen über die anstehenden Feiertage nicht für eine erneute Welle sorgen, hat sich die Regierung für einen drastischen Schritt entschieden, den es so noch nicht gegeben hat.

Denn neben Karfreitag sind 2021 einmalig und erstmalig auch Gründonnerstag und Karsamstag offizielle „Ruhetage“. Daher gibt es bereits an diesen Tagen einige Einschränkungen und Änderungen, die zu den neuen Corona-Regeln in NRW* zählen.

Dazu gehört, dass bereits ab Gründonnerstag (1. April) viele Geschäfte geschlossen haben, die auch normalerweise an Karfreitag (2 April) nicht geöffnet sind. Doch nicht nur das - auch Lebensmittelanbieter, wie der Discounter Aldi, haben geänderte Öffnungszeiten.

So dürfen sie zwar an Karsamstag (3. April) - im Gegensatz zu anderen Einkaufsmöglichkeiten - Kunden empfangen, an Gründonnerstag (1. April) sollen sie aber auch geschlossen bleiben. (Alle Infos zum Coronavirus in NRW im Live-Ticker* bei RUHR24)

Gründonnerstag 2021 als „Ruhetag“ wegen Corona: Arbeit oder frei? - Regelung bislang unklar für Ostern

Darüber, inwiefern der Gründonnerstag auch in anderen Betrieben als Ruhetag gilt, gibt es bislang noch keinen offiziellen Beschluss. Allerdings sollen sich laut RTL.de schon mehrere Länderchefs für einen „Feiertag“ statt für Arbeit ausgesprochen haben. So ist zum Beispiel Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Die Grünen) der Ansicht, dass der 1. April 2021 auch für Unternehmen und Betriebe als Feiertag gelten soll.

Ebenso sieht es der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Niedersachsen Ministerpräsident Stephan Weil will den Ruhetag auch für Personen, die im Homeoffice arbeiten. Die Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) aus Rheinland-Pfalz ist hingegen skeptisch. Schließlich zähle der Fall zur Feiertagsregelung. Das wiederum bedeutet, dass erst alle 16 Bundesländer zustimmen müssten, damit die Änderung im Feiertagsgesetz in Kraft treten kann.

Das sei in der wenigen verbliebenen Zeit bis zum Gründonnerstag allerdings kaum möglich. Daher soll nun die Möglichkeit diskutiert werden, dass man den Gründonnerstag 2021 im Infektionsschutzgesetz als offiziellen „Ruhetag“ festlegt. Ob es wirklich dazu kommt, bleibt bislang abzuwarten.

Ostern 2021: Neue Corona-Regeln für Kirchen und Geschäfte - große Familienfeier nur digital möglich

Auch bei der Gastronomie gibt es strengere Corona-Regeln. So muss die Außengastronomie, wie Biergärten, bis einschließlich Ostermontag (5. April) weiterhin geschlossen bleiben. Nach Informationen des Redaktionsnetzwerkes Deutschland (RND) dürften hingegen Tankstellen weiterhin geöffnet haben. Das gelte auch für „bestimmte Unternehmen mit entsprechender Genehmigung“.

Aber nicht nur das wirtschaftliche Leben soll an den Feiertagen heruntergefahren werden. Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit soll auf ein Minimum beschränkt werden. Das bedeutet für Kirchen und deren Gemeinden, dass religiöse Veranstaltungen wie Gottesdienste nur virtuell stattfinden sollen.

Besonders hart für viele Menschen ist, dass es nicht nur ein Versammlungsverbot über Ostern gibt, sondern auch keine Familienfeiern. Denn die Corona-Regeln sind auch für Besuche im privaten Bereich weiterhin verschärft. Im Klartext heißt das: private Zusammenkünfte sind nur mit einem weiteren Haushalt und mit maximal fünf Personen erlaubt. Zu beachten ist jedoch, dass Paare als ein Haushalt gelten und Kinder unter 14 Jahren von der Regelung ausgenommen sind.

Corona-Regeln: Hohe Bußgelder bei illegalen Treffen an Ostern in der Öffentlichkeit

Wer sich nicht daran hält, dem droht ein hohes Bußgeld. So muss jeder Beteiligte laut dem Bußgeldkatalog des Landes NRW vom 12. März bei einem Treffen mit mehr als der erlaubten Personenanzahl 250 Euro zahlen, sofern die Zusammenkunft auf öffentlichem Raum stattfindet. (Alle Infos zum Coronavirus in NRW* bei RUHR24)

Und für viele Landkreise könnte es neben den bisher verkündeten noch weitere Verschärfungen geben. Bei einem Sieben-Tage-Inzidenzwert von über 100 soll es nach Informationen des RND sogar möglich sein, in diesen Hotspots weitere Maßnahmen geltend zu machen, wie Ausgangsbeschränkungen und noch strengere Kontaktbeschränkungen.

Im Video: Mallorca-Urlaub zu Ostern? Was Reisende zur Rückkehr nach Deutschland wissen sollen

Für Reisende, die aus dem Ausland zurück nach Deutschland fliegen wollen, soll es eine allgemeine Testpflicht vor dem Rückflug geben. Dies soll gleichzeitig die Voraussetzung sein, um hier mit dem Flugzeug landen zu dürfen. Zuletzt hatte die Möglichkeit von Mallorca-Urlaub in Corona-Zeiten* für heftige Kritik gesorgt. Nachdem die spanische Insel offiziell kein Risikogebiet mehr sein soll, seien zahlreiche Flüge direkt ausgebucht gewesen. *RUHR24 und wa.de* sind Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

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