Öko-Test warnt

Eier an Ostern färben: Finger weg von herkömmlichen Farben

Viele Farben für Eier, die im Handel erhältlich sind, enthalten bedenkliche Stoffe. Es gibt aber Alternativen, mit denen die Eier dennoch bunt werden.

Dortmund – Eier gehören an Ostern für viele dazu, wie der Tannenbaum an Weihnachten. Das Färben von Ostereiern ist dabei schon in den Tagen vor dem Osterfest für viele ein großer Spaß – chemische Farben sind dann oftmals jedoch ein Stimmungskiller. Doch Ostereier lassen sich auch ganz natürlich mit Hausmitteln färben.

Eier zu Ostern färben: Hände weg von diesen konventionellen Farben

Der Griff zu konventionellen Farben für Ostereier ist unkompliziert, aber nicht immer ungefährlich. Wie Öko-Test berichtet, enthalten die meisten Färbemittel für Eier Stoffe, die in der Kritik stehen.

Zwar sind die Farben in Deutschland für Lebensmittel zugelassen, die darin enthaltenden Azo-Farbstoffe können aber die Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen oder Pseudoallergien auslösen.

Die umstrittenen Stoffe stecken übrigens auch in Eiern, die schon vorgekocht und eingefärbt in den Regalen der Supermärkte stehen. Doch das ist nicht der einzige Grund, weshalb man seine Eier zu Ostern besser selbst mit natürlichen Mitteln färben sollte.

Vorgefärbte Eier zu Ostern sind für den Verbraucher kaum transparent

Denn vorgefärbte Ostereier dürfen anders gekennzeichnet werden als frische. Die Anbieter müssen nicht angeben, woher die hartgekochten Eier stammen oder wie die Legehennen gehalten werden. Bodenhaltung, Käfighaltung, Importe von fragwürdig gehaltenen Hühnern können sich so unter der bunten Schale verbergen.

Wer die Eier zu Ostern selbst färbt, kann nicht nur beim Kauf entscheiden, woher diese kommen sollen, sondern dabei auch noch Geld sparen. Viele natürliche Mittel, mit denen die Schalen Farbe erhalten, haben die meisten schon zu Hause (mehr Lifehacks bei RUHR24)

Eier natürlich färben: So klappt es über Ostern mit einfachen Hausmitteln

Mit diesen einfachen Hausmitteln steht den selbstgefärbten Ostereiern nichts mehr im Wege:

  • Gelb: Kurkuma oder Kamilleblüten
  • Gelb bis Orange: Karotten
  • Rot: Rote Beete oder Speisezwiebeln
  • Grün: Spinat, Petersilie, Brennnesseln
  • Braun: Schwarzer Tee, Kaffee oder Zwiebelschalen
  • Blau oder Lila: Heidelbeeren oder Rotkohlblätter
Ostereier lassen sich ganz einfach auf natürliche Weise mit Hausmitteln färben.

Eier für Ostern einfach in einem alten Topf färben – so geht's ganz natürlich mit Hausmitteln

Wenn erstmal eine Farbauswahl getroffen wurde, sollten Kräuter, Früchte und Gemüse zuerst kleingehackt werden. Zwei bis drei Tassen pro Zutat reichen für die jeweilige Farbe. Anschließend müssen die Zutaten in einem alten Topf, beispielsweise aus Edelstahl eingeweicht werden. 

Der daraus entstehende Sud sollte mit etwa einem Liter Wasser vermengt und zum Kochen gebracht werden. Wenn das Wasser kocht, können auch die Eier für etwa 12 Minuten hinzugefügt werden, um sie hartzukochen. Wurden die Ostereier vorher mit Essig eingerieben, lässt sich nach dem Kochen auch der sogenannte Eierstempel mühelos entfernen.

Eier selbst färben: Ostereier können auch verziert werden

Wem einfache bunte Eier zu langweilig sind, kann die Schalen auch detaillierter verzieren. Dazu müssen frische Eier allerdings schon vorgekocht werden, der Sud wird wie gehabt hergestellt. Kleine Blätter bieten sich beispielsweise für ein Muster an. Hierfür einfach ein Blatt auf das hartgekochte oder ausgeblasene Ei legen und dieses vorsichtig in einen Nylonstrumpf einwickeln. Der Strumpf wird anschließend mit einem Baumwollfaden zugebunden.

Dann müssen die Strumpf-Eier nur noch in den Sud, egal ob warm oder abgekühlt, gelegt werden. Und das so lange, bis die gewünschte Färbung erreicht ist. Für ein Streifenmuster auf den Eiern einfach Gummibänder oder Baumwollfäden vorsichtig umwickeln und das Ei ebenfalls im Sud ziehen lassen. Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Rubriklistenbild: © Robijn Page/Imago

Mehr zum Thema