Beliebte Zimmerpflanze

Orchideen pflegen: Einfacher Trick bringt die Blumen wieder zum Blühen

Orchideen sind zwar beliebt, aber nicht unbedingt pflegeleicht. Ganz einfache Tipps bringen sie wieder zum Blühen.

Dortmund – Orchideen gehören zu den beliebtesten Zimmerpflanzen. Aber um die bunten Blüten zu erhalten, brauchen sie einiges an Pflege, im schlimmsten Fall können Orchideen sogar faulen. Im Gartencenter kann man viele Produkte speziell für die Pflanze kaufen. Aber es geht auch einfacher und vor allem günstiger.

NameOrchideen
WissenschaftlicherOrchidaceae
OrdnungSpargelartige (Asparagales)

Orchideen pflegen: Keine Blüte zu sehen? Das könnte dahinter stecken

Ohne Blüten bestehen Orchideen aus ihren ovalen, länglichen Blättern und sind als Zimmerpflanze immer noch dekorativ. Keine Blüten bedeuten aber nicht automatisch, dass die Pflanze krank ist. Je nach Sorte blühen die Orchideen nur ein- bis zweimal pro Jahr.

Nur wenn die Pflanze über einen längeren Zeitraum gar nicht blüht, sollte man die Ursache dafür untersuchen, berichtet. Eine falsche Bewässerung kann der Pflanze ebenso schaden wie der falsche Standort. Wenn die Grundlagen bei der Orchideenpflege nicht passen, werden auch Pflanzenkuren aus dem Gartencenter nicht helfen.

Schon beim Kauf der Orchidee sollte man die Pflanze und die Zusatzstoffe der Erde genau betrachten. Manche Zimmerpflanzen sind mit giftigen Stoffen belastet.

Orchideen pflegen: Der richtige Standort ist entscheidend

Grundsätzlich brauchen Orchideen Licht, um gesund zu sein und zu erblühen. Die Pflanze an das südlichste Fenster zu stellen, ist aber auch keine Pauschallösung. Zu viel Sonne kann der Pflanze sogar schaden.

Gerade in den besonders sonnigen Monaten April bis September sollten Orchideen nicht in erster Reihe am Fenster stehen. Im unglücklichsten Fall droht ihr ansonsten eine Art Sonnenbrand. Fensternähe ist aber auch im Sommer ein guter Platz für Orchideen. In den Wintermonaten kann die Zimmerpflanze dann auch direkt ans Fenster ziehen.

Orchidee ist nicht gleich Orchidee: Jede Sorte kann andere Bedürfnisse haben, die auch unbedingt beachtet werden sollten. Einige Orchideen mögen es warm und hell, andere brauchen viel Luftfeuchtigkeit und Kälte. Sich über die eigene Sorte zu informieren, ist für eine schöne Blütenpracht auf jeden Fall sinnvoll (mehr Tipps rund um Garten bei RUHR24 lesen).

Orchideen richtig gießen: Einfache Pflege für schöne Blüten

Auch beim Gießen können einige Fehler passieren. Bei Orchideen empfiehlt es sich, die Pflanzen samt Untertopf in Wasser einzutauchen, berichtet Mein Schöner Garten. Hierbei aber bitte nicht übertreiben. Vorab sollte man mit einem Holzstäbchen oder den Fingern überprüfen, ob die Erde im Inneren noch feucht genug ist. Zum Eintauchen ist kalkarmes Wasser in Zimmertemperatur ideal.

Je nach Sorte kann man beim Eintauchen auch etwa alle drei Wochen passenden Dünger in das „Tauchwasser“ geben. So wird die tropische Pflanze mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt. Vor allem während der Wachstumsphase der Blüten sollten Orchideen regelmäßig gedüngt werden.

Orchidee reaktivieren: Günstiger Trick kann Blüten zurückholen

Wer die wichtigsten Faktoren bei der Orchideen-Pflege schon berücksichtigt, muss die Pflanze womöglich mit anderen Mitteln anregen. Wenn die Pflanze seit längerem nicht mehr blüht, kann es helfen, sie vorübergehend in einen kühleren Raum als gewohnt zu stellen.

Im Schlaf- oder Gästezimmer sollte die Temperatur je nach Heizgewohnheiten niedriger sein, als im Wohnbereich. Dort sollten die blühfaulen Orchideen etwa zwei Monate verbringen, um das Blütenwachstum anzuregen – ideal ist eine Temperatur von 15 bis 16 Grad. Es bietet sich auch an, die Orchideen im Winter mit den Kübelpflanzen von draußen zu lagern, beispielsweise in einem Wintergarten.

Einigen Sorten, wie der Cymbidium-Orchidee tut so ein Kälteschock besonders gut. Sie sollten sogar bei unter 14 Grad untergebracht werden, sonst können die Blüten abfallen.

Rubriklistenbild: © Felix Kästle/dpa

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