Es gibt einen Schnäppchentag

Onlineshoppen für Profis: Warenbestände checken und die besten Tipps für richtige Schnäppchen

Wie viel wirklich noch in den Warenlagern vorrätig ist, wissen wohl nur die Online-Händler. Aber es gibt einen Trick, das herauszufinden.
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Wie viel wirklich noch in den Warenlagern vorrätig ist, wissen wohl nur die Online-Händler. Aber es gibt einen Trick, das herauszufinden.

Wie viele Waren hat der Shop wirklich noch auf Lager, auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Aber es gibt einen Trick.

  • Onlineshopping ist eine Wissenschaft für sich, zumindest wenn es um Transparenz und das richtige Schnäppchen geht.
  • Wie viele Waren ein Online-Händler wirklich noch auf Lager hat, kann man mit einem einfachen Trick herausfinden.
  • Und auch, um ein Schnäppchen beim Online shoppen zu machen, gibt es ein paar Tipps.

Dortmund - Online shoppen: für viele wahrscheinlich die Errungenschaft der modernen Gesellschaft. Immer Zugriff haben auf alles, was man sich denken kann – wie im Schlaraffenland, nur eben mit Geld. Allerdings gilt es immer noch als ein Mysterium, wie die Online-Händler wirklich ticken. Aber für etwas mehr Durchblick und die ein oder anderen Schnäppchen gibt es praktische Tipps.

Verein

Verbraucherzentrale

Sitz

Berlin

Vorsitz

Klaus Müller

Zweck

Verbraucherschutz

Mitglieder

51 Verbraucherorganisationen: 16 Verbraucherzentralen; 26 weitere Verbände; 9 Fördermitglieder

Online shoppen: Händler verunsichern Kunden mit einfachen und alten Trick

Es ist ein alter Trick, den auch schon Offline-Warenhäuser vor langer Zeit erkannt haben: Künstliche Verknappung des Warenangebots verleitet arglose Kunden zum Kauf. "Bevor es weg ist, schlage ich lieber zu", diesen Gedanken kennen wahrscheinlich die meisten von uns. 

Das machen sich natürlich auch die Online-Händler zunutze. Schon oft haben wir gesehen wie Onlineshops drängend darauf aufmerksam machen, dass von diesen Schuhen nur drei Paar auf Lager sind oder dass man sich tatsächlich den letzten Pullover anschaut. Wer nicht zugreift, verliert. Aber stimmt das?

Onlineshopping: so erfahren Kunden den echten Warenbestand

Lange schien es nicht möglich zu sein, herauszufinden, ob die Händler flunkern oder tatsächlich mit Transparenz glänzen. Doch die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen kennt einen Trick, wie man dem auf die Schliche gehen kann.

Dafür müssen Kunden ihren Wunschartikel in den Warenkorb legen und sich bis zur Kasse durchklicken, aber anstatt zu bezahlen, dreht man jetzt noch einmal an der Stückzahl. Beim Online-Riesen Otto zum Beispiel lassen sich maximal 50 Artikel hinzufügen, bei Amazon sogar 999. 

Ist es also problemlos möglich bei einem angeblich raren Artikel im Kassenbereich die Stückzahl zu erhöhen, ist klar, dass noch einige der Produkte im Lager verfügbar sind. Also kein Grund zur Hektik – es ist noch genügend Zeit, zu überlegen, ob man das Teil wirklich braucht oder um sogar noch die Preise mit anderen Anbietern zu vergleichen. Dazu kann man auch verschiedene Preisvergleichsportale nutzen, die auch gleich die kürzeste Lieferzeit anzeigen.

"Nur noch wenige auf Lager" - damit locken viele Online-Händler Kunden zur Kasse. Aber das stimmt nicht immer.

Sparen beim Online shoppen – es kommt auf die Zeit und den Tag an

Wer nicht nur auf Transparenz steht, sondern auch auf niedrige Preise, sollte ganz genau auf die Uhr gucken beim Online shoppen, wobei man mit einigen Tipps richtige Schnäppchen machen kann. Denn wie die Verbraucherzentrale Brandenburg herausgefunden hat, können Sparfüchse besonders am Abend zuschlagen (mehr Service-Artikel auf RUHR24.de). 

Demnach senkt beispielsweise Media Markt seine Preise häufig gegen 18.45 Uhr. Aber auch im Verlauf mehrerer Wochen bleiben die Preise nicht stabil. Dasselbe Smartphone kostet mal 800, mal 750 und mal 580 Euro. Hier zahlt sich also Geduld aus. Wer wirklich sparen will, sollte also nicht sofort zuschlagen, sondern den Preis zumindest über den Tag genau beobachten. Pro-Tipp: Mittwoch ist der beste Tag, um Schnäppchen zu schießen.

Sparen beim Online shoppen: Mit dem Smartphone nur gucken – nicht gleich zuschlagen

Mal eben auf dem Weg zur Arbeit mit dem  Smartphone die Onlineshops durchforsten und die neuen Sneaker sind schnell gefunden und landen im Warenkorb. Aber Vorsicht! Gleich mehrere Medien berichten davon, dass Verbrauchern, die mit dem Smartphone shoppenhöhere Preise angezeigt werden könnten.

"Man hat festgestellt, dass Smartphone-Nutzer grundsätzlich schneller Entscheidungen treffen, schneller in Zeitdruck geraten. Und deshalb nicht so sehr die Preise vergleichen", sagte der Sachverständigenrat für Verbraucherfragen dem Stern. Aber nicht nur das. Scheinbar haben auch der Wohnort und das genutzte Smartphone Einfluss auf den Preis. Einige Medien berichten sogar, dass iPhone-Nutzern tendenziell eher teurere Preise angezeigt werden als anderen Smartphone-Nutzern.

Video: Beim Onlineshopping im Ausland sparen

Es ist ein Mythos der im Internet herumschwirrt: Wer beim Einkaufen den vollen Warenkorb einfach zurücklässt und den Browser schließt, den erwarten Angebote und niedrigere Preise. 

Da die Online-Händler ein großes Geheimnis aus ihren Strategien machen, ist es nicht klar, ob das wirklich funktioniert. Aber ausprobieren kann ja nicht schaden. Besonders wenn Kunden einen Account bei dem Shop haben, soll dieser Trick funktionieren.

Ein Smartphone soll in Zukunft nicht nur beim Onlineshoppen behilflich sein, sondern auch Briefe frankieren können - denn die Deutsche Post hat einige drastische Änderungen angekündigt