Kunden aufgepasst

Rückrufaktion von Oliven im Supermarkt: Aufklärung des Herstellers lässt zu wünschen übrig

Oliven in einer Schale
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Kunden aufgepasst: Aktuell sind zwei Oliven-Produkte von einem Rückruf betroffen.

Ein aktueller Rückruf betrifft zwei Oliven-Produkte. Es besteht möglicherweise Gefahr für die Gesundheit. Doch die Informationen sind rar.

Gärtringen – Freunde der mediterranen Küche aufgepasst: Aktuell werden zwei Oliven-Produkte des Herstellers Ciloglu Handels GmbH zurückgerufen. Kunden sollten das Produkt nicht verzehren und stattdessen zurückgeben, berichtet RUHR24*.

PflanzeOlive
Wissenschaftlicher NameOlea europaea
ArtOlivenbaum
FamilieÖlbaumgewächse

Doppelter Oliven-Rückruf: Zwei Produkte eines Herstellers betroffen

Bei dem ersten Oliven-Rückruf ist der Artikel mit der Bezeichnung „DUBLE SELE ZEYTIN PET 9X700GR SCHWARZE OLIVEN“ und der Artikelnummer 0120503 betroffen. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist der 25. November 2022. Die Oliven sind mit der Losnummer 415 versehen.

Der zweite Oliven-Rückruf betrifft den Artikel mit der Bezeichnung „Schwarze Oliven mit Stein MUCIZE SELE ZEYTIN 9 x 700 g“ und der Artikelnummer 0120655. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist hier der 1. Februar 2023. Die Losnummer lautet 451.

Was ist eine Losnummer?

In Deutschland dürfen nur solche Lebensmittel in Verkehr gebracht werden, die mit einer Losnummer versehen sind. Das regelt die deutsche Los-Kennzeichnungs-Verordnung (LKV). Mit der Kennzeichnung muss das Produkt eindeutig dem Los zugeordnet werden können, aus dem es stammt. Ein Los ist die Menge aller in einem gleichen Produktionsdurchgang hergestellter Produkte.

Rückruf von Oliven: Hersteller rückt kaum Informationen raus und wird abgemahnt

Mit konkreten Informationen zum Oliven-Rückruf hält sich der Hersteller bedeckt. Zu bedeckt, wie das Verbraucherportal produktwarnung.eu findet. „Der Hersteller informiert Endkunden unserer Meinung nach nicht umfangreich und vorbehaltlos. So ist nicht gewährleistet, dass möglichst viele Endverbraucher diese Information auch erhalten“, wird der Hersteller dort abgewatscht.

Die Ciloglu Handels GmbH nennt lediglich mikrobielle und substantielle Abweichungen als Grund für den doppelten Rückruf. Das Unternehmen teilt allerdings nicht mit, um was für Abweichungen es sich konkret handelt. Daher muss bei den Oliven von einer Gesundheitsgefahr ausgegangen werden. Vom Verzehr wird abgeraten (alle Rückrufe und Warnungen* auf RUHR24).

Olivenbäume werden hauptsächlich im Mittelmeerraum angebaut.

Wie Merkur.de* berichtet, deutet der Hinweis auf mikrobielle Abweichungen bei dem Oliven-Rückruf darauf hin, dass bei der Produktion mikrobiologische Verunreinigungen wie Keime, Viren oder Bakterien in das Produkt gelangt sind. Das ist einer der häufigsten Gründe für Rückrufe in Deutschland. Wegen gefährlicher Bakterien wird zurzeit auch Salami zurückgerufen*.

Oliven-Rückruf: Betroffene können Produkt auch ohne Kassenbon zurückgeben

Wer von dem Oliven-Rückruf betroffen ist, kann die Produkte in der jeweiligen Verkaufsstelle zurückgeben. Der Kaufpreis wird erstattet. Die Vorlage eines Kassenbons ist bei Rückrufen in der Regel nicht erforderlich.

Dass in Deutschland immer häufiger Produkte zurückgerufen und aus dem Verkauf genommen werden, liegt keineswegs an der minderen Qualität der hierzulande angebotenen Lebensmittel. Die Standards sind weiterhin hoch.

Video: Lebensmittelrückruf – wie funktioniert das?

Hersteller stehen schlicht noch stärker in der Pflicht als früher. Von den rund 1,2 Millionen in der Lebensmittelbranche registrierten Unternehmen werden jährlich über 500.000 Betriebe kontrolliert. Bei dem Wissen oder der Vermutung, dass Gefahr vom Produkt ausgehen könnte, muss die zuständige Behörde umgehend informiert werden. *RUHR24 und Merkur.de sind Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

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