Tipps für Hobbygärtner

Oleander überwintern: So überleben die Sommer-Pflanzen kalte Tage

Der Oleander zählt zu den beliebtesten Kübelpflanzen in Deutschland. In Beeten sieht man ihn hingegen selten – denn Oleander sind nicht winterhart und müssen ins Winterquartier.

Deutschland – Der Oleander stammt aus wärmeren Gebieten wie dem europäischen Mittelmeerraum oder Marokko. Da sich die immergrüne Pflanze den Bedingungen dort angepasst hat, bevorzugt sie sonnige Standorte und hohe Temperaturen. Extreme Kälte verträgt der Oleander hingegen nicht – im Winter muss er daher ins Haus.

Oleanderauch: Rosenlorbeer
wissenschaftlicher NameNerium oleander
Familie Hundsgiftgewächse

Mediterrane Pflanze – der Oleander ist nicht winterhart

Wer gerne in Mittelmeerländern wie Italien oder Spanien Urlaub macht, kennt blühenden Oleander auch aus der freien Natur. Denn die sonnenliebende Pflanze wächst in diesen Ländern wild (weitere Garten-News bei RUHR24).

Da es auch dort Frost geben kann, halten die meisten Oleander-Pflanzen moderaten Minusgraden durchaus Stand. Oleander sollte daher wirklich erst dann ins Winterquartier einziehen, wenn strenge Kälte droht. Solange können die Kübelpflanzen auch draußen stehen.

Blühender Oleander in Italien – die mediterrane Pflanze liebt sonnige Standorte.

Dazu den Kübel nahe an die Hauswand rücken und die Pflanze mit einem luftdurchlässigen Vlies umwickeln. Auch der Kübel selbst kann geschützt werden – beispielsweise mit einer Kokosmatte.

Oleander ist nicht winterhart – dann sollte er ins Haus

Wird ein milder Winter ohne strengen Frost erwartet, könnte der Oleander so geschützt sogar draußen überwintern. Für 2021 sagen die ersten Experten-Prognosen allerdings einen extrem kalten Winter vorher.

Außerdem sind Kübelpflanzen grundsätzlich anfälliger für Kälte als der tiefer verwurzelte Oleander in freier Natur. Daher sollte Oleander in Kübeln spätestens dann reingeholt werden, wenn die Temperatur unter minus fünf Grad sinkt – oder aber bereits mehrere Tage unter null liegt.

Oleander überwintern – das optimale Quartier für die beliebte Kübelpflanze

Als Winterquartier für Oleander sind laut den Experten von Mein-Schöner-Garten.de ein kalter Wintergarten oder ein unbeheiztes Gewächshaus ideal. Aber auch ein lichtdurchfluteter, kühler Kellerraum eignet sich optimal, um Oleander zu überwintern, wie Hobbygärtner gegenüber RUHR24 berichten.

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Wichtig ist aber, dass die Pflanzen Licht benötigen – komplett dunkle Kellerräume sind daher nicht zu empfehlen. Ebenso wenig eignen sich beheizte Wohnräume, denn die Raum-Temperatur sollte beim Überwintern nicht über zehn Grad liegen.

Ideal ist eine Temperatur zwischen zwei und zehn Grad. Der Grund: Ist der Raum zu warm, wird der Oleander leicht von Schädlingen befallen. Zu den häufigsten zählen laut Mein-Schöner-Garten.de und NDR Schildläuse und Spinnmilben.

Oleander überwintern – auch in der Ruhephase benötigt er moderate Pflege

Wegen der Gefahr durch Schädlinge sollten die Pflanzen auch bei optimalen Temperaturen im Winterquartier regelmäßig untersucht werden. Mit solchen Kontollen kann weiterem Befall vorgebeugt werden, denn frühzeitig entdeckt, lassen sich die Schädlinge noch gut bekämpfen.

Mein-Schöner-Garten.de empfiehlt, einzelne Schädlinge einfach mit einem Holzstab abzuschaben. Ist die Pflanze bereits stärker befallen, können Läuse auch mit Speiseöl eingerieben werden – woran sie ersticken.

Auch das Gießen darf im Winter nicht vergessen werden. Allerdings benötigen die Pflanzen in dieser Zeit nicht viel Wasser. Das Portal Gartenjournal.net empfiehlt das Gießen einmal pro Woche, nach Berichten von Hobbygärtnern kommen die Pflanzen oftmals sogar mit weniger aus.

Oleander wieder rausstellen – der richtige Zeitpunkt

Wann der Oleander im Frühling wieder nach draußen kann, hängt davon ab, wie er überwintert wurde. Wurde die Pflanze über Winter in einen kühlen Raum (bis zu fünf Grad) gestellt und ist somit an Kälte gewöhnt, kann sie grundsätzlich bereits im April ins Freie.

Wer regelmäßig Pflanzen überwintert, weiß aber: Um auf der sicheren Seite zu sein, empfiehlt es sich, bis nach den Eisheiligen zu warten. Denn in dieser Zeit Mitte Mai sind traditionellen Bauernregeln zufolge die letzten Frostnächte des Frühjahrs zu erwarten.

Rubriklistenbild: © Nel Pavletic/ Pixsell/ picture alliance

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