Phänomene in der Übersicht

Astronomietag am 24. Oktober: Was in der langen Nacht der Planeten zu sehen ist

Am 24. Oktober steht wieder die lange Nacht der Astronomie bevor. Das gibt es dabei zu sehen.
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Am 24. Oktober steht wieder die lange Nacht der Astronomie bevor. Das gibt es dabei zu sehen.

Am 24. Oktober laden viele Sternwarten und Astronomie-Vereine dazu ein, gemeinsamen Naturphänomene zu bewundern. Das gibt es dabei zu sehen.

Deutschland - Planeten, Sterne und andere astronomische Phänomene beobachten, ist nicht nur für Kinder immer wieder ein Highlight. In der langen Nacht der Astronomie öffnen viele Einrichtungen ihre Türen für alle, die gerne mehr über das Sonnensystem erfahren wollen.

PlanetMars
Gravitation3,711 m/s²
Oberfläche144.800.000 km²

Nacht der Astronomie: Veranstaltungen wegen des Coronavirus ungewiss

Wie auch schon der erste Astronomietag des Jahres, der 28. März, könnte die lange Nacht der Astronomie am 24. Oktober von der Coronavirus-Pandemie beeinträchtigt sein. Wie die Vereinigung der Sternenfreunde mitteilt, ist bisher unklar, welche und wie viele öffentliche Veranstaltungen stattfinden können. Auf ihrer Homepage kann man allerdings nach Veranstaltungen in der Nähe suchen.

Außerdem können sich die Begebenheiten und Hygienemaßnahmen aktuell noch sehr kurzfristig ändern. Stattdessen hofft die Vereinigung auf ein vielfältiges Online-Angebot. Es gibt aber auch Phänomene, die jeder von zu Hause aus beobachten kann.

Diese Planeten kann man in der langen Nacht der Astronomie beobachten

Was genau gibt es in der langen Nacht der Astronomie am Himmel zu sehen? Sobald es abends dunkel wird, steht der zu diesem Zeitpunkt zunehmende Halbmond tief über dem südlichen Horizont. Rechts vom Mond stehen die Planeten Saturn und Jupiter.

Links vom Mond, als in Richtung Osten, leuchtet der rote Planet Mars dann sehr hell. Der Mars erscheint im Oktober generell sehr hell, weil er genau gegenüber der Sonne liegt. Das bedeutet, dass der rote Planet der Erde auch recht nah ist. Jupiter, Saturn und Mars kann man mit etwas Glück und bei wolkenloser Wetterlage sogar mit dem bloßen Auge erkennen.

Lange Nacht der Astronomie: Fast alle Planeten sind zu sehen

Wer ein Teleskop besitzt oder in der langen Nacht der Astronomie eine entsprechende Einrichtung besucht, sieht sogar noch mehr. So sind die weit entfernten Planeten Neptun und Uranus mit einem Fernglas oder Teleskop rechts und links von Mars zu finden.

Wer lange durchhält oder sehr früh aufsteht, kann die Venus als Morgenstern über dem Osthorizont beobachten. Damit sind theoretisch fast alle Planeten des Sonnensystems in einer Nacht zu sehen. Doch wo ist Merkur? Dieser steht direkt neben der Sonne und wird wie die Venus Anfang November am Morgenhimmel auftauchen (mehr aktuelle Astronomie-Phänomene auf RUHR24.de).

Sterne in der langen Nacht der Astronomie beobachten

Doch nicht nur die Planeten, auch Sterne schmücken den Himmel im Oktober. Allerdings schwinden zum Zeitpunkt der langen Nacht der Astronomie einige Sternbilder. Im Südwesten stehen die Sternbilder Schwan, Leier und Adler noch hoch am Himmel. Deren drei Hauptsterne Deneb, Wega und Atair bilden das sogenannte „Sommerdreieck“. Bei dunklem Himmel sieht man außerdem das Band der Milchstraße.

Gleichzeitig geht im Südosten bereits das „Herbstviereck“ auf. Dieses setzt sich aus den drei Sternen des Sternbildes Pegasus und einem Stern der Andromeda zusammen. Links unterhalb vom Pegasus verlaufen die Sternenketten der Fische.

Wer freien Blick zum südlichen Horizont hat, sieht dort vielleicht auch einen besonders hellen Stern: das ist Fomalhaut, der Hauptstern im Sternbild Südlicher Fisch. Sein Name bedeutet übersetzt „Maul des Fisches“.

Lange Nacht der Astronomie: Die Uhren werden wieder umgestellt

Unterhalb von Mars und dem Sternbild Fische liegt der Walfisch. In diesem Sternbild gibt es einen Stern, der nur alle elf Monate so hell wird, dass man ihn mit dem bloßen Auge sehen kann. Dieser wird Mira, die Wundersame genannt. Ende Oktober, also möglicherweise auch während der langen Nacht der Astronomie, soll er gut zu erkennen sein.

Im Laufe der Nacht gehen die Sommersternbilder im Westen unter, die Herbststernbilder passieren die Südrichtung, im Osten treten die Wintersternbilder über den Horizont. Wer bis nach Mitternacht durchhält, kann sogar den Himmelsjäger Orion begrüßen.

Übrigens: In der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober werden die Uhren umgestellt. Das bedeutet wir kehren wieder von der Sommer- in die Winterzeit zurück.