Geimpft und genesen

Österreich: 2G-Regel ab sofort – Auswirkungen auf Ski-Urlaub drohen

Die Skisaison ist vergangenes Jahr quasi ausgefallen. Das soll nun nachgeholt werden. Allerdings verschärft Österreich kurz vor Start die Corona-Regeln.

Wien – Was vergangenes Jahr coronabedingt ausfallen musste, soll dieses Jahr nachgeholt werden: die Skisaison. Allerdings bereiten die Nachwehen der weltweiten Pandemie den Ski-Gebieten noch Probleme. Österreich ist jetzt sogar dazu übergegangen komplett auf 2G zu setzen. Das hat auch Konsequenzen für Touristen.

LandÖsterreich
HauptstadtWien
Bevölkerung8,917 Millionen (2020)

Urlaub in Österreich: Steigende Corona-Zahlen haben Konsequenzen

Nicht nur Urlauber, sondern vor allem auch ganze Skiregionen litten im vergangenem Jahr unter strengen Corona-Regeln. Harte Auflagen wurden zur Herausforderung und Geduldsprobe. Vor allem aber auch zur krassen Existenzbedrohung. Inzwischen hat sich die Lage etwas beruhigt und die Corona-Regeln ein wenig entspannt.

Und dennoch: Auch jetzt werden steigende Corona-Fallzahlen, volle Intensivstationen und damit einhergehende Auflagen zur erneuten Belastung. Besonders mögliche Reisewarnungen hängen laut Wirtschaftskammer Österreich wie ein Damoklesschwert über der Hotel- und Gaststättenbranche.

Österreich ist jetzt ein 2G-Land – was das für Touristen bedeutet

Und auch für Reisende könnte die nahende Skisaison spannend werden – denn nicht alle Menschen dürfen sich beim Après-Ski in der Hütte mit einem Glühwein aufwärmen. Österreich ist seit Montag (8. November) ein 2G-Land (mehr Urlaubs-News bei RUHR24).

Bewohner des Landes sowie Touristen, die nicht gegen das Coronavirus geimpft oder genesen sind, müssen ab jetzt mit Einschränkungen im öffentlichen Leben rechnen. Überall dort, wo bislang 3G-Regeln galten, gelten nun 2G-Regeln. Dazu gehören laut österreichischem Bundesministerium „Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz“ folgende Bereiche:

  • Körpernahe Dienstleistungen
  • Gastro, Weihnachtsmärkte, Hotels
  • Kulturbereich (Theater, Kinos, Opern – allerdings gehören Museen nicht dazu)
  • Sport und Freizeiteinrichtungen
  • Seil- und Zahnradbahnen (z.B. Skilifte, Gondeln etc.)
  • Besuche in Krankenhäusern und Alten- sowie Pflegeheimen. Davon ausgenommen sind laut Ministerium allerdings „Besuche im Rahmen der Palliativ- und Hospizbegleitung oder die Begleitung bei der Geburt“
Bleiben die Lifte in der kommenden Skisaison wohl wieder leer?

Corona-Pandemie in Österreich: Ein Viertel der Bewohner noch nicht geimpft

Wer sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen kann, darf mit einem ärztlichen Attest und einem PCR-Test weiter am öffentlichen Leben teilnehmen. Das gilt bis zum 6. Dezember auch für Menschen, die bislang nur eine Impfung erhalten haben. Kinder unter 12 Jahren sind von der 2G-Regel ausgenommen.

Mit diesen Maßnahmen will Österreich den Druck auf Ungeimpfte erhöhen. Bislang haben mehr als ein Viertel der Menschen in Österreich ab 12 Jahren noch kein Impfzertifikat – das ist einer der Hauptgründe für die steil ansteigenden Fallzahlen und die sich füllenden Krankenhäuser. 

Corona in Öszterreich: Regionen haben teilweise Inzidenzen über 900

Vizekanzler Werner Kogler ist sich sicher, „dass das einen starken Beitrag zur Eindämmung des Geschehens leisten kann.“ Zusätzlich könnten regional weitere Maßnahmen ergriffen werden, wenn es nötig sei. Damit verweist der Vizekanzler auf die teilweise sehr hohen Corona-Inzidenzen in manchen Bundesländern.

Zuletzt lag die Sieben-Tage-Inzidenz in Österreich bei 599,6. Das ist ein krasser Unterschied zu Deutschland, hier liegt die Inzidenz aktuell bei 201,1. In Oberösterreich und im Salzburger Land hat die Inzidenz schon die Marke von 900 überschritten. Die beiden Bundesländer an der Grenze zu Bayern haben österreichweit die niedrigsten Impfraten. Mit DPA-Material.

Rubriklistenbild: © Barbara Gindl/dpa

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