21 TK-Produkte im Test

TK-Erbsen im Öko-Test: Tester erleben Wunder beim Ergebnis

Öko-Test hat TK-Erbsen getestet. 21 Produkte wurden auf Pestizide und Schwermetalle hin untersucht. Bei den Testergebnissen erlebte das Verbrauchermagazin ein „grünes Wunder“.

Frankfurt am Main – Egal ob schnelle Erbsensuppe oder simple Buttererbsen – es schadet nie, eine Packung TK-Erbsen zu Hause zu haben. Das kleine, grüne Gemüse ist außerdem auch echt gesund und punktet in Sachen Eiweiß und Ballaststoffe. Kein Wunder, dass die Deutschen rund ein Kilo Erbsen im Jahr pro Kopf verdrücken. Öko-Test wollte daher wissen, wie gut das Gemüse wirklich ist.

Verbraucher­magazin:Öko-Test
Hauptsitz:Frankfurt am Main
Verkaufte Auflage:112.433 Exemplare
Reichweite:1,20 Mio. Leser
Erscheinungsweise:monatlich

TK-Erbsen bei Öko-Test: 21 Produkte von Aldi, Lidl, Edeka und Rewe im Test

Dafür hat sich das Verbrauchermagazin 21 Produkte aus Supermärkten und Discounter angesehen und auf Pestizide, Desinfektionsmittelrückstände und Schwermetalle hin untersucht. Unter den getesteten TK-Erbsen waren unter anderem Produkte von den Discountern Aldi (All Seasons Junge Erbsen), Lidl (Freshona Erbsen) oder Netto (Beste Ernte Junge Erbsen).

Öko-Test hat sich aber auch Erbsen von Supermärkten wie Edeka (Gut & Günstig Junge Erbsen) und Rewe (Ja! Junge Erbsen) sowie von den Lieferdiensten Eismann und Bofrost angeschaut. Preislich lagen die getesteten Produkte zwischen 72 Cent und knapp 3 Euro für 450 Gramm Erbsen.

Öko-Test prüft Erbsen: Tester erleben Wunder beim Ergebnis

Bei der Auswertung der Testergebnisse hat Öko-Test ein echtes Wunder erlebt. Denn alle 21 TK-Erbsen bekamen die Note „sehr gut“. So ein durchweg positives Ergebnis ist bei Öko-Test äußerst selten. In der Regel tritt eher das Gegenteil ein und die meisten Produkte im Test schneiden schlecht ab. Das war beispielsweise im letzten Lachs-Test der Fall – nur ein Fisch schnitt „sehr gut“ ab.

Doch bei den TK-Erbsen Fehlanzeige. Wie Öko-Test angibt, konnten in keinem der acht Bio-Produkten Pestizide nachgewiesen werden. Auch bei den Erbsen aus konventionellem Anbau wurde im Labor bis auf wenige Ausnahmen nichts gefunden. Nur in sechs TK-Lebensmitteln fanden die Tester im Labor Rückstände einzelner Spritzmittel.

TK-Erbsen im Öko-Test: Grund für gutes Ergebnis – Experten haben Verdacht

Allerdings waren die gemessenen Werte so gering, dass es nicht zu einem schlechteren Ergebnis im Erbsen-Test führte. Auch handelte es sich bei dem Spritzmittelfund nicht um Pestizide, die als gesundheitsschädigend eingestuft werden. Öko-Test konnte also auch hier Entwarnung für die Erbsen geben.

Öko-Test hat auch schon einen Verdacht, warum die TK-Erbsen durchweg zu empfehlen sind und ein solch gutes Ergebnis für sich verbuchen können. Und zwar wegen ihrer Herkunft. Im Gegensatz zu Roten Linsen oder zu Kichererbsen, die ebenfalls von Öko-Test untersucht wurden, kommen alle getesteten TK-Erbsen aus der EU.

Öko-Test prüft TK-Erbsen und erlebt „grünes Wunder“

So gibt es innerhalb der EU strengere Vorgaben für Landwirte, was den Einsatz von Pestiziden wie beispielsweise Glyphosat angeht. Auch sind in der Europäischen Union einige Spritzmittel gänzlich verboten, die außerhalb der EU – wie zum Beispiel in der Türkei – noch eingesetzt werden dürfen.

Öko-Test fragt nach: Erbsen stammen aus Deutschland – mit einigen Ausnahmen

Allerdings sind die Hersteller von TK-Ware nicht verpflichtet, genau anzugeben, wo ihr Gemüse herkommt. Die Angabe EU oder Nicht-EU ist ausreichend. Im Falle der TK-Erbsen gaben nur vier Hersteller Details zum Anbau der Erbsen an – sie stammten alle aus Deutschland. Auf Nachfrage von Öko-Test lieferten aber auch die anderen Produzenten Antworten. Als Anbauland wurden neben Deutschland auch häufig Frankreich oder die Niederlande genannt.

Kunden, für die die Herkunft der TK-Erbsen jedoch nicht mehr als Erbsenzählerei ist, können diesen Aspekt getrost außer Acht lassen. Denn am Ende zählt immer noch das durchweg gute Ergebnis des Erbsen-Tests bei Öko-Test. Und das sagt: Alle Erbsen – egal ob von Aldi, Lidl oder in Bio-Qualität von Edeka – können bedenkenlos gekauft und zubereitet werden.

Rubriklistenbild: © Lisa Bender/RUHR24

Mehr zum Thema