Öko-Test prüft Zahnpasta: Diese Produkte bekommen die Note "sehr gut"

Ökotest hat Zahnpasta unter die Lupe genommen. Foto: dpa
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Ökotest hat Zahnpasta unter die Lupe genommen. Foto: dpa

Öko-Test hat 400 handelsübliche Zahnpasta getestet. Fast die Hälfe der Tuben bestand den Test nicht. Bei uns erfahrt ihr die Gründe!

Öko-Testhat zuletzt 400 Sorten Zahnpasta getestet. Das erschreckende Ergebnis: Knapp jede Zweite bestand den Test nicht. Insgesamt 199 Tuben fielen durch. Ihnen fehlt häufig ein wirksamer Fluorid-Schutz gegen Karies.

Das Verbrauchermagazin Öko-Test untersuchte bei diesem Check alle wichtigen Eigenmarken und Markenprodukte aus Discount- und Supermärkten, Drogerien, Apotheken und Online-Shops.

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Im Test waren 204 Sorten Universal-Zahnpasta, 36 Tuben Sensitiv-Zahncreme, 94 mal Zahnpasta für weißere Zähne und 66 Sorten Kinderzahnpasta für Milchzähne und Junioren. Darunter befinden sich auch 65 Naturkosmetik-Zahncremes, die für Erwachsene geeignet sind.

Zahnpasta von Discountern schneiden gut ab

Zu den Testsiegern mit der Note "sehr gut" zählen zum Beispiel die "dm"-Zahnpasta der Marke "Alverde" (Alverde 5 in 1 Zahncreme Nanaminze) oder das Rossmann-Produkt "Alterra Zahncreme Bio-Minze". Auch Discounter wie zum Beispiel Aldi, Lidl oder Norma führen Zahncreme-Eigenmarken mit der Note "sehr gut".

Überraschend: Marken-Zahnpasta wie "Signal Sport Gel Fresh" bekamen die Note "ungenügend". Als Bedenklich stufte Ökotest hier umstrittene Inhaltsstoffe wie Natriumlaurylsulfat ein. Auch verschiedene Sorten der Marke "Sensodyne" und weiterer Zahnpasta-Größen schnitten mit "ungenügend" ab.

Unter diesem Linkkönnt ihr schauen, wie die Tube, die bei euch im Bad steht, abgeschnitten hat.

Außerdem warnt Öko-Test vor dem Verzehr von GutBio-Studentenfutter. Das Produkt des Discounters Aldi soll Gift von Schimmelpilzen enthalten.

Nach Öko-Test: stecken umstrittene Inhaltsstoffe in Zahnpasta?

Die Tester prüften die Tuben nach folgenden Fragen: Stecken umstrittene Inhaltsstoffe in den Tuben? Hilft Sensitiv-Zahnpastawirklich bei schmerzempfindlichen Zähnen? Wie weit sind die versprochenen Aufhell-Effekte von Zahncremes wissenschaftlich bewiesen? Und: Informieren die Anbieter von Kinderzahnpasta ausreichend über Kariesschutz mit Fluorid?

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Das Ergebnis: Immerhin jede dritte Zahnpastakann empfohlen werden. 116 Produkte haben mit der Note "sehr gut" abgeschnitten, 27 mit der zweitbesten Note "gut". Die Zahnpasta-Tuben eine dieser beiden genannten Kategorien enthalten Fluorid und keine umstrittenen Inhaltsstoffe.

Zahnpasta: 199 Sorten fielen durch

Das Erschreckende jedoch: Fast jede zweite Zahnpasta im Test fiel durch. Insgesamt 199 Produkte bewerteten die Tester mit der Note "mangelhaft" oder sogar "ungenügend". "Befriedigend" oder "ausreichend" sind 58 Zahncremes. Sie weisen kleinere Mängel auf.

Das Hauptproblem für die vielen schlechten Ergebnisse ist, dass in den Zahncremes kein oder zu wenig Fluorid enthalten ist. Diese Produkte bekamen keine bessere Note als "mangelhaft".

Menschen, die ihre Zähne mit fluoridhaltiger Zahnpasta putzen, beugen Kariesbefall vor. Die deutsche Zahnmedizin-Leitlinie empfiehlt Erwachsenen deshalb unmissverständlich fluoridhaltige Zahnpasta.

Optimal ist ein Fluoridgehalt von mindestens 1.000 ppm

"Optimal ist laut der Leitlinie ein Fluoridgehalt von mindestens 1.000 ppm (ein Gramm pro Kilogramm). Bei Tuben mit weniger, aber mindestens noch 500 ppm, drücken wir noch ein Auge zu", sagen die Öko-Tester. Diese Zahncremes können aber nicht besser als „befriedigend“ sein.

Für Milchzähne empfehlen Experten fluoridhaltige Zahnpasta bisher nicht klar und eindeutig. Kinderzahnpasta ohne Fluorid werten sie daher nicht grundsätzlich ab.

Zuletzt hat Ökotest sich Sonnencremes für sensible Häute angeschaut.Das erschreckende Ergebnis: nur vier Cremes bestehen den Test.

Übrigens: Öko-Test hat jetzt 22 verschiedene Sorten Kaffee getestet – und in allen einen Stoff gefunden, der womöglich krebserregend ist.