Haushaltsgeräte im Test

Öko-Test nimmt Wasserkocher unter die Lupe: Nur vier Geräte schneiden mit der Note "sehr gut" ab

Öko-Test testet 15 Wasserkocher
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Öko-Test testet 15 Wasserkocher

Öko-Test hat die Sicherheit und Hygiene bei Wasserkochern unter anderem von Bosch und WMF getestet. Nicht alle Geräte sind zu empfehlen.

  • Öko-Test hat 15 Wasserkocher geprüft - unter anderem von Bosch und WMF.
  • Dabei schnitten nur vier Wasserkocher mit "sehr gut" ab.
  • Welche Tipps gibt es beim Kauf eines Wasserkochers?

Dortmund/Frankfurt - Er ist für viele ein absolutes Must-have im Haushalt: der Wasserkocher. Ob in Schwarz oder Silber, aus Kunststoff, Edelstahl oder Glas, den Küchenhelfer gibt es mittlerweile in allen Kreationen. Vom Reisewasserkocher bis hin zum Designerwasserkocher - Wasserkocher erleichtern das Erhitzen von Wasser in jeglicher Form und sind im besten Fall auch energiesparend

Jedoch gibt es bei Wasserkochern nicht nur im Preis und beim Material große Unterscheide. Die Experten von Öko-Test, die auch Marmelade untersucht haben, sind auch der Meinung, dass die Leistung, die Handhabung und die Sicherheit eine wichtige Rolle spielen.

Öko-Test untersucht mehrere Faktoren der verschiedenen Wasserkocher

Gute Wasserkocher müssen etwas aushalten, heißt es laut Öko-Test, wo jetzt Menstruationstassen unter die Lupe genommen worden sind. Sie sollten sicher und einfach zu bedienen sein. Denn betrachtet man die Nutzung über längere Zeit, nimmt man die Elektrogeräte oft tausendfach in die Hände.

Insgesamt hat Öko-Test 15 Wasserkocher aus Glas, Metall sowie Kunststoff getestet. Davon waren fünf Wasserkocher mit Warmhaltefunktion und Temperatureinstellung und die Preise lagen zwischen 12 und 80 Euro. 

Schnelligkeit der Wasserkocher getestet

Speziell wurden mehrere Faktoren von einem auf Haushaltsgeräte spezialisiertem Testinstitut unter die Lupe genommen. Die Wasserkessel mussten zeigen, wie schnell sie einen Liter Wasser zum Kochen bringen können und wie viel Energie sie dabei verbrauchen. Im Ganzen wurden die Wasserkocher 365 Mal hintereinander zum Einsatz gebracht. 

Die Hygiene bei einem Wasserkocher spielt eine große Rolle

Außerdem checkten die Tester Handhabung, Ausstattung, elektrische Sicherheit, Genauigkeit der Temperatur und die Schadstoffe der Haushaltsgeräte.

Die Öko-Tester überprüften Wasserkocher von großen Marken wie WMF

Insgesamt erfüllten die getesteten Modelle von WMF, Philips und 13 weiteren Wasserkochern alle die grundlegenden Sicherheitsstandards. Alle Geräte gehen automatisch aus, wenn man sie ohne Wasser anschaltet. Das bedeutet, ihre Elektrik ist sicher und sie kippen nicht so leicht um. 

Aber das Ergebnis des Öko-Tests zeigt, dass nur vier Wasserkocher mit der Note "sehr gut" überzeugen konnten. Die Testsieger des Öko-Tests sind die Wasserkocher von Braun, Siemens, AEG und Tefal. Der Öko-Testbesagt, dass diese benutzerfreundlich und sehr sicher sind.

Günstiger Wasserkocher schneidet gut ab

Der AEG-Wasserkocher EWA3700 Perfect Morning etwa schnitt trotz seines relativ günstigen Preises von rund 35 Euro mit "sehr gut" ab und kochte in 2.28 Minuten den Liter Wasser heiß – ganz ohne Handhabungsmängel. Zuletzt auch Öko-Test auch Waschmittel unter die Lupe genommen.

Auch der Tefal Principio Select Wasserkocher KO2008 bekam die Note  "sehr gut" und war mit 3.15 Minuten nur etwas langsamer als der AEG-Wasserkocher. Der Tefal-Wasserkocher wird für 30 Euro im Handel angeboten.

Dass günstig nicht gleich schlecht sein muss, zeigt der Öko-Test zu Deo: Testsieger waren günstige Marken, teure enthielten mitunter gefährliche Stoffe. Ähnlich sieht das beim Öko-Test der Feuchttücher für Babys aus.

Beste Wasserkocher im Öko-Test sind aus Kunststoff

Die besten Wasserkocher im Praxistest waren vor allem die aus Kunststoff, da sie besonders gut isoliert sind. Einige Wasserkocher haben mit dem Gesamturteil "gut" abschneiden können. Die restlichen Geräte bemängelt Öko-Test, der jetzt auch die Inhaltsstoffe von Ketchup getestet hat, vor allem in der Handhabung und Sicherheit, da mehrere Produkte nur mit "befriedigend" oder "ausreichend" bewertet wurden. Infolgedessen haben fünf Modelle nennenswerte Schwächen in Sachen Schadstoffe aufgewiesen.

Mit der Note "ausreichend" war der Klarstein Aquavita Chalet 10021359 Wasserkocher mit einem Preis von circa 45 Euro einer der Testverlierer. Außerdem ist ein weiterer Wasserkocher der Marke Severin im Test ziemlich negativ aufgefallen. Die Prüfer von Öko-Test, die auch Selbstbräuner untersucht haben, hatten Schadstoffe im Griff vorgefunden.

Wasserkocher aus Glas können schnell überhitzen

Worauf sollte man bei einem Kauf eines Wasserkochers achten?

Wichtig: Bei einem Kauf eines neuen Haushandgerätes sage den Prüfern zu Folge der Preis meist wenig über die Qualität des Produktes. Die Experten von Öko-Test, die auch stilles Mineralwasser getestet haben, können durchaus auch Wasserkocher für unter 20 Euro empfehlen. Denn auch teurere Geräte haben im Test bei der Sicherheit und Handhabung geschwächelt.

Zusätzlich gut zu wissen ist, dass ein Kocher mit verdecktem Heizelement besser zu reinigen ist, als einer mit freiliegender Heizspirale. Wer besonders gerne grünen Tee trinkt, sollte sich einen Wasserkocher mit einstellbarer Temperaturfunktion zulegen. Diese Geräte bringen das Wasser gezielt auf Temperaturen unter 100 Grad Celsius. Je nach Material des Wasserkochers ist es wichtig, dass auch das restliche Gehäuse bestimmte Temperaturen nicht überschreitet.