Holzkohle, Kohlebriketts und Co.

Passend zur Grill-Saison: Öko-Test untersucht Grillkohle - ein Anbieter sticht im Test besonders hervor

Kohlegrill: Das sind laut Öko-Test die besten Holzkohlen und Kohlebriketts.
+
Kohlegrill: Das sind laut Öko-Test die besten Holzkohlen und Kohlebriketts.

Holzkohle im Test: Öko-Test hat sich 20 Sorten Grillkohle vorgenommen und interessante Ergebnisse erhalten. Das sind die Gewinner. 

  • Öko-Test hat Holzkohlen und Grillbriketts getestet.
  • Grillexperten schwören auf Holzkohle aus Buche für den perfekten Geschmack.
  • Zwei Produkte nutzten sogar umweltschädliche fossile Brennstoffe als Basis.

Frankfurt - Die Grill-Saison startet und solange das Coronavirus* wütet, werden viele im eigenen Garten grillen, um dem Alltag etwas zu entfliehen. Dass das Fleisch auf einem Kohlegrill gut gelingt, hängt häufig mit der gewählten Grillkohle zusammen. Die hat Öko-Test nun genauer untersucht, wie RUHR24.de* berichtet.

Unternehmen

Öko-Test

Auflage

circa 110.000 Exemplare

Verlag

ÖKO-TEST AG

Chefredakteur und Geschäftsführer

Hans Oppermann

Reichweite

1,2 Millionen Leser

Grillkohle bei Öko-Test: 20 Produkte im Test

Viele Grillliebhaber schwören auf den Kohlegrill mit Holzkohle. Besonders Buchenholz soll ein gutes Grillergebnis liefern. Andere sind der Meinung, dass sich Grillbriketts für ein langes Glühen besser eignen (alle Ratgeber- und Service-Themen bei RUHR24.de*).

Passend zum Anfang der Grill-Saison hat Öko-Test in der Ausgabe 6/2020 (Bezahlartikel) 20 verschiedene Grillkohlen getestet. Neben zehn verschiedenen Holzkohlen wurden auch zehn verschiedene Kohlebriketts miteinander verglichen.

Grillkohle-Test - Darauf hat Öko-Test geachtet:

Im Test hat das Verbrauchermagazin Öko-Test, das kürzlich erst Reis untersuchte, auf diese Punkte geachtet:

  • Sind die Stücke groß? Oder sind es eher kleinere Stückchen, die sich nicht gut zum Grillen eignen?
  • Wie lange benötigt das Produkt in einem Anzündkamin um zu glühen?
  • Wie hoch sind die Temperaturen auf dem Rost nach jeweils 15, 30 und 60 Minuten?
Neben dem Praxistest hat Öko-Test zusätzlich Proben der Produkte an das Hamburger Thünen-Institut für Holzforschung geschickt. Das Institut sollte die Beschaffung und die Herkunft des Produktes bestimmen.

Öko-Test: Art und Herkunft entscheiden über Nachhaltigkeit der Grillkohle

Denn Hersteller von Grillkohle sind nicht dazu verpflichtet die Art und die Herkunft des Holzes ihrer Produkte auf der Verpackung zu vermerken. "Selbst per FSC-Zertifikatsnummer erhält der Verbraucher nur vage Informationen", schreibt Öko-Test in seinem Artikel.

Das "Forest Stewardship Council"-Zertifikat, kurz FSC, ist ein internationales Zertifizierungssystem und markiert Produkte, die aus einer nachhaltigen Forstwirtschaft kommen. Ein solches Siegel kann verschiedene Abstufungen haben. So muss ein Produkt mit einem 100-prozentigem FSC-Siegel strenge Auflagen erfüllen.

Grillkohle: Hersteller geben teilweise keine Herkunft an

Auf der Hälfte der getesteten Produkte hat Öko-Test eine Angabe zur Art und Herkunft des Holzes gefunden. Bei der anderen Hälfte hat das Verbrauchermagazin die Informationen bei den Unternehmen anfragen müssen.

Nach den Tests im Labor gab es jedoch eine Überraschung: Bei drei Produkten hat das Labor aus Hamburg größere Abweichungen zu Angaben von Herkunft und Art des Holzes gefunden.

Öko-Test: FSC-Siegel kann nachhaltigere Grillkohle auszeichnen

Einen Fall hebt Öko-Test besonders hervor: "Max Premium Holzkohle Grill & Barbecue". Auf die Anfrage soll der Hersteller europäische Hölzer wie Hainbuche und Eiche, und als Herkunft die Ukraine genannt haben. Das FSC-Siegel auf der Verpackung soll zudem auch nur europäische Hölzer zulassen.

"Das Thünen-Institut wies jedoch Hölzer aus tropischem oder subtropischem Klima der Pflanzenfamilie Fabaceae (Hülsenfrüchtler) nach. Dazu zählen zum Beispiel die Akazie oder der in Afrika beheimatete Mopane", schreibt das Verbrauchermagazin zu dem Fall.

Kritische Punkte im Test - Fossile Kohlearten in einigen Holzkohlen

Aber auch bei zwei Brikett-Produkten gibt es Minuspunkte von Öko-Test. In den Produkten fand das Labor einen zu hohen Gehalt von unzulässigenfossilen Kohlearten.

Bei zwei Holzkohlen gab es zu viele kleine Kohlestücke: "Auf Brösel und Steinchen kann der Grillmeister gern verzichten."

Kohlegrill: Das sind laut Öko-Test die besten Holzkohlen und Kohlebriketts.

Bei zwei Produkten bemängelt Öko-Test die Verwendung von fossilen Brennstoffen. Die nutzen nämlich kein Holz, sondern Braunkohle. "Das wertet Öko-Test ab, da der Rückgriff auf fossile Brennstoffe unseres Erachtens nicht nachhaltig ist. Es gibt genügend Alternativen aus nachwachsenden Rohstoffen."

Grillkohle-Test: Das sind die Gewinner laut Öko-Test

Bei den getesteten Holzkohlen schneiden sechs Produkte mit der Endnote "gut" ab. Darunter unter anderem die "Dehner Grill-Holzkohle", die "Kingstone Premium Charcoal" und die "Pro Fagus Der Sommer Hit Premium Buchen Grill-Holzkohle".

Video: So entsorgen Sie Grillkohle sicher

Fünf der zehn Grillbriketts haben sogar mit "sehr gut" abgeschnitten. Darunter Produkte der Marken Flammenco, Gut und günstig, Kingstone, Pro Fagus und Weber.

Neben den Klassikern gibt es aber auch noch andere Möglichkeiten zu Grillen: Neben Elektrogrills und Gasgrills kann man den Kohlegrill auch mit umweltfreundlichen Alternativen einheizen*. Die bestehen zum Beispiel aus Kokos.

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.