"Öko-Test" untersucht Olivenöle: Darum sind viele Produkte "mangelhaft"

"Öko-Test" hat Olivenöle untersucht. Foto: Informationsgemeinschaft Olivenöl/dpa/tmn
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"Öko-Test" hat Olivenöle untersucht. Foto: Informationsgemeinschaft Olivenöl/dpa/tmn

Das Verbrauchermagazin "Öko-Test" hat Olivenöle unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Oft sind Stoffe enthalten, die in Olivenöl nichts zu suchen haben.

In vielen Haushalten darf Olivenöl zum Kochen nicht fehlen. Daher hat "Öko-Test" unterschiedliche Olivenöle untersucht - und ist zu einem schockierenden Ergebnis gekommen.

Insgesamt prüfte das Verbrauchermagazin "Öko-Test" 20 verschiedene Olivenöle der höchsten Güteklasse "nativ extra". Doch die meisten davon entsprechen noch nicht einmal den Mindestanforderungen.

"Öko-Test": Diese Olivenöle sind belastet

In jedem zweiten der getesteten Produkte soll sich in erhöhten Mengen Mineralöl befinden. Untersucht haben die Experten unter anderem geschmackliche Fehler und Schadstoffe wie Weichmacher, Pestizide und eben Mineralölrückstände.

Nur das Öl "Rapunzel Kreta Natives Olivenöl extra, fruchtig" für 9,99 Euro pro 500 Milliliter war frei von Schadstoffen und erhielt daher die Note "gut".

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Insgesamt neun Olivenöle fielen im Test durch, drei davon mit "mangelhaft" und sechs mit "ungenügend". Dazu zählen das "Primadonna Natives Olivenöl Extra" von Lidl (2,39 Euro pro 500 Milliliter) und das "Mani Bläuel Natives Olivenöl Extra" von Bläuel Greek Organic Products (8,99 Euro pro 500 Milliliter).

Außerdem warnt Öko-Test vor dem Verzehr von GutBio-Studentenfutter. Das Produkt des Discounters Aldi soll Gift von Schimmelpilzen enthalten.

Diesen Sorten sollen einen sehr stark erhöhten Gehalt an dem Mineralöl MOSH/POSH aufweisen. Im "Naturata Olivenöl Nativ Extra" von Naturata sollen sogar Weichmacher enthalten sein, die innerhalb der EU als fortpflanzungsgefährdend gelten. Zudem beschrieben die Experten es als "ranzig". Laut "Öko-Test" ist eine solche Fehlnote in der besten Güteklasse "nativ extra" verboten.

Übrigens: Öko-Test hat jetzt 22 verschiedene Sorten Kaffee getestet – und in allen einen Stoff gefunden, der womöglich krebserregend ist.