Kritik im Netz

Netto kündigt neues Sortiment an – doch Kunden sind gar nicht begeistert

Der Discounter Netto wirbt aktuell mit seinem neuen Sortiment. Doch einige Kunden sind skeptisch, was die Produkte betrifft.

Dortmund – Der Trend zu ökologischen und regionalen Produkten kommt mittlerweile in jedem Supermarkt zur Geltung. Als Reaktion auf die hohe Nachfrage hat Edeka zuletzt viele neue Bio-Marken ins Sortiment aufgenommen. Der Discounter Netto zieht bei diesem Trend nun mit und setzt auf eine neue Eigenmarke. Auf Facebook hagelt es allerdings bereits Kritik.

DiscounterNetto
HauptsitzMaxhütte-Haidhof
Anzahl der Mitarbeiter84.000 Mitarbeiter

Netto erweitert regionales Sortiment – neue Eigenmarke „Heimat“

Die Edeka-Tochter bietet ab sofort mehr regionale Produkte an. Unter der neuen Eigenmarke „Heimat“ will der Discounter nun im Bereich Regionalität der Produkte wettbewerbsfähig werden. Wie die Lebensmittel-Zeitung berichtet, soll Obst und Gemüse mit dem Label „Heimat“ von Landwirten aus dem Umland stammen.

Wo genau die Ware herkommt, wird mithilfe einer Deutschlandkarte auf der Verpackung gekennzeichnet. Rispentomaten bei Netto sollen laut der Lebensmittel-Zeitung beispielsweise aus Bayern kommen. Genauere Informationen zur Herkunft können Kunden durch das Scannen eines QR-Codes ermittelt werden. Bis Anfang Oktober sollen die neuen Produkte deutschlandweit zu kaufen sein. Doch einige Netto-Kunden sind skeptisch, was die Neuerung betrifft.

Netto erweitert Sortiment – doch Kunden der Edeka-Tochter sind skeptisch

Die breit ausgelegte Werbekampagne für das neue Sortiment umfasst neben Aufstellern, Plakaten und Schaukästen in den Filialen auch einen Werbefilm. Zudem wird die Kampagne auf den sozialen Medien verbreitet. Dabei wird der Slogan „Ist das Heimat-Gemüse knackig, war der Lieferweg wohl zackig“ verwendet (mehr zu Supermärkte und Discounter bei RUHR24).

Doch einige Menschen nehmen die Werbekampagne als Anlass, scharfe Kritik zu üben. Mehrere Facebook-Nutzer können frisches Obst und Gemüse aus der Region nicht mit dem Discounter Netto in Verbindung bringen. So wird unter dem Facebook-Beitrag der Werbekampagne vor allem an der Qualität der Produkte gezweifelt. Ein Nutzer kommentiert deshalb: „Obst und Gemüse kaufe ich dort nicht mehr. Gammelig, schimmelig und faules Zeug“.

Netto setzt mit neuen Produkten auf mehr Regionalität.

Zudem wird angeprangert, dass weiterhin Produkte aus dem Ausland in den Regalen lägen. „Wirklich? Warum liegen dann Waren aus dem Ausland in den Regalen? Marokko und so weiter.“ fragt ein Facebook-User. Ob die Qualität der Produkte die Kunden von Netto künftig überzeugen kann, wird sich noch herausstellen. Zuletzt hat auch Lidl einen regelrechten Shitstorm auf Facebook als Reaktion auf die neu eingeführten Rettertüten erlebt.

Rubriklistenbild: © Imago

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