Woran liegt es?

Nudeln: Preis-Explosion droht – Experte: „Teilweise Verdreifachung“

Das Wasser zum Kochen bringen, eine Prise Salz und die Nudeln rein. So einfach geht‘s. Doch jetzt droht Pasta-Freunden ein immenser Preisanstieg.

Deutschland – Sie gehen schnell, sind leicht und machen satt: Nudeln sind insbesondere für Koch-Muffel eine sichere Bank für ein solides Essen. Noch dazu mit unterschiedlichen Soßen werden die Mahlzeiten richtig vielseitig. Doch Nudel-Fans müssen jetzt stark sein.

ArtHartweizen
FamilieSüßgräser (Poaceae)
GattungWeizen (Triticum)

Nudeln: Preis-Anstieg in Supermarkt und Discounter droht – darum wird Produkt teurer

Denn es droht ein Preis-Anstieg in den Supermärkten und Discountern. Das hat nichts mit dem großen, deutschlandweiten Nudel-Rückruf zu tun. Schuld ist das Wetter.

In Deutschland war der Sommer durchwachsen und von Unwettern geprägt. Das gefällt weder den Menschen noch dem Hartweizen. Das Getreide gilt als witterungsempfindlich. Die phasenweise hohe Niederschlagsmenge war zu viel. N-TV berichtet, dass es dadurch zu Qualitätsmängel und einem erhöhten Risiko von Schimmelbefall kommen könne, so war auch Mehl war kürzlich davon betroffen.

Preis für Nudeln steigt: Wetter verdirbt Hartweizen-Ernte – Supermärkte müssen reagieren

Die Folge: Die Preise für Nudeln steigen spürbar. „Die diesjährige Erntemenge reicht nicht aus, und wir sehen eine Verdoppelung, teilweise eine Verdreifachung der Preise für Hartweizen“, erklärt Guido Jeremiasder, Spartensprecher Teigwaren und Hartweizenmühlen vom Verband der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft (VGMS) die „dramatische Situation“.

Das betrifft zunächst mal die Hersteller. Welche Auswirkungen die Ernte auf Verbraucher hat, ist noch unklar. Doch auch das Bundeslandwirtschaftsministerium hält angesichts des wetterbedingten Ernteausfalls fest, dass eine sichere Ernte keine Selbstverständlichkeit sei.

Wegen des Wetters fällt die Hartweizen-Ernte mau aus. Das wirkt sich auf die Nudel-Preise aus.

Nudeln werden teurer: Ernteausfälle in vorherigen Jahren bestätigen steigende Preise in Supermärkten

Das unbeständige Wetter führe „sehr deutlich vor Augen, dass wir in Zeiten des Klimawandels leben“, so Guido Jeremias. Hartweizen ist für die Nudel-Produktion elementar wichtig und sorgt für den richtigen Biss. Aber auch Bulgur und Couscous wird daraus gewonnen.

Dass nicht nur den Herstellern, sondern auch den Kunden in Discounter und Supermärkten höhere Preise drohen, ist fast unumgänglich. Das zeigen schon frühere schlechte Erntejahre, wie zuletzt in 2007 (mehr News von Supermärkten und Discountern bei RUHR24).

Nudeln werden teurer: Preis je Tonne Hartweizen mehr als verdoppelt

Damals verdoppelte sich der Preis für Hartweizen pro Tonne auf rund 350 Euro. Wenn man bedenkt, dass sich die aktuellen Preise pro Tonne des Getreides bei 600 Euro liegen, während sie im Vorjahr im August bei weniger als der Hälfte lagen, schwant den Verbrauchern Böses.

Die Hersteller von Nudeln müssen bereits tiefer in die Tasche greifen. Das droht jetzt auch den Kunden in den Supermärkten. Wie tief – das bleibt abzuwarten.

Rubriklistenbild: © Tiziana Fabi/AFP

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