Hitze-Wirrwarr

Wetter-Kehrtwende zum Wochenstart in NRW: Sahara-Staub im Anmarsch

In den vergangenen Tagen ist der Sommer in NRW zumindest etwas durchgedrungen. Aber das könnte schon bald vorbei sein.

Dortmund – Wird es 2021 doch noch einmal richtig Sommer in NRW? In den vergangenen Tagen war das Wetter regional mild bis sonnig. Aber das ist schon bald vorbei. Allerdings rast ein Hitze-Phänomen auf Deutschland zu.

BehördeDeutscher Wetterdienst
Gründung1952
HauptsitzOffenbach am Main

Wetter im Sommer 2021: Gewitter in Deutschland schon ab Sonntag

Schon am Sonntag (15. August) machen sich im Laufe des Nachmittags Gewitter breit. Zunächst entwickeln sich vor allem südlich von den Flüssen Nahe und Main starke Gewitter in Kombination mit Starkregen und stürmischen Böen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilt. Die Regenmenge liegt voraussichtlich bei 25 Liter pro Quadratmeter. Auch Hagel ist nicht ausgeschlossen.

In den süddeutschen Mittelgebirgen sind während unwetterartigen Entwicklungen sogar bis zu 40 Liter pro Quadratmeter Regenwasser möglich. Hinzu kommen hier ebenfalls Hagel und stürmische Böen. In NRW soll das Wetter tagsüber stabil bleiben. Die Temperaturen kühlen sich erst abends ab.

Aber bleibt das Wetter in den kommenden Tagen auch so ungemütlich? Zumindest das Gewitter soll auch in der Nacht zum Montag (16. August) anhalten. In NRW kommt es dabei ebenfalls zu lokalen Gewittern, auch Hagel ist dabei nicht ausgeschlossen (mehr zu Wetter und Klima bei RUHR24 lesen).

Wetter in Deutschland und NRW: Gewitter und Starkregen halten mehrere Tage an

Die Temperaturen liegen am Montagnachmittag dann immerhin zwischen 18 und 24 Grad. In NRW sind aber weiterhin einzelne Gewitter mit Starkregen möglich. Am Dienstag (17. August) bleibt es im Norden und Nordosten von Deutschland stärker bewölkt. Laut dem DWD kommt es weiterhin zu schauerartigen und gewittrigen Niederschlägen. Die Temperaturen liegen zwischen 17 und 23 Grad.

Auch der Mittwoch (18. August) bleibt bewölkt mit einzelnen Schauern. Im Norden und Osten von Deutschland kommen noch starke Böen hinzu. In NRW wechseln sich niederschlagsfreie Tagesabschnitte mit Regen und Schauern ab. Bei 20 bis 23 Grad bleibt es immerhin noch mäßig warm. Am Abend sollen die Schauer schließlich nachlassen.

Saharastaub kommt Deutschland und NRW näher: Wird das Wetter wieder wärmer?

Während der Sommer in Deutschland und NRW wieder einknickt, bahnt sich aber auch ein Wetter-Phänomen an, das eigentlich für Hitze sorgt: der Saharastaub, der schon Anfang des Jahres Blutregen und hohe Temperaturen beschert hat. Etwa seit Dienstag (10. August) sorgt der Staub in Mallorca und Andalusien für eine gefährliche Wetterlage.

Denn während der Sommer vor allem in NRW in diesem Jahr ins Wasser gefallen ist, herrscht in anderen Ländern Europas eine Rekordhitze. So wurden in Sizilien 2021 beispielsweise 48,8 Grad gemessen.

Seit Freitag (13. August) soll der Saharastaub bereits in Teilen von Deutschland angekommen sein. Rollt damit eine letzte Hitzewelle für den Sommer 2021 auf uns zu?

Der Saharastaub ist an einer milchigen Trübung des Himmels erkennbar.

Wetter im Sommer 2021: Sorgt Saharastaub trotz Gewitter für Hitze?

Wie wetter.de berichtet, sind die ersten Ausläufe des Saharastaubes sogar schon am Mittwoch im Südwesten von Deutschland eingetroffen. Dort haben sie für Temperaturen von knapp über 30 Grad gesorgt. Eine große Hitzewelle bleibt zumindest für den Moment aber aus.

Die Temperaturen bleiben ab Montag vorerst auf einem gleichbleibenden Niveau. Während in NRW und im Norden bis zu 24 Grad drin sind, kann es im Süden von Deutschland noch bis zu 28 Grad werden. Laut der Zehn-Tages-Vorhersage des DWD dringen bis zum Sonntag (22. August) aber immer wieder Schauer durch.

Saharastaub sorgt oft für Hitze - aber warum?

Saharastaub besteht zum größten Teil aus Quarz und beeinflusst die Sonneneinstrahlung sowie die Wolken- und Niederschlagsbildung. Oft kommt er durch den Einfluss von warmer Wüstenluft nach Europa und lässt die Temperaturen dort steigen. Bei starken Ausbrüchen lässt sich Saharastaub an einer milchig weißen Trübung des Himmels erkennen.

Rubriklistenbild: © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

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