Neuerungen

November 2021: Änderungen bei Corona-Regeln, Bußgeld und Paypal kommen

Gesetzesänderungen, neue Gebühren, Bußgeldkatalog: Im November stehen einige Änderungen an, die Verbraucher auf dem Schirm haben sollten. RUHR24 klärt auf.

Deutschland – Das Jahr neigt sich dem Ende, der Monat November kehrt ein – und mit ihm jede Menge Änderungen. Betroffen von den Neuerungen sind Gesetze und Corona-Regeln, aber auch Dienstleister wie die Zahlungsservice Paypal ändern die Regeln. RUHR24* gibt eine Übersicht der wichtigsten Maßnahmen.

Änderungen im November 2021: Neuer Bußgeldkatalog tritt in Kraft – Rasen wird teuer

Das Autofahren wird nicht nur angesichts der steigenden Spritpreise teurer*, ab dem kommenden Monat wird auch Fehlverhalten im Straßenverkehr strenger geahndet. Denn am 9. November tritt der neue Bußgeldkatalog in Kraft.

Und der hat es gehörig in sich. Insbesondere Raser müssen künftig tiefer in die Tasche greifen. Wer innerorts 16 bis 20 km/h zu schnell fährt, muss künftig statt 35 Euro ganze 70 Euro Strafe zahlen. Der Bußgeldkatalog 2021 sieht aber noch weitere Änderungen* vor.

Änderungen im November 2021: Corona-Regeln für Ungeimpfte werden strenger – Ende der Corona-Notlage?

Das Korsett spannt sich enger um die Ungeimpften. So tritt am Montag (1. November) das Gesetz in Kraft, das besagt, dass freiwillig Ungeimpfte keine Lohnersatz-Zahlungen im Quarantäne-Fall mehr bekommen. Das hatten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern mehrheitlich beschlossen. Schon seit Oktober müssen Ungeimpfte ihre Schnelltests selbst bezahlen.

Außerdem bahnt sich ein wohl einschneidendes Event an: Die Ampel-Parteien plädieren nämlich für ein Ende der „epidemische Notlage von besonderer Tragweite“, die aufgrund der Corona-Pandemie ausgerufen wurde. Der Stichtag soll demzufolge der 25. November sein, wie die Tagesschau berichtet. Das bedeutet allerdings noch kein Ende aller geltenden Maßnahmen. Hierfür sollen Übergangsregeln eintreten.

Corona beschäftigt uns schon knapp zwei Jahre. Im November bahnt sich ein einschneidendes Ereignis an.

Änderungen ab November 2021: Paypal hebt die Gebühren an

Schnell die E-Mail-Adresse eingegeben und schon sind die Rechnungen beglichen. Die App Paypal gewann in den letzten Jahren an Beliebtheit, um Transaktionen zu tätigen. Im November will Paypal allerdings die Gebühren anheben*.

Infolge des Brexits soll ab dem 10. November bei Transaktionen von und nach Großbritannien eine Gebühr von 1,29 Prozent anfallen. Das teilte das Unternehmen jetzt mit.

Änderungen im November 2021: Ikea plant Reform beim Einkaufs-Erlebnis

Wer an Ikea denkt, denkt in der Regel an ein riesiges Möbelhaus, Kerzen und den Hot-Dog am Ende der Shopping-Tour. Doch das schwedische Möbelunternehmen plant jetzt eine Reform des Einkaufserlebnisses.

Ikea plant jetzt Pop-Up-Stores.

In deutschen Innenstädten öffnen ab dem 1. November sogenannte Pop-up-Stores. Den Anfang macht Wolfsburg, weitere sollen folgen. Möbel können hier nicht direkt mitgenommen werden, dafür aber nach Hause oder ins Möbelhaus bestellt werden. Auch Lebensmittel gibt es in den kleineren Läden nicht.

Änderungen ab November 2021: Black Friday, Cyber Monday und Singles-Day stehen vor der Tür

Shopping-Kings und -Queens aufgepasst: Im Monat November stehen wieder die Tage an, an denen der Konsum gefeiert und der Kapitalismus gelebt wird. Am 26. November ist Black Friday und nur drei Tage später am 29. November der Cyber Monday.

Eine Statistik des Handelsverbands Deutschland (HDE) zeigt, dass die Bekanntheit und Nutzung des Black Fridays über die letzten Jahre hinweg permanent gestiegen ist. Schon für das Vorjahr prognostizierte der HDE ein Umsatz von 3,7 Milliarden durch die Schnäppchenjäger. An den beiden Tagen werden viele Produkte zum Teil stark vergünstigt angeboten. Auch am 11. November, dem Singles-Day, sind Rabatte vorprogrammiert.

Änderungen ab November 2021: Neues Antibiotika-Gesetz tritt in Kraft – Masttierhaltung betroffen

Darüber hinaus tritt am 1. November ein neues Gesetz zum Antibiotika-Einsatz in Kraft. Betroffen davon sind insbesondere Halter von Masttieren. Das neue Gesetz sieht vor, dass diese nun nicht mehr nur melden müssen, wenn sie Antibiotika einsetzen, sondern auch, wenn sie dies nicht tun – die sogenannte „obligatorische Nullmeldung“.

Auch müssen sie ab kommenden Monat das Anwendungs- oder Abgabedatum angeben. Zuvor war nur die Anzahl der zu behandelnden Tage meldepflichtig. Grund für die Änderung ist die zunehmende Antibiotika-Resistenz. Immerhin infizieren sich Menschen und Tiere oft mit gleichen bakteriellen Krankheitserregern und werden dementsprechend mit den gleichen Antibiotika behandelt. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

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