Checkliste

Notfallplan für den Blackout: Was bei einem Stromausfall als Erstes zu tun ist

Ob es sich bei einem Stromausfall um einen großflächigen Blackout handelt, ist oft schwer zu erkennen. In jedem Fall sollte man wissen, was dann zu tun ist.

Dortmund – Ein Blackout kann viele Ursachen haben. Seien es Unwetter, eine Überlastung des Stromnetzes oder gezielte Angriffe auf die Netzinfrastruktur, berichtet Merkur.de. Doch woran erkennt man einen richtigen Blackout – und was ist im Ernstfall zu tun?

Was ist ein Blackout? So bereitet man sich auf den Ernstfall vor

Bei einem Blackout kommt es zu einem überregionalen Stromausfall. Diesen zu beheben, kann längere Zeit dauern. Bis der Strom wieder da ist, kann es im Extremfall sogar mehrere Tage dauern.

Das Problem: Nicht nur Licht oder Herd funktionieren in dieser Zeit nicht. Auch Wasserversorgung, Telekommunikation oder Geldversorgung können dadurch eingeschränkt sein. Supermärkte oder Tankstellen bleiben bei einem Blackout geschlossen.

Um sich auf einen solchen Blackout und andere Krisensituationen gut vorzubereiten, empfiehlt die Bundesregierung, immer einen Notvorrat an Lebensmitteln und Getränken für mindestens zehn Tage im Haus zu haben. Bei einem längeren Stromausfall sind zudem noch weitere Utensilien ratsam, wie etwa Taschenlampen, Kerzen oder Campingkocher.

Woran erkenne ich, dass es sich um einen Blackout handelt?

Ob es sich bei einem Stromausfall tatsächlich um einen überregionalen Blackout handelt, ist oft nur schwer zu erkennen. Ein erster Hinweis darauf kann sein, dass nicht nur im gesamten Haus das Licht ausgeht, sondern auch in der Nachbarschaft und auf der Straße.

Zudem hat man bei einem echten Blackout weder Handyempfang noch können Radio-Sender empfangen werden. In großen Städten dürfte zudem der Sternenhimmel in voller Pracht zu sehen sein, was im Normalfall aufgrund der Lichtverschmutzung nicht möglich ist.

„Ob es sich tatsächlich um ein Blackout handelt, weiß man erst mit Gewissheit, wenn der Übertragungsnetzbetreiber oder die zuständigen Behörden ein solches feststellen und dies via Medien kommunizieren“, erklärt Katastrophenmanager Siegfried Jachs vom österreichischen Staatlichen Krisen- und Katastrophenschutzmanagements (SKKM) in einem Interview.

Checkliste für den Blackout: Was ist bei einem Stromausfall zu tun?

Man bemerkt, dass der Strom weg ist – und nun? Erst einmal heißt es, Ruhe bewahren. Dann empfiehlt es sich, nach folgender Checkliste vorzugehen:

  • Bei Dunkelheit: Eine Taschenlampe suchen – die steht auch auf der Notfallliste des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ganz oben.
  • Abklären, ob der Stromausfall nur die eigene Wohnung betrifft oder auch die Nachbarschaft und die nähere Umgebung (s.o.). Auch den Sicherungskasten sollte man überprüfen – ist vielleicht nur eine Sicherung herausgesprungen?
  • Sollte der Stromausfall weitreichender sein, sollte man bei den elektronischen Geräten wie Computer, Fernsehen oder Spülmaschine entweder den Netzstecker ziehen oder am Sicherungskasten die Hauptsicherung ausschalten. Das schützt die Geräte vor Spannungsspitzen, wenn die Stromversorgung wiederhergestellt wird, welche die Geräte beschädigen können.
  • Bei einem richtigen Blackout sollte man noch schnell die Chance nutzen, um Wasservorräte anzulegen: Wasserkanister und die Badewanne mit Leitungswasser auffüllen. Der Druck sollte dafür noch ausreichen. Zwei Tricks helfen aber auch bei einem Blackout noch Duschen zu können.
  • Man sollte ein batteriebetriebenes Notfallradio einschalten und nach Radiosendern suchen, um weitere Informationen zu erhalten.
Ein Blackout ist ein überregionaler Stromausfall. Was dann zu tun ist.

Blackout auch in Deutschland möglich: Im Ernstfall auch an Angehörige denken

Wenn man unterwegs ist und einen Blackout bemerkt, begibt man sich am besten so schnell wie möglich nach Hause. Wer Kinder hat, sollte sie von der Schule oder Kindertagesstätte abholen.

Auch sollte man überlegen, ob eventuell weitere Familienangehörige, Nachbarn oder Freunde auf Hilfe angewiesen sind. Gerade auf ältere Mitmenschen, die vielleicht sogar bettlägrig sind, sollte man nun besonders achten und nach ihnen sehen.

Übrigens, nicht nur Vorräte sind in Krisenzeiten ratsam. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt auch einen Notfallrucksack zu packen, um die wichtigsten Dinge und Dokumente immer griffbereit zu haben.

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