Regeln für Teile der Niederlande

Corona-Reisewarnung für die Niederlande: Welche Regeln in Risikogebieten gelten

Im beliebten Nachbarland der Deutschen steigen erneut die Corona-Zahlen – mit Konsequenzen für die Urlaubsplanung.
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Im beliebten Nachbarland der Deutschen steigen erneut die Corona-Zahlen – mit Konsequenzen für die Urlaubsplanung.

Die Niederlande verzeichnen Höchstwerte bei den Corona-Infektionen. Laut RKI sind nun auch Utrecht und Holland Risikogebiet. Alles zur Reisewarnung.

Update, Mittwoch (23. September), 21.15 Uhr: Die Bundesregierung hat weitere Urlaubsregionen in den Niederlanden zu Risikogebieten erklärt. So auch die Provinz Utrecht.

Coronavirus in den Niederlanden: Infektionen steigen drastisch - weitere Risikogebiete 

Update, Mittwoch (23. September), 10.13 Uhr: Die niederländische Behörde für öffentliche Gesundheit und Umweltschutz (RIVM) veröffentlicht die aktuellen Zahlen der Coronavirus-Infektionen im Land. Demnach wurden in dieser Woche 13.471 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. In der vergangenen Woche waren es rund 8.265 Personen.

Davon befinden sich aktuell nach Daten der RIVM 152 Personen im Krankenhaus, 33 Menschen sind in dieser Woche in den Niederlanden aufgrund des Coronavirus verstorben.

Coronavirus in den Niederlanden: Behörde meldet aktuelle Zahlen

Erstmeldung, Dienstag (17. September): Amsterdam – Die Coronavirus-Krise hat uns weiterhin fest im Griff. Das zeigen unter anderem die steigenden Infektionszahlen bei unseren europäischen Nachbarn. Das Robert Koch-Institut und das Auswärtige Amt haben darauf reagiert und weitere Reisewarnungen ausgesprochen. Auch beliebte Urlaubsregionen in Holland sind davon betroffen.

Land: 

Niederlande

Hauptstadt:

Amsterdam

Bevölkerung:

17,28 Millionen (2019)

Beliebte Urlaubsziele: 

Zandvoort, Texel, Egmond aan Zee, Bergen, Scheveningen, Delft und Noordwijk

Corona in Holland: Reisewarnung wegen steigender Fallzahlen

Ein Spaziergang am Meer, Frikandel und Pommes zum Abendessen oder eine Grachtenfahrt in Amsterdam – der Urlaub in den Herbstferien in den Niederlanden hätte so schön werden können, hat das Nachbarland doch einiges zu bieten. Das Coronavirus macht nun aber erneut einen Strich durch die Urlaubsplanung.

Denn Holland vermeldet seit einigen Tagen wieder steigende Infektionszahlen. Zuletzt waren es rund 1.750 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden (18. September) – so viel wie noch nie in den Niederlanden. Wer also in nächster Zeit einen Kurztrip in das Land der Pommes geplant hat oder etwa seinen Urlaub dort verbringen wollte, sollte seine Reisepläne noch einmal überdenken. 

Holland: Steigende Corona-Zahlen haben Konsequenzen für die Urlaubsplanung

Sowohl das Robert Koch-Institut als auch das Auswärtige Amt haben umgehend auf die steigenden Corona-Zahlen reagiert und für besonders betroffene Regionen eine Reisewarnung ausgesprochen. So heißt es vonseiten des Auswärtigen Amtes: "Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Provinzen Nordholland (Noord-Holland) und Südholland (Zuid-Holland) sowie nach Aruba und nach St. Maarten wird aufgrund hoher Infektionszahlen derzeit gewarnt."

Damit gilt die Reisewarnung ausgerechnet für beliebte Urlaubsregionen in Holland. Von der Meldung sind vor allem die Städte am Meer, wie Zandvoort, Texel, Scheveningen oder Noordwijk betroffen. Aber auch: Die Hafenmetropole Rotterdam, Den Haag und nicht zuletzt auch Amsterdam

Das Robert Koch-Institut hat Amsterdam zum Risikogebiet erklärt

Coronavirus in Holland: RKI erklärt beliebte Regionen zum Risikogebiet

Da die Infektionszahlen bei mehr als 50 Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen liegen, hat das Robert Koch-Institut die genannten Landesteile in den Niederlanden zu Risikogebieten eingestuft. 

Fällt der Urlaub in Holland aber nun tatsächlich ins Wasser? Eine uneingeschränkte Einreise ist generell für alle Personen aus Ländern möglich, deren Gesundheitsrisiko gleich oder niedriger als das in Holland eingestuft ist. 

Glück für Reisende aus Deutschland, denn beide Länder werden als "gelb" auf dem niederländischen Index eingeordnet. Die Einreise ist also zunächst unproblematisch – zumindest mit dem Auto. So finden zwischen Deutschland und den Niederlanden keine Grenzkontrollen statt. Außerdem dürfen wieder Personen aus mehreren Haushalten zusammen in einem Pkw unterwegs sein.

Coronavirus in Holland: Was Urlauber jetzt wissen müssen

Wer jedoch mit dem Flugzeug anreist, muss vor Reiseantritt ein Gesundheitsformular ausfüllen und das jederzeit bei sich haben. Aufgrund der aktuellen Situation sollte man sich jedoch gut überlegen, ob man den Urlaub in Holland verbringen möchte oder nicht. Denn aufgrund der Einstufung als Risikogebiet bedeutet das bei der Rückkehr auch, dass die Quarantäne- und die Test-Pflicht gilt.

Das heißt, wer aus den betroffenen Regionen in den Niederlanden zurückkommt, muss einen kostenlosen Corona-Pflichttest machen und sich entweder 14 Tage oder solange, bis ein negatives Testergebnis vorliegt, in Quarantäne begeben. Gleiches gilt auch für alle Urlauber, die aktuell den Spätsommer schon im Land der Tulpen, Windmühlen und Gouda verbringen (weitere Service-Themen auf RUHR24.de)

Coronavirus in den Niederlanden: Das sind die aktuellen Regeln im Nachbarland

Wer dennoch eine Reise nach Holland plant oder gegebenenfalls schon am Strand lag, während Nord- und Südholland zu Risikogebieten erklärt wurden, sollte die aktuellen Corona-Regeln für die Niederlande kennen: So gilt weiterhin der Mindestabstand von 1,5 Metern und es besteht Maskenpflicht ab einem Alter von 13 Jahren – zumindest im öffentlichen Nahverkehr, auf Fähren und in Flugzeugen. 

In Amsterdam und Rotterdam galt seit Anfang August wieder die Maskenpflicht auch im Freien. Diese Maßnahme wurde allerdings, trotz der steigenden Zahlen, wieder aufgehoben. Reisende sollten sich dennoch vor der Einreise immer über die aktuellen Bestimmungen erkunden.

Weiterhin bestehen in Holland, wie auch in Deutschland, die üblichen Hygieneregeln. Zudem haben Geschäfte, Restaurants und Museen geöffnet. Für letzteres gilt jedoch eine Online-Buchungspflicht. Immerhin: Ein Besuch am Strand ist unter Einhaltung der Abstandsregeln ebenfalls möglich.