Temperaturen sinken leicht

Höllen-Hitze auf Mallorca: Behörde teilt dringende Warnung an alle Urlauber

Hitze um die 40 Grad auf Mallorca und Wassertemperaturen von rund 29 Grad. Die Lieblingsinsel der Deutschen gleicht einem Backofen – das kann für Touristen zur Gefahr werden.

Update, Donnerstag (19. August), 08.49 Uhr: Dortmund/Palma de Mallorca – Noch immer ist es heiß auf Mallorca. Aber dank leichter Wolkendecke und sinkenden Temperaturen entspannt sich die Lage auf der Lieblingsinsel der Deutschen minimal. So werden in den nächsten Tagen immerhin nicht mehr 40 Grad erwartet. Mit Temperaturen zwischen 30 und 35 Grad ist es aber weiterhin heiß. Urlauber sollten die Hitze-Warnung der Behörden somit weiterhin ernst nehmen: Von Ausflügen sollten Touristen absehen und unbedingt daran denken, genug bei der Hitze zu trinken*.

Erstmeldung, Sonntag (15. August), 18 Uhr: Eine historische Hitzewelle hat den Süden Europas fest im Griff. Temperaturen über 40 Grad und Waldbrände machen den Menschen zu schaffen. Auch die Urlaubsinsel Mallorca kämpft mit der Hitze. Die Behörden haben aufgrund der Gluthitze nun einen wichtigen Appell an alle Urlauber, wie RUHR24* berichtet.

Mega-Hitze auf Mallorca: Temperaturen über 40 Grad erwartet

Der spanische Wetterdienst Aemet hat aktuell für viele Regionen der Insel die Alarmstufe „Orange“ oder - noch schlimmer - die höchste Warnstufe „Rot“ ausgerufen. Diese wird bei Höchstwerten über 42 Grad verhängt, die niedrigere Warnstufe ab 39 Grad. Außerdem herrscht überall im Urlaubsparadies extreme Waldbrandgefahr.

Auch in der Nacht kühlen die Temperaturen im spanischen Urlaubsparadies nicht merklich ab. So soll in der Hauptstadt Palma de Mallorca nachts die Temperatur derzeit nicht unter schwüle 27 Grad sinken, „Uns erwarten schwierige Tage mit Temperaturen, die nachts nicht unter 25 Grad sinken und am Tag 40 Grad übersteigen können“, warnte unter anderem Mallorcas Rettungsleitstelle per Twitter. 

Mallorca: Hitze-Hölle hat drastische Auswirkungen auf Touristen

Die Warnung der Behörden hat drastische Folgen für Touristen, aber auch für Einheimische auf Deutschlands beliebtester Ferieninsel. So wurde bis auf Weiteres Grillen verboten. Doch das ist längst nicht alles. Aufgrund der anhaltenden Hitze bitten die Rettungs- und Einsatzkräfte auf der balearischen Insel die Touristen von Wanderausflügen in die Berge und Wälder abzusehen.

„Bitte lassen Sie maximale Vorsicht walten,“ mahnt der Rettungsdienst von Mallorca. „Unternehmen Sie wegen der extremen Hitze keine Ausflüge“, bitten die Einsatzkräfte in einer Mitteilung auf Twitter.

Der Appell hat einen ernsten Hintergrund: In den letzten Tagen mussten mehrere Touristen, darunter auch vier deutsche Urlauber, bei ihrer Wanderung gerettet werden. Sie hatten die Hitze im bergigen Hinterland unterschätzt und ihnen war auf einer einsamen Bergtour das Trinkwasser ausgegangen. Völlig erschöpft mussten sie einen Notruf absetzen.

Hitzewelle in Spanien: Temperaturen auf Mallorca kühlen kaum ab

Die Hitzewelle überrollt jedoch nicht nur die Balearen, auch das spanische Festland kämpft mit rekordverdächtigen Höchsttemperaturen. Inzwischen sind unter anderem im Norden von Spanien erste Waldbrände außer Kontrolle* geraten. Ähnlich wie in der Türkei, in Griechenland und Italien kämpfen die Einsatzkräfte nun gegen das Flammeninferno.

Die Wettervorhersagen versprechen zwar ab Montag (16. August) ein Ende der extremen Hitzewelle, aber es ist weiterhin mit Temperaturen um die 35 bis 37 Grad zu rechnen. Von einer wirklichen Entwarnung - auch in Hinblick auf die Waldbrandgefahr - kann also noch nicht gesprochen werden. Hinzukommt, dass sich ab kommender Woche Saharastaub über die Insel legt – der sich auch beim Wetter in Deutschland bemerkbar machen* wird.

Hitze-Hölle im Urlaubsparadies: Behörden haben wichtigen Appell

Das Mittelmeer hat in Spanien und in Mallorca aktuell eine Wassertemperatur von rund 29 Grad. Das gleicht eher einer Badewanne als einem erfrischenden Sprung ins kühle Nass. Die spanische Regierung hat aufgrund der hohen Hitze ohnehin davon abgeraten, sich in den Mittagsstunden im Freien und somit auch am Strand aufzuhalten. Die Behörden haben für Touristen und Einheimische noch weitere Empfehlungen für den Umgang mit den hohen Temperaturen veröffentlicht:

  • Unaufschiebbare Erledigungen wie Einkäufe sollten früh morgens oder spät abends erledigt werden.
  • Wer zu Hause keinen Ventilator oder Klimaanlage hat, sollte versuchen, sich mindestens zwei Stunden täglich in einem öffentlichen Gebäude mit Klimaanlage aufzuhalten - etwa in Einkaufszentren oder Bibliotheken.
  • Älteren Verwandten, die alleine leben, sollte mindestens einmal täglich ein Besuch abgestattet werden, um sicherzustellen, dass die Person genügend trinkt.
  • Haustiere sollten früh morgens oder spät abends spazieren geführt werden. Außerdem ist dafür zu sorgen, dass immer ausreichend Wasser bereitsteht und Tiere alleine zu schattigen Plätzen gelangen können.

Da der Sommer in Deutschland bisher eher beschaulich verlief, dürfte sich so mancher deutsche Tourist nach sommerlichen Temperaturen im Urlaub sehnen. Bei diesen Temperaturen ist von Erholung jedoch nicht zu sprechen und wie die Beispiele zeigen droht bei einer Hitze über 40 Grad sogar Lebensgefahr.

Hitzewelle auf Mallorca wird nicht die letzte sein – wegen dem Klimawandel

Spanien, Italien, Griechenland – der Süden Europas gleicht aktuell einem Backofen. Und auch auf Mallorca spricht man derzeit von der „schlimmsten Hitzewelle dieses Sommers“. Und die Wetterdienste gehen davon aus, dass es dabei jedoch nicht bleiben wird, sondern in den kommenden Jahren häufiger Hitzeperioden in diesem Ausmaß drohen.

So sagte ein Sprecher des mallorquinischen Wetteramtes gegenüber der Deutschen Presseagentur, dass auch die Lieblingsurlaubsinsel der Deutschen in der Zukunft vermutlich immer häufiger unter Gluthitze mit Temperaturen über 40 Grad rechnen müsse. Grund sei die durch Abgase verursachte Erderwärmung und der dadurch provozierte Klimawandel. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Jaime Reina/AFP

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