Neuerungen bei der Deutschen Bahn: Zwei Dinge werden bald viel einfacher

+
Die Deutsche Bahn verändert jetzt ihr Online-Ticket. Foto: dpa

Vor 20 Jahren wurde das Online-Ticket bei der Deutschen Bahn eingeführt. Das wird jetzt überarbeitet: Bald kann man Tickets per Sprachbefehl kaufen.

Bereits 20 Jahre alt ist das Online-Ticket der Deutschen Bahn nun schon. Zeit für den Konzern, das Online-Ticket zu überarbeiten. Man kann die Fahrscheine jetzt noch leichter kaufen.

  • Vor 20 Jahren wurde das Online-Ticket bei der Deutschen Bahn eingeführt.
  • Bald kann man die Tickets auch per Sprachbefehl kaufen.
  • Der Verkauf von handelsüblichen Tickets in Reisezentren geht immer weiter zurück.

Deutsche Bahn: Einführung des Online-Tickets vor 20 Jahren

Vor 20 Jahren hat dieDeutsche Bahn das Online-Ticket in Deutschland eingeführt. Das war allerdings recht riskant, denn: Im Jahr 1999 hatte erst jeder 40. Mensch einen Internetanschluss.

Passend zum Geburtstag der Einführung des Online-Tickets, hat der Konzern jetzt Neuerungen zum Kauf des Tickets angekündigt.

Ein Online-Ticket hat auch einen weiteren Vorteil: Wenn der Fahrkarten-Automat ausfällt, hat man dennoch ein Ticket und muss keine Strafe bezahlen.

Online-Tickets der Deutschen Bahn: Jetzt auch per Sprachbefehl

Spätestens ab 2021 sollen die Fahrkarten auch per Sprachbefehl bestellbar sein, kündigte Bahn-Vorstandmitglied Sabina Jeschke in der Bild an.

Demnach soll eine komplett neue IT-Landschaft für die Vertriebssysteme geschaffen werden.

Weitere Neuerungen bei der Deutschen Bahn auch bei Verspätungen

Aber nicht nur der Kauf von Online-Tickets soll umgestaltet werden, auch das Formular zur Fahrpreiserstattung soll überarbeitet werden.

Bei längerfristigen Zugverspätungen und Ausfällen musste man sonst das Papierformular in einem Reisezentrum abholen.

VRR kündigte Vertrag mit der Deutschen Bahn

Mittlerweile wird jedes zweite Ticket online gekauft, auch die Zahlen bei der Nutzung des Handy-Tickets steigen proportional weiter. Seit einiger Zeit kann man das Ticket in der App kaufen und auch dort direkt einchecken. So kann man sich die Fahrkartenkontrollen sparen.

Im Reisezentrum gekauft ist mittlerweile nur noch jedes siebte Ticket. Auch der Automatenkauf geht immer weiter zurück. Passend dazu bekommt der Konzern beim Ticketkauf jetzt Konkurrenz: Der VRR kündigte jetzt den Vertrag und wechselte zu Transdev.

Immer weniger Reisezentren der Deutschen Bahn

2002 gab es von den Reisezentren der DB noch 750 in ganz Deutschland, mittlerweile sind es nur noch knapp 400. Vor allem ältere Reisende nutzen das Angebot des persönlichen Ticketkaufs gerne.

Ganz ohne einReisezentrum der Deutschen Bahngeht es aber dann doch nicht. "Komplexere Dinge, Schlafwagenreservierungen und Auslandsfahrkarten etwa, sind am Schalter einfacher", meint Karl-Peter Naumann, Ehrenvorsitzender des Fahrgastverbandes Pro Bahn.

Die ehemaligen Mitarbeiter in den Reisezentren haben bei der Bahn mittlerweile eine andere Anstellung gefunden.

Unterdessen muss sich die Deutsche Bahn mit einer Betrügerbande auseinandersetzen, die das Unternehmen mit einem Taxigutscheintrick um möglicherweise mehr als 150.000 Euro geprellt hat.