Lebensmittel verunreinigt

Rückruf von Fertiggericht: Bundesamt warnt vor Verzehr von Salat

Laut dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit wurden in einem Fertiggericht Listerien nachgewiesen. Die Infektion mit den Bakterien kann üble Folgen haben, weshalb es einen Rückruf des Produkts gibt.

Dortmund – Mal sind es Salmonellen, mal Listerien, mal andere Krankheitserreger: Bakterien sind nicht selten der Grund für einen Rückruf von Lebensmitteln im Supermarkt. Auch aktuell informiert das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit über einen solchen Fall.

BakterienListerien
Krankheit bei InfektionListeriose
SymptomeFieber, Durchfall, Erbrechen, Gliederschmerzen oder Blutvergiftung

Rückruf von Fertiggericht: Bundesamt warnt vor Verzehr von Salat

Wie die Behörde mitteilt, besteht der Verdacht, dass ein Fertig-Salat mit Listerien belastet ist. Sowohl der Hersteller – die Havita Frischsalate GmbH – als auch das Bundesamt raten dringend davon ab, das Fertiggericht zu verzehren und den Rückruf ernst zu nehmen.

Folgende Details sind über das von der Rückrufaktion betroffene Lebensmittel bekannt:

  • Produkt: Pasta Salat Reisnudeln, Thunfisch, Oliven, Salatmischung mit Sylter-Art-Dressing
  • Marke: Havita
  • Verpackungseinheit: Kunststoffschale
  • Mindesthaltbarkeitsdatum: 24.01.2022
Dieser Fertigsalat mit Nudeln, Thunfisch und Oliven ist von einem Rückruf betroffen.

Rückruf: Fertiggericht enthält Listerien – üble Krankheitssymptome drohen

Die Bakterien gelangen durch den Verzehr der kontaminierten Lebensmittel in den Verdauungstrakt, weshalb hier die ersten Beschwerden auftreten. Das Problematische an einer Listerien-Infektion: Die Symptome können erst drei Wochen später ausbrechen. Im Regelfall bemerken betroffene Verbraucher aber bereits nach drei Tagen erste Anzeichen.

Eine Listeriose äußert sich laut dem Bundesamt mit Durchfall und Fieber. Bei gesunden Menschen klingen die Symptome in der Regel von alleine und in kurzer Zeit wieder ab. Für einige kann die Infektion mit Listerien jedoch üble Folgen haben – insbesondere Schwangere, ältere Menschen oder Personen mit einem geschwächten Immunsystem müssen aufpassen, denn sie können einen schweren Verlauf der Listeriose entwickeln.

Fertiggericht von Rückruf betroffen: Kunden sollten die Warnung unbedingt ernst nehmen

In solchen Fällen ist eine Blutvergiftung oder eine Hirnhautentzündung möglich. Bei Schwangeren kann laut Bundesamt sogar das ungeborene Kind geschädigt werden. Betroffene, die den Verdacht haben, das mit Listerien befallene Fertiggericht verzehrt zu haben, sollte daher unbedingt bei ersten Symptomen einen Arzt aufsuchen. Eine schwere Form der Listeriose muss dann mit Antibiotika behandelt werden.

Rückruf: Fertigsalate häufig mit Bakterien belastet – das ist der Grund

So praktisch Fertigsalate auch sein mögen, sie sind häufig von Rückrufen betroffen – wie zuletzt der Verkaufsstopp eines Quinoa-Salates bestätigt. Denn nicht selten sind sie mit Listerien, Salmonellen oder anderen Bakterien belastet.

Insbesondere bei Fehlern in der Kühlkette können sich solche Keime leicht auf den Salaten ausbreiten. Verbraucher sollten daher bei den Produkten immer auf das Verbrauchsdatum achten und die Salate möglichst vor Ablauf des Datums verzehren.

Rückruf von Fertigsalat: Hersteller spart mit Informationen

Der von dem Rückruf betroffene Fertigsalat mit Thunfisch, Nudeln und Oliven ist bereits am Montag (24. Januar) abgelaufen. Kunden sollten dennoch nachsehen, ob sie das Gericht im Kühlschrank oder sogar verzehrt haben. Ob sie das Produkt zurückgeben können, um den Einkaufspreis erstattet zu bekommen, ist unklar.

Die Havita GmbH informiert sehr spärlich über den Rückruf ihres Produktes. Auch werden keine Angaben dazu gemacht, wo der Salat verkauft wurde. Eine RUHR24-Recherche ergab, dass die Fertiggerichte der Marke Havita vor allem bei Netto im Sortiment sind. Aber auch vonseiten des Discounters ist nichts über den Rückruf bekannt.

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa; Collage: RUHR24

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