Lebensmittel-Discounter

Netto-Kunden können bald kostenlos tanken – aber nur bei ausgewählten Filialen

Netto arbeitet mit Vattenfall zusammen, damit Kunden künftig beim Einkaufen ihre E-Autos laden können. 940 Schnellladesäulen plant der Discounter.

Dortmund - Bei einigen Supermärkten wie Lidl, Kaufland, Rewe und co. ist es auf einigen Parkplätzen schon länger möglich, E-Autos während dem Einkauf zu laden – mitunter sogar kostenlos. Jetzt zieht auch der Lebensmittel-Discounter Netto bei den Schnellladesäulen nach. Aber nicht der mit dem gelb-roten Logo, an den die Meisten wohl gerade denken.

KooperationspartnerLebensmittel-Discounter Netto und Energieversorger Vattenfall
Projekt470 Schneladesäulen
Bau2023 und 2024
Kostenunbekannt

Ladesäulen für E-Autos auf Discounter-Parkplätzen: Kooperation von Netto und Vattenfall

Tatsächlich handelt es sich bei dem Kooperationspartner von Vattenfall nicht um den Marken-Discounter mit dem „Dann geh‘ doch zu Netto!“ Werbeslogan. Stattdessen geht es um den Namensvetter mit dem schwarzen Hund auf dem Logo. Auch dieser Netto ist ein Lebensmittel-Discounter, allerdings skandinavisch angehaucht. Es ist die Tochter der Salling Groupdem größten Einzelhandelsunternehmen in Dänemark.

342 dieser „unbekannteren“ Netto-Filialen gibt es deutschlandweit. Verteilt haben sie sich von Mecklenburg-Vorpommern aus, wo 1990 die erste deutsche Filiale entstand. Inzwischen hat das Unternehmen sich auch nach Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg ausgebreitet. In allen anderen Bundesländern, auch in NRW, sind sie noch nicht angekommen.

So sieht das Logo der Tochter der dänischen Salling Group „Netto“ aus.

Auf 270 Geschäfte sollen 470 Ladesäulen mit je zwei Ladepunkten verteilt werden. Die meisten davon werden 2023 und 2024 gebaut werden. Der Strom soll ausschließlich aus erneuerbaren Energien kommen.

Ladestationen für E-Autos von Netto und Vattenfall: Kosten erstmal noch unklar

Die Besonderheit bei den Ladestationen von Netto und Vattenfall: Wirklich jeder soll sie nutzen können – egal, ob der Auto-Besitzer in der Zeit des Ladevorgangs bei Netto einkauft oder nicht. Allerdings nur zu den regulären Öffnungszeiten des Ladens (mehr News zu Supermärkten und Discountern bei RUHR24).

Außerdem ist noch nicht klar, wie viel das Laden kosten wird. Aktuell zahlen Besitzer einer Vattenfall-Ladekarte und User der InCharge-App an Schnellladern der Firma 65 Cent pro Kilowattstunde. Dadurch lassen sich laut Vattenfall ausgehend von einem durchschnittlichen Haushaltsstrompreis von 36,91 Cent pro Kilowattstunde im Vergleich zum Laden mit der Vattenfall LadeApp bis zu 20 Prozent sparen.

Rubriklistenbild: © Imago/Shotshop/Fotograf unbekannt/Symbolbild

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