Aufpassen beim Serienmarathon

Netflix: Diese unnötigen Fehler sollte man auf jeden Fall vermeiden

Beim Streaming über Netflix können viele Fehler passieren, die zum Teil schlimme Folgen haben können. So vermeidet man sie.

Scotts Valley/Kalifornien - Mit rund 195 Millionen Nutzern gilt Netflix als der beliebteste Streaming-Dienst auf dem Markt. Täglich kommen neue Inhalte hinzu - egal ob Serien, Filme oder Dokumentationen. Um das Angebot jedoch richtig nutzen zu können, sollte man häufige Fehler vermeiden.

UnternehmenNetflix
GründungScotts Valley, Kalifornien, Vereinigte Staaten
Umsatz20,16 Milliarden USD (2019)
CEOTed Sarandos (16. Juli 2020 bis heute)

Häufige Fehler bei Netflix: Das Teilen des eigenen Accounts mit mehreren Personen

Um Geld zu sparen, haben nur die wenigsten Leute einen eigenen Netflix-Account. Die meisten Nutzer greifen beim Streaming auf das sogenannte „Account-Sharing“ zurück - also das Teilen eines Netflix-Kontos. Dass das aber verboten ist, wissen nur die wenigsten.

Doch tatsächlich: Netflix hat in seinen AGB ganz genau festgelegt, dass das Teilen nur dann erlaubt ist, wenn sich alle User in dem gleichen Haushalt befinden. Streaming-Konto mit mehreren Freunden teilen? Eigentlich illegal. Im schlimmsten Fall droht die Sperrung des Accounts. Doch so weit kommt es glücklicherweise meist nicht.

Denn nur in den seltensten Fällen hat Netflix in der Vergangenheit Accounts gesperrt. Trotzdem sollte man beim Teilen seines Kontos vorsichtig sein: Passwörter und E-Mail-Adressen sind sensible Daten. Ihre Weitergabe birgt immer gewisse Gefahren - zum Beispiel weiß man nie, ob die anderen User die Kontoinhalte an Dritte weitergeben. Oder E-Mail-Adressen und Passwörter woanders als Zugangsdaten benutzen. In so einem Fall kann es schnell gefährlich und möglicherweise teuer werden - insofern man die Kontodaten für mehrere Online-Dienste benutzt.

Häufige Fehler bei Netflix: Die Download-Funktion ignorieren und nur zu Hause streamen

Eigentlich braucht man fürs Streaming eine stabile Internetverbindung, am besten über WLAN. Vor ein paar Jahren hat Netflix diese Voraussetzung aber geändert und die sogenannte Download-Funktion eingeführt. Heißt konkret: Serien und Filme können heruntergeladen und später angesehen werden. Das ist besonders dann nützlich, wenn eine längere Reise mit der Bahn ansteht oder man am Urlaubsort keinen Internetzugang hat. Denn Achtung: Streaming übers mobile Internet verbraucht besonders viel Datenvolumen!

Die Downloads bleiben allerdings nicht für immer im Netflix-Konto gespeichert. Nach einiger Zeit müssen sie neu heruntergeladen oder gar gelöscht werden. Das könnte zum Beispiel dann passieren, wenn die Plattform die Lizenz für eine Serie oder einen Film verliert.

Amazon Prime Video und Netflix sind die beliebtesten Streaming-Anbieter im Internet.

Häufige Fehler bei Netflix: Gefährliches Binge Watching von Serien

Was nach Spaß klingt, kann zu einer echten Gesundheitsgefahr werden: das sogenannte „Binge Watching“ - also das Schauen von extrem vielen Folgen einer Serie hintereinander. Der Begriff gewann an Popularität, als auch Netflix immer bekannter wurde. Viele geben „Binge Watching“ sogar als Hobby an. Dabei kann das lange Sitzen vor dem Fernsehen oder Laptop zu einer echten Belastung für den Körper werden.

Wer sich dennoch nicht losreißen kann und Folge um Folge weiterschauen muss, findet Hilfe in den Einstellungen seines Netflix-Kontos. Dort kann man die Option „Nächste Folge einer Serie automatisch auf allen Geräten abspielen“ deaktivieren. Danach taucht am Ende jeder Folge die Frage auf, ob man wirklich weiterschauen will.

Häufige Fehler bei Netflix: Serien und Filme niemals bewerten und passende Inhalte verpassen

Schaut man sich bei Netflix bestimmte Serien und Filme an, werden einem anschließend Vorschläge basierend auf diesen Inhalten gemacht. Ob etwas zu seinen Interessen passt, kann man anhand der „Übereinstimmungs-Quote“ sehen. Diese wird oben im Vorschaufenster einer Serie oder eines Films angezeigt.

Eine andere Möglichkeit, in den Tiefen des Netflix-Dschungels passende Inhalte zu finden, ist die Bewertungsfunktion. Viele Jahre nutze Netflix dafür ein Sternesystem, mittlerweile gibt es den „Daumen“. Wem eine Serie oder ein Film gefällt - oder eben nicht - kann diese entweder mit einem Daumen nach oben positiv oder mit einem Daumen nach unten negativ bewerten.

Viele glauben, diese Bewertungsfunktion diene lediglich dafür, anderen Usern bestimmte Inhalte zu empfehlen. Doch falsch gedacht - gibt man beispielsweise einem Fantasy-Film einen Daumen nach oben, dann kann es passieren, dass einem in Folge vermehrt Inhalte diesen Genres vorgeschlagen werden. Netflix arbeitet hier nach eigenen Interessen - ähnlich wie auch soziale Netzwerke ihre Algorithmen nach persönlichen Vorlieben arbeiten lassen.

Rubriklistenbild: © Alexander Heinl/dpa

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