Im Garten und auf dem Balkon

Narzissen pflegen: Besonderer Trick lässt die Osterglocken wieder blühen

Narzissen sind im Frühling besonders beliebt. Doch es kommt auf die richtige Pflege an.

Deutschland – Nach dem tristen Winter freuen sich vor allem Garten-Fans auf die farbigen Blüten des Frühlings von Hortensie und Co. Zu den Favoriten gehören neben den Krokussen im Frühjahr vermutlich oft die Narzissen, auch Osterglocken genannt, zu. Mit ihrem hellen Gelb bringen sie jeden Raum und Garten zum Leuchten und bieten eine passende Ergänzung zu den Tulpen. Allerdings gibt es schon beim Kauf einiges zu beachten.

PflanzeNarzissen
Wissenschaftlicher NameNarcissus
FamilieAmaryllisgewächse (Amaryllidaceae)
Ordnung

Narzissen pflanzen und pflegen: Standort und Boden entscheiden über Blüten

Zunächst müssen sich Pflanzenliebhaber überlegen, ob sie die Narzissen als Schnittblume oder in einer Zwiebel kaufen. Wer möglichst lange Freude an den Pflanzen haben möchte, der sollte zu der Variante mit Knolle greifen. Denn nach Angaben von Öko-Test können die Osterglocken dann im kommenden Jahr erneut aufblühen. Dabei ist es nicht selten der Fall, dass die Knolle beim Kauf noch keine Blüten hat.

Laut dem NDR soll es hierzulande im Handel etwa 50 unterschiedliche Sorten des Amaryllisgewächses geben. Diese unterscheiden sich neben der Größe und Form der Blüten auch in ihrer Höhe. Hobby-Gärtner, die selbst Zwiebeln der beliebten Blume einpflanzen möchten, sollten auf einen feuchten Boden achten, der der Narzisse viele Nährstoffe bietet. Nach Angaben des NDR sei der Rasen im Garten dafür optimal.

Aber aufgepasst: Das Portal Mein schöner Garten weist darauf hin, dass der Boden „während der Ruhephase“ der Pflanze nicht zu nass sein darf. Andernfalls drohen die Narzissen, zu faulen. Dies lässt sich beispielsweise durch Blähton als Unterschicht im Blumenkasten vermeiden, da sich die Nässe so schlechter stauen kann.

Narzissen pflegen: Osterglocken lieben sonnigen Standort

Aber auch der Standort ist entscheidend. Auf einem Balkon mit Nordausrichtung fällt die Pflege der Frühlingspflanze schwer, da sie passend zu ihrer Blütenfarbe die Sonne liebt. Zudem sollte man darauf achten, früh blühende und spät blühende Sorten der Narzisse zu mischen, beispielsweise im Blumenkasten.

Beim Einsetzen in den Boden sollte das Loch etwa doppelt so tief sein, wie die Pflanze hoch ist. Üblicherweise seien dies laut Mein schöner Garten etwa 10 bis 15 Zentimeter. Das Einpflanzen in den Boden hat aber noch einen weiteren Vorteil.

Narzissen pflegen: Faulige Osterglocken mit der richtigen Pflege vermeiden

Wenn die Knolle der Narzisse tief genug eingebuddelt ist, dann schützt es die Pflanze umso besser vor Frost und Kälte. Andernfalls könnte Fäule drohen. Viele Arten der Narzisse blühen bis in den Mai hinein, wenn das frühlingshafte und sonnige Wetter mitspielt.

Anschließend rät der MDR, die verwelkte Pflanze zu beschneiden. Das hilft den Osterglocken, neue Kraft für die kommende Blütezeit zu sammeln. Aber Vorsicht: Die Blätter sollen als Nährstofflieferant unbedingt an der Narzisse gelassen werden, bis sie wirklich verwelkt und trocken sind.

Es ist ebenfalls möglich, die Narzissen zu vermehren, sofern sie nicht als Schnittblumen in einer Vase stehen. Dazu sollten sie direkt nach der Blüte ausgegraben und die neu gebildeten Knollen von der Hauptzwiebel abgetrennt und separat von der Knolle neu eingepflanzt werden.

Narzissen können draußen bei den richtigen Bedingungen vermehrt werden.

Wer doch lieber auf die Variante der Schnittblumen zurückgreift, der sollte darauf achten, sie zunächst nicht mit anderen Blumen in eine gemeinsame Vase zu stellen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass die Osterglocken einen Schleim absondern, der den übrigen Sorten schaden könnte.

Rubriklistenbild: © Francis Dean/Dean Pictures/ imago

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