Kochen, bügeln, Mikrowelle

Mundschutz desinfizieren, waschen und trocknen: Mit diesen Tricks tötet man das Coronavirus

Zur Eindämmung des Coronavirus muss man derzeit ein Mundschutz tragen - und den sollte man täglich waschen. So klappt die Reinigung.

  • Wer in Zeiten des Coronavirus regelmäßig eine Mundschutzmaske trägt, sollte diese auch desinfizieren.
  • Dafür gibt es verschiedene Methoden.
  • Auch, wie die Mundschutzmaske zu Hause aufbewahrt wird, kann entscheidend sein.

NRW - In manchen Bundesländern ist die Mundschutzmaske zur Eindämmung der Pandemie bereits Pflicht. In Nordrhein-Westfalen (NRW) tragen die Menschen die Baumwollmasken in Zeiten des Coronavirus bisher nur freiwillig - doch ab dem 27. April ist das Tragen beim Einkaufen und in Öffentlichen Verkehrsmitteln Pflicht. Doch mit dem bloßen Tragen der Maske ist es nicht getan. Mitunter müssen diese auch korrekt desinfiziert und aufbewahrt werden.

Coronavirus: Mundschutzmasken müssen regelmäßig gereinigt werden

Die wohl verbreitetste Methode zur Reinigung der Mundschutzmasken ist die Beigabe in die Waschmaschine. In Zeiten des Coronavirus sollten die Masken aber bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. Ein gängiges Vollwaschmittel reicht dafür vollkommen aus. Wie Öko-Test berichtet, sind die Teile, die meist aus Baumwolle bestehen, danach "garantiert virenfrei".

Aber Achtung: Eco- oder Sparprogramme der Waschmaschine sind leider nicht geeignet, hier sind die Temperaturen einfach zu niedrig. Wenn die Maske selbst genäht wird, sollte deswegen auf einen Stoff zurückgegriffen werden, der auch hohe Temperaturen aushält. Die Maske kann auch per Hand gewaschen werden. Dazu die Mundschutzmaske, die ab sofort auch bei Fahrschulen in NRW wegen der strengen Coronavirus-Regeln getragen werden muss, in einem Topf mit Wasser einige Minuten auskochen.

Coronavirus: Christian Drosten empfiehlt, die Mundschutzmasken zu backen

Auch im Backofen lassen sich die Mundschutzmasken desinfizieren. Virologe Christian Drosten hat diese Methode sogar im Zusammenhang mit dem Coronavirus empfohlen. Schon bei 70 Grad sterben die Viren ab, das Material wird dabei nicht beschädigt. 30 Minuten Backzeit reichen aus.

Auch Bügeln bei hohen Temperaturen tötet die Coronaviren. Die Mundschutzmasken sollten dabei aber unbedingt sorgfältig gebügelt werden. Außerdem müssen die Falten, sofern die Maske welche besitzt, stark und lange erhitzt werden.

So werden Mundschutzmasken während des Coronavirus in der Mikrowelle desinfiziert

Noch einfacher werden die Viren in den Mundschutzmasken in der Mikrowelle abgetötet. Wichtig: Diese Methode funktioniert nur bei Masken ohne metallische Elemente, also ohne Nasenbügel und Drähte. Bei Metallteilen kann es nämlich zu Funkenschlägen oder Blitzen in der Mikrowelle kommen.

Mit dem Tragen einer Mundschutzmaske ist es während des Coronavirus nicht getan. Die Masken müssen auch regelmäßig gereinigt werden. 

Die Maske sollte mit der Außenseite nach unten auf zwei Gefäße mit lauwarmen Wasser (jeweils 50 Milliliter) gelegt werden. Anschließend wird die Maske zwei Minuten lang bei 750 Watt erhitzt. Der Wasserdampf reinigt die Maske auch während der Coronavirus-Pandemie gründlich, ohne die Filterwirkung zu zerstören.

Mundschutzmasken: Diese Fehler sollten während des Coronavirus unbedingt vermieden werden

Um während des Coronavirus weiterhin sinnvoll Rücksicht zu nehmen, sollten die Masken aber nicht nur regelmäßig gereinigt, sondern auch ansonsten korrekt gehandhabt werden. Die Mundschutzmasken sollten immer gut sitzen und an der Nasenwurzel abgedichtet sein. Im unteren Teil des Gesichts sollten sie übers Kinn gehen.

Sind die Öffnungen zu groß, können hier Viren entweichen. Wenn die Maske nicht richtig sitzt, sondern rutscht oder zwickt, fasst man sich zwangsläufig ins Gesicht, um den Sitz zu korrigieren. Damit steigt auch das Risiko einer Infektion.

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Mundschutzmasken in Zeiten des Coronavirus richtig aufbewahren

Außerdem sollte die Mundschutzmaske während des Coronavirus idealerweise nur mit gewaschenen Händen berührt werden und das auch nur an den Gummibändern. Wenn Ihr vom Einkaufen kommt, nehmt die Masken am besten erst ab, wenn die Hände schon gewaschen sind.

Die Mundschutzmaske sollten trocken gelagert werden, und zwar am besten an der Luft und nicht in einem komplett geschlossenem Behältnis. Bei durchfeuchteten Masken ist der Schutz nicht mehr gewährleistet, wie Öko-Test berichtet.

Jetzt kommt in fast ganz Deutschland die Maskenpflicht. Hier kommen Menschen in Zeiten der Coronavirus-Krise noch an Masken. Denn es gibt Alternativen. Bei der Auswahl der Masken sollten Verbraucher aufmerksam sein, denn manche Mundschutz-Masken können zur Gefahr für den Träger werden.

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Mundschutzmasken: Das gibt es während des Coronavirus noch zu beachten

Außerdem sollte beim Tragen einer Mundschutzmaske während des Coronavirus noch folgendes beachtet werden:

  • Brillenträger setzen am besten zuerst die Maske und dann die Brille auf - so beschlagen die Gläser auch nicht.
  • Defekte Masken sollten nicht mehr verwendet werden.
  • Die Mundschutzmaske sollte immer nur von einer Person getragen werden.
  • Ideal sind mehrere Stoffmasken pro Person auf Vorrat.
  • Der Sicherheitsabstand von 1,5 Meter muss trotz Maske eingehalten werden.

Anleitungen für Masken zum selber nähen lassen sich derzeit überall im Internet finden. Auch die Stadt Essen hat eine Anleitung zur Herstellung der begehrten Masken herausgegeben. "Damit vor allem ältere Patientinnen und Patienten sowie Pflegebedürftige geschützt werden, sollten Pflegedienste und pflegende Angehörige einen sogenannten Mund-Nasen-Schutz (MNS) tragen", begründet die Stadt diesen Schritt.

Und da immer mehr Menschen wohl Probleme mit dem Atmen haben, wenn sie eine Mundschutzmaske tragen, tauchen zunehmend Alternativen auf. Zum Beispiel ein Visier aus Acrylglas - doch leider ist das beim Coronavirus keine wirkliche Alternative zur Mundschutzmaske. Im Gegenteil: Die Visiere bieten eine viel höhere Gefahr einer Tröpfcheninfektion als ein textiler Mundschutz. Da die Kanten des Visiers nicht komplett um Mund und Nase abschließen, ist kein gleichwertiger Schutz gegeben.

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