Gentechnisch veränderte Zutat

Schokoladen-Rückruf bei Weltunternehmen – doch das klärt kaum auf

Die Schokolinsen M&M sind von einem Rückruf betroffen.
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Die Schokolinsen M&M sind von einem Rückruf betroffen.

In einem Rückruf warnt das Unternehmen Mars aktuell vor einem beliebten Produkt. Verbraucher sollten die Süßigkeit auf keinen Fall konsumieren.

NRW - Sie sind lecker, aber auch ungesund – Süßigkeiten. Trotzdem landen sie gerne im Einkaufswagen. Doch bei dem nächsten Besuch bei Netto, Kaufland, Rewe und Co. sollten Kunden vorsichtig sein.

UnternehmenMars Incorporated
EigentümerMars family
ProduktM&M's

Süßigkeiten-Rückruf bei Mars: Vorsicht bei Verzehr von M&M‘S

Erst kürzlich hat ein Rückruf von Baby-Nahrung frisch gebackene Eltern aufhorchen lassen. Nun gibt es für das nächste Produkt eine Warnung, bei der besonders Naschkatzen aufschrecken dürften. Dabei geht es um ein beliebtes Produkt der Marke Mars. Das Unternehmen vertreibt Süßigkeiten verschiedener Art.

Dazu gehören auch die berühmten Schokolinsen von M&M‘S. Doch wer nicht auf die bunte Leckerei verzichten möchte, sollte das Produkt genau überprüfen. Denn in einer Sorte wurden „gentechnisch veränderten Organismen“ (GVO) in einer der Zutaten entdeckt, heißt es in dem offiziellen Schreiben des Weltkonzerns. Diese Zutat sei von einem der Lieferanten von Mars hergestellt worden.

Normalerweise müssen solche Lebensmittel gekennzeichnet sein. Zutaten, bei denen die Gene bearbeitet wurden, sind beispielsweise Maiskolben, Kartoffeln, Soja und Tomaten. Auswirkungen hat das dann etwa auf Joghurt und Weizenbier. Auch Rapsöl, Sojabohnen und Mais-Produkten wie Stärke können solche Bestandteile enthalten.

Mars warnt vor M&M‘S: Hersteller lässt Fragen zu Rückruf offen

Welche Zutat bei den M&M‘S problematisch ist, lässt der Hersteller zwar offiziell offen. Doch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit schreibt zum Grund für den Rückruf: „Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die genannten Produkte eine geringe Menge an GVO im Reis-Mehl enthalten.“

Auch die Frage, inwiefern der Verzehr solcher Lebensmittel schädlich für die Gesundheit ist, lässt der Hersteller offen. Der BUND warnt allerdings davor, dass durch solche Zutaten für den Menschen Resistenzen gegenüber Antibiotika und neue Allergien entstehen können.

Ebenso unklar ist, in welchen Geschäften die betroffenen Schokolinsen zum Verkauf angeboten wurden. Aufgrund der Bekanntheit der Marke können Kunden aber davon ausgehen, dass diese M&M‘S auch in einigen Supermärkten erhältlich waren.

Warnung vor Schokolinsen von M&M‘S: Für welche Produkte der Rückruf gilt

Doch Fans der M&M-Schokolinsen können durchatmen. Denn von dem Rückruf betroffen ist ausschließlich die Sorte „Crispy“ in der blauen Verpackung. Zudem kommt es auf die Nummerierung und das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) an. Zum aktuellen Produkt-Rückruf gehören:

  • M&M‘S Crispy 36g Einzelpackung mit der EAN/ GTIN 5000159304245 und den Mindesthaltbarkeitsdaten 23.01.2022 und 30.01.2022
  • M&M‘S Crispy 128g Portionsbeutel mit der EAN/GTIN 5000159471961 und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 23.01.2022
  • M&M‘S Crispy 187g Portionsbeutel mit der EAN/GTIN 5000159472005 und MHD 23.01.2022; 30.01.2022
  • M&M‘S Crispy 255g Portionsbeutel mit der EAN/GTIN 5000159472081 und MHD 23.01.2022; 30.01.2022

Das Unternehmen Mars macht ausdrücklich deutlich, dass Produkte mit anderen Kennzeichnungen weiterhin bedenkenlos verzehrt werden können. Zudem weist der Hersteller darauf hin, dass man „grundsätzlich keine GVO in den Produkten in Europa“ verwende. Weiterhin heißt es, dass „nach EU-Recht keine GVO für diese Zutat zugelassen“ sei.

Rückruf von M&M‘S-Schokolinsen: betroffene Verpackungen kontrollieren

Ob das gekaufte Produkt betroffen ist, können Kunden ganz leicht auf der Verpackung nachlesen. Das Mindesthaltbarkeitsdatum der M&M‘S steht nach Angabe von Mars auf dem Boden der Verpackung. Bei den Einzelpacks ist das MHD auf der Rückseite in einem weißen Rechteck abgedruckt.

Für mehrere Packungen der M&M‘S-Schokolinsen gibt es aktuell eine Warnung.

Wer solche vom Rückruf betroffenen Süßigkeiten bereits gekauft hat, kann sich an den Hersteller Mars wenden. Dazu sollen Verbraucher „sich mit den Produktdaten und Foto der Verpackung samt MHD an unseren Verbraucherservice wenden“. Dieser Support ist auf der Website von Mars erreichbar.

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