Warnung

Müller-Rückruf: Chemikalie wird für Kinder gefährlich

Die Drogerie Müller ruft aktuell eines ihrer Produkte zurück. Es enthält eine potenziell gefährliche Chemikalie, die vor allem für Kinder zur Gefahr wird.

Ulm/Deutschland – Schon wieder wird in Deutschland ein Produkt zurückgerufen. Diesmal trifft es aber keinen Supermarkt oder Discounter, sondern die Drogerie Müller. Ein Gegenstand, der vor allem im Urlaub gerne zum Einsatz kommt, wird wegen eines zu großen Gesundheitsrisikos zurückgerufen.

DrogerieMüller
SitzUlm
GründerErwin Franz Müller

Drogerie Müller: Unternehmen ruft Badelatschen wegen bedenklicher Chemikalie zurück

Konkret geht es bei dem Rückruf um Damen-Zehentreter (Flip Flops) der Marke „Barfuss“ vom Lieferanten Isa-Traesko. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde in den Schuhen ein zu hoher Anteil von Weichmachern gefunden.

Die betroffenen Badelatschen sind blau-weiß gestreift und sind auf ihren Innensohlen komplett mit gelben Zitronen bedruckt. Auch der Zehensteg ist blau.

Kunden können das vom Rückruf betroffene Produkt überall in Deutschland bei Müller zurückgeben

Verkauft wurden die Zehentreter deutschlandweit in allen Müller-Filialen in den Größen 36 bis 39. Der Verkaufszeitraum wird vom Unternehmen zwischen dem 15. April 2021 und dem 24. September angegeben. Andere Produkte sind von dem Rückruf aktuell nicht betroffen (mehr Rückrufe und Warnungen bei RUHR24).

Kunden, die die Latschen gekauft haben, können sie in jeder Müller-Filiale in Deutschland zurückgeben. Wichtig: Der Kaufpreis wird auch ohne Vorlage des entsprechenden Kassenbons erstattet.

Diese Badelatschen werden aktuell bei Müller zurückgerufen.

Warnung vor Chemikalie: So gefährlich sind Weichmacher für Kinder und Erwachsene

Weichmacher sollen Stoffe elastischer und weicher machen. Sie gehören heutzutage zu den meistverkauften Chemikalien und finden sich in zahlreichen Produkten: Spielzeug, Malfarben, Gummienten oder Luftballons.

Für Menschen sind Weichmacher nicht ungefährlich: Bestimmte Sorten können Unfruchtbarkeit bei Männern verursachen. Außerdem stehen sie bei beiden Geschlechtern in Verdacht, Diabetes auszulösen. Weichmacher auf Basis von Phthalaten  wurden deshalb in der Europäischen Union für Kinderspielzeug verboten, werden aber trotzdem immer wieder nachgewiesen. Für Kinder und Schwangere sind die Chemikalien besonders gefährlich.

Immer wieder Rückrufe in Deutschland wegen Weichmachern in Produkten

Es ist nicht das erste Mal, dass in Deutschland ein Produkt wegen eines zu hohen Gehalts an Weichmachern zurückgerufen wird. Anfang des Jahres 2020 wurde beim schwedischen Möbel-Giganten Ikea ein Becher zurückgerufen, weil er die Grenzwerte für Weichmacher überschritt. Dieses Jahr folgte der nächste Rückruf dieser Art bei Woolworth: Damals hatte Kinderspielzeug zu viele Weichmacher enthalten.

Rubriklistenbild: © Zucchi Uwe/dpa

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